Voller Fülle

April 2026 war eines der lukrativsten Aprilmonate der letzten Jahre für Insektenfotografie.

2024 hielt ich gerade mal 20 verschiedene Insektenarten fest, im April 2025 prächtige 116 Arten, in diesem April stolze 150 Arten.

Von 2026 zeige ich mal einige wenige Tiere:

Gemeine Schlammfliege – Sialis lutaria

Haselblattroller – Apoderus coryli

Klee-Gitterspanner – Chiasmia clathrata

Selbstoptimierung

Auf Utube werden mir Erfolgsstories en bloc vorgestellt, in der Frauen dank Chirurgie glatte 20 oder 30 Jahre jünger aussehen.

Das ist jetzt im Trend.

Die Begründung der Damen:

“So, wie ich aussehe, das bin ich nicht!”
“Ich fühle mich sehr jung und möchte das auch nach aussen sichtbar machen”.

Ect, ect.

Daran musste ich denken, als ich vor Wochen eines meiner keramischen Köpfchen begutachtete:

Da hatte doch tatsächlich eine Wildbiene die Nische zwischen Nasenrücken, Auge und Nasenflügel genutzt, um eine Kammer anzulegen. Geschlüpft ist die Nachkommenschaft dann auch, also hat es genutzt.

Natürlich musste ich das Foto auch noch frech im Bild kommentieren.

Das wird ja immer mehr …

Was wollte die Nachbarin mir damit wohl sagen?! Was meint ihr?

Hier einer meiner drei keramischen “Durchblicke”, neu im Garten auf Stangen mit Plattform aufgestellt, die ich in einem aufgelassenen Gartengeschäft vor Wochen gekauft hatte.

Hier seht ihr nochmal die drei “Durchblicke” als Ganzes, bevor ich sie einzeln auf Stäben montieren konnte.

Kopfüber landen

Ein winziges Tierchen landete vor meinen Augen AUF einem Blatt.

So sagt man wohl…aber es landete kopfüber!

Als hätte es keine andere Möglichkeit gegeben, zu landen!

Noch dazu hält es sich sehr unsymmetrisch am Blatt fest: Beide Vorderbeine auf einer Seite des Blatts.

Nun, das weiß ich durch Joachim Schlichting, sind die Graviationskräfte für dieses winzige Tierchen so gering, daß eine Anhaftung mit nur 3 von 6 Beinen vollends genügt. Manchen Insekten genügt ja die Anhaftung von nur einem Bein, vor allem wenn sie ihre vier vorderen Beine für etwas anderes brauchen. Man denke da etwa an Hornissen.

Dieses winzige Tierchen ist zudem ein ganz besonderes Insekt:

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Pamphilius sylvaticus, gehört zu den Gespinstblattwespen.