Drei Tänzerinnen

Drei Tänzerinnen

Drei Kleinfiguren (6 – 10 cm Höhe), aus Tonmasse mit Händen und Klötzchen zurechtgedrückt.
Ab und an mache ich etwas Figürliches, schade eigentlich, daß ich es nicht öfters tue.

Eleganz

Im letzten Urlaub fiel mir und meiner Partnerin eine ältere Dame auf, die sich zum Essen oder in der Bar ganz besonders gut angezogen zeigte. So etwa mit einem Kleid, das eine Schulter unbedeckt lies.
Gut und schick und sich etwas freizügig anziehen ist nicht nur eine Option für die Jüngeren!
Ich konnte nicht umhin, der Engländerin bei passender Gelegenheit ein Kompliment zu machen.
Ihr Auftreten erinnerte mich auch an einen wunderbaren Foto-Blog, den ich vor einigen Jahren frequentiert hatte und seitdem ungerechter Weise aus den Augen verlor:

 

Emergence

Emergence

Wie schön und stimmig wirkt es, wenn ein Vertreter der biologischen Wissenschaften ein Elektro/Downtempo-Album produziert, das auf den Namen „Emergence“ lautet?
Max Cooper, ein „Computerbiologe“ hat dies mit seinem zweiten Album getan.

„Emergence“ bedeutet ein Mehr als die Summe der Teile, eine Kreation von etwas, das qualitativ darüber hinausgeht.
Max Cooper als Musiker und DJ war mir schon länger ein Begriff. Einige seiner Mixe waren so ansprechend, daß ich mir den Namen gemerkt habe.
Nun also sein 2. Album, in dem die Titel einen Bezug auf Werden und Vergehen aufweisen, etwa in den Begriffen „Seed“ oder „Impermanence“.

Auf dem 6. Track, „Order from Chaos“ sowie zwei weiteren wirkt sehr angenehm die Sängerin Kathrin deBoer mit.

Das Album empfinde ich durchaus als gefällig, aber dabei keinesfalls langweilig.  Keine harschen, abrupten Elemente finden sich in ihm, alles ordnet sich organisch, wie es wohl dem Tenor des Albums entspricht.

Über den Link

http://emergence.maxcooper.net/

kann man im übrigen auf einige Videoarbeiten Max Coopers zugreifen, die biologische und systemische Prozesse künstlerisch darstellen. Es lohnt sich!

Dilettant

Im heutigen Sprachgebrauch wird ein Dilettant als ein “Stümper” angesehen, doch ursprünglich verstand man unter ihm jemand, der sich nicht berufsmässig mit einem Gebiet auseinandersetzt. Er hat in der Regel keine Ausbildung dafür, beschäftigt sich aber oft aus Leidenschaft mit seinem Gebiet und kann es dort zu großer Leistung bringen.

Erklärung für Istzustand

“Alles ist so, weil es so geworden ist.”

Dieser auf den ersten Blick unscheinbar wirkende Aphorismus stammt vom Biologen D’Arcy Thompson.
Er wurde u.a. vom Entwickungspsychologen Paul Bloom in dem hervorragenden Buch “Wie funktioniert die Welt?” des Herausgebers John Brockman (Übersetzter Sebastian Vogel) als ein wie-funktioniert-die-weltausgezeichnetes Motto vorgestellt.

 

Das Buch behandelt die edge-Frage von 2012, die an diverse englischsprachige Wissenschaftler gerichtet wurde:

WHAT IS YOUR FAVORITE DEEP, ELEGANT, OR BEAUTIFUL EXPLANATION?
Oft wurde bei dieser Umfrage 2012 Darwin und die Evolution aufgeführt, sogar von fachfremden Experten. Bloom fand den Aphorismus von Thompson als besonders ansprechend und weithin anwendbar.
So gibt er z.b. folgende Auslegung an (Zitat in der deutschen Ausgabe):

Kreative Erwachsene sind häufiger später geboren (weil sie gezwungen waren, sich ihre eigenen, charakteristischen Nischen zu suchen).

Was er noch für Beispiele anführt, kann man im Original nachlesen:

https://www.edge.org/response-detail/11184 (engl.)