Einige neue Objekte aus Ton

Hier fertigte ich kürzlich ein Element für den Garten.

Es wird auf einen Eisenstab aufgefädelt werden. Zusammen mit zwei weiteren.
Zunächst muss es trocknen (über mehrere Tage), dann geschrüt werden und dann auch noch glasiert.
Selbiges wird mit diesem Brückenelement passieren.

Die folgenden 2 Stücke sind schon geschrüt. Man merkt das auch beim Ton, den der Ton macht, wenn man auf das Gut mit dem Finger schnippt.

Diese zwei Objekte gingen aus einem Desaster hervor, das ich vor einigen Wochen erlebt hatte:

Das Arbeiten mit Ton ist ein – für mich – sehr langsamer Prozess.
Das bedeutet nicht etwa, daß man sehr sorgfältig vorgeht, sondern nur, daß alle Phasen lange brauchen.
Gut Ding will Weile haben.

Hinzu kommt noch, daß manche Glasur nach dem Brennen nicht gefällt und man das Objekt neu glasieren möchte. Was in 2 Fällen auch meine nächste Aufgabe ist.



Wohlmeinend

Aus meinem Kritzelfundus

Einen dritten Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Biedermeier
niederträchtig
flöten.

enthalten.
Wortspender ist in diesen 2 Wochen Heide.

*

Beim Gang durch den Garten fiel mir plötzlich das Wort „wohlmeinend“ ein.

Zwar mag das Wort nach Biedermeier riechen, nach Gemütlichkeit und feiner gediegener Einrichtung, aber ich kann mir wohlmeinende Menschen mit auch weniger gutem Auskommen vorstellen.

Wohlmeinende Menschen argumentieren nicht harsch. Sie betrachten die Dinge aus einer Mitte heraus.

Niederträchtige Ansichten über ihre Mitmenschen kommen kaum über ihre Lippen und wenn, dann nur als Nebennnote in einer Betrachtung über etwas anderes und Allgemeineres.
Sie sind eher geneigt, mit Charme und Nachsicht zu reagieren, wenn die Sprache auf Eigenschaften der Nächsten, Freunde und Bekannte kommt.

Sie wenden sich mit Gemach an ihren Partner, flöten und säuseln eher ihre Wünsche.

Es braucht für sie nicht die Gewalt starker Worte.

Von zeitaktuellen Diskussionen in Social Media halten sie sich fern, davon wissen sie in der Regel nichts Genaueres. Nur vom Hörensagen vielleicht.
Sie leben ihr Leben in Ruhe, haben ihre Fixpunkte wie gute Musik, Literatur und Ballett. In der Kunst sind sie befasst mit den Großen wie Renoir, Velasquez oder Jan Vermeer.

Sie sind also gebildet,
aber nur dort, wo es sich für sie lohnt.




Lichte Momente

Gestern gab es drei Phasen, in denen ich fotografierte. Das Wetter war recht instabil und nur zeitlich bänderhaft zeigte sich Sonne.

Ich zeige aus meinen Fotos gestern erstmal nur eine Neuentdeckung.

Drei dieser – mit blossem Auge – an kleine Käfer erinnernte Geschöpfe rasten unentwegt auf dem Blatt herum.

Es ist Camarota curvipennis, die Krummflügelige Halmfliege

2 – 3 mm lang.

Der Hinterkörper ist gebogen und die Flügel passen sich, nach unten gekrümmt, der Körperform an.

*

Das Insekt war neu für mich!

Also lohnt sich doch das beständige Fotografieren in der Natur.

Auch aus anderen Gründen lohnt es sich: Ich konnte heute eine seit Tagen lästige Fliege aus dem Wohnraum schonend und sehr schnell zur Freude meiner Frau entfernen 🙂