Wundversorgung

Wenn ich mich im Aktzeichnen schwer tue (etwa bei knackigen Verkürzungen), dann kann es passieren, daß man während des Tuns unzufrieden wird.

Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, am nächsten Tag Wundversorgung zu betreiben.

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Ich schaue mir die jeweilige Zeichnung an, fahre bestimmte Linien nach.
Da ich während des Zeichnens nicht radiere (keine Zeit), baue ich im Aktzeichnen eine richtige Linie neben der zuerst gezeichneten. Diese weicht oft nur wenig ab.
Die ursprüngliche wird dann zuhause ausradiert.
Allzuoft passiert das nicht, Gottseidank.

Ich verstärke zuhause gerne bestimmte Parts von Linien – oder lasse das Ganze einfach so stehen, wenn die Zeichnung im Groben stimmig war.

Wundversorgung bedeutet also, daß ich etwaige “Wunden” von Zeichnungen zuhause ausmerze (sofern dies nicht Neukonzeption einer Zeichnung umfassen würde, dann werfe ich das Blatt weg).
Zudem schliesse ich dabei etwaige “Wunden”, die mir sagen könnten, daß ich ein ungenügender Zeichner bin. Während dem Zeichnen kann einem manchmal das Gefühl überkommen.

Ich denke, das ist wichtig. Ich brauche Selbstdiffamierung nicht, sondern mache munter weiter.

Manchmal schaut man bei anderen Zeichnern nach der Session Resultate an. Man (oder ich) loben die gelungenen, die weniger gelungenen spricht man nicht an.
Tips gibt man nicht ungefragt.
Zum einen, weil das verletzen kann.
Zum zweiten, weil ein jeder ganz anders, mit anderer Technik herangeht.

Ein Traum

Zeichnung mit Kuli

In der Galerie eines trefflichen Skulpteurs am Freitag:
Es werden Graphiken eines Ostkünstlers gezeigt.
Zudem ist auch ein Kunst-Keramiker zugegen, den ich gut kenne, der seine Leidenschaft ganz ad acta gelegt hat.

Was träume ich des Nachts drauf:

Von einem Künstler, der diverse lagerhallenähnliche Räume mit seiner Kunst bestückt hat, zudem in jeder Halle mit anderem Material und Stossrichtung. Und alles vortrefflich und mindblowing!

Nicht genug damit, hat er auch ein weitreichendes Arsenal mit Hölzern aller Art im Freien, mit denen sich etwas Künstlerisches generieren lässt, jedenfalls mehr als ein einzelnes Leben hergibt!

Als ich mich spät nachts zum Gehen anschicke, hat er ein dickes Buch zur Hand, das Werk eines Philosophen, in dem er noch ein wenig lesen möchte, aber: “Um 6 muss ich raus!”.

Ich bin mehr als baff, trunken fast, überlasse ihn dann seinem Tages- bzw. Nachtablauf.

Sommerhausen at last

Dies war die Strasse in Sommerhausen,
wo wir unsere Keramik ausstellten.

Das Schloss Sommerhausen spiegelte sich auch in parkenden Autos.

Mein persönlicher kleiner Stand.
Etwas davon wurde verkauft.Aber was?

“Meine” Sketchergruppe aus Würzburg war zufällig auch in Sommerhausen. Ich schloss mich ihnen kurz an und steuerte eine eigene Zeichnung von Sommerhausen bei.

Eine Kanadnerin, zufällig in Sommerhausen, zeichnete mit.
Völkerverständigung at its best.