Wonne

Eine Reflektion – diesmal in 99 Worten…

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Am letzten Freitag-Spätnachmittag überkam mich das Bedürfnis, ich müsste mich unbedingt etwas ausruhen.

Also zog ich mich ins hintere untere Zimmer zurück, wo ein Fouton steht.
Der Wecker wurde auf 16 Minuten gestellt.

Ich schlief bald ein.

Als ich erwachte, sah ich nach links oben auf den Garten, der sich wie ein Scherenschnitt vom Himmel abhob.

Ich schlief wieder ein, und beim baldigen erneuten Aufwachen fiel mein Blick wieder auf den Scherenschnitt.

Und das Ganze wiederholte sich erneut.

Ich hatte das Gefühl, es könnte ewig so weitergehen!
Es war so schön! So einfach und so wohltuend.
So schön reduziert.

Schlummer, Scherenschnitt, Schlummer, Scherenschnitt, Schlummer….

Perfekter Klang,
Wohlige Umarmung,
Wonnig gewiegt,
Zauberhaft gebettet.

Windhund

 

Windhund2

Dieser Zweig, der fast perfekt bis hin zum Watschel-Ohr an einen Windhund erinnert, ist schon länger in einem Waldstück zuhause, in dem ich spazieren gehe.

Er erinnert mich ab und an an den Film “Windhunde” (1983) von einem meiner Lieblingsregisseure, Robert Altman.
In diesem Kammerstück ging es um 3 Soldaten, die in einer Kasernenunterkunft   gedämpft auf ihren Kriegseinsatz warten. Einer von ihnen ist “anders herum” und provoziert ein wenig, doch kommen die beiden anderen gut damit zurecht.
Als ein Vierter, mit stärkeren persönlichen Problemen behaftet, hinzukommt,  gerät das ganze Gefüge plötzlich ins Wanken.
Die anfänglich trotz der Unterschiedlichkeit der Akteure unproblematische Situation eskaliert zum Schluß in erschreckende Gewalt.

Mich hat dieser Film der 80er nachhaltig beeindruckt: Zeigt er doch einerseits ,
wie wenig man oft Entwicklungen aus einem Anfang heraus vorhersehen kann.
Und daß es zurecht den Ausdruck “Firnis” in Zusammenhang mit Gesellschaft gibt.
Mit Laisser-Faire und Friedfertigkeit ist es meist nicht weit her, wenn bestimmte Umstände eintreten.

Kleinplastik (11)

Tatkräftige Überzeugungsarbeit…oder was noch ? 🙂

 

K1 - Kopie - Kopie

Dies kleine Arbeit, vielleicht 13 cm breit, entwickelte ich aus einer Tonmasse durch Schneiden und Drücken mit Hölzchen und Fingern.

Eine schnelle Arbeit, die aber gleichzeitig Raum gibt für Phantasie.