John Mayall

Eine Zeichnung von 2007.

Mayall

Leicht verwischt in der unteren Gesichtspartie. Ich hatte die Bleistift-Zeichnung damals nicht fixiert.

Ich präsentiere diese Zeichnung auch in Erinnerung an manche Diskussion mit Freunden, die eine breitere Darbietung von Jazz wünschen. Da soll Blues, Funk und Elektronisches mit einfliessen. Mit klassischem Jazz kann man nurmehr eine kleine Hörerschaft erreichen. Das ist vielen jungen Menschen nicht spannend genug. M.E. bricht man dem Jazz keine Krone aus, wenn man ihn vielfältiger und variantenreicher präsentiert.

Kurzanekdote

Vor einigen Jahren, es mögen 10 sein, war ich mit 4 Freunden in einer fremden Stadt. Wir gingen zum Bahnhof und da noch Zeit bis zum Zug war, wollte ich noch schnell in einer Bahnhofsbuchhandlung nach etwas Interessantem Ausschau halten.
Ich fragte mich laut, wo denn hier eine “Bücherei” sei.
Eine Frau, die an uns vorbei nach draussen lief, hörte das und wollte behilflich sein. Sie verwies auf ein Gebäude unweit des Bahnhofs.
Ich merkte, daß ich mich in der Wortwahl vertan hatte und sagte ihr, daß ich stattdessen eine Buchhandlung im Bahnhof suche. Die anderen beobachteten die Szene.
“Ich Idiot, was mische ich mich da ein!”, meinte sie! Ihr wurde gewahr, daß sie auf unsere lebhafte, junge Art reagiert hatte und sich offenbar angezogen fühlte. Sie war ein paar Jahre älter als das Gros der “Jungs”, vielleicht Mitte 50, nicht unttraktiv und groß. Jetzt fühlte sie offenbar Scham!
Ich merkte das sofort, wandte mich an sie und bedankte mich für ihre sehr lebendige Art!
“Nein, das war genau richtig! Danke!”. Ich wollte, daß sie so bleibt und  keine falschen Lehren zieht. Das machte ich ihr kurz deutlich.
Sie wirkte sehr verdutzt und nachdenklich. Wir gingen unseres Wegs. Ich denke, daß meine Intervention vielleicht dafür gesorgt hat, daß sie weiter so unbeschwert und jugendlich auf Situationen wie diese reagieren wird. Ich wünschte es ihr.

 

Massive Holzbiene

An einem löchrigen alten Baumstumpf suchte eine Holzbiene, wegen ihrer beachtenswerten Größe als schwarze Hornisse bezeichnet, eine geeignete Höhle

 

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Die große Öffnung inspizierte sie mehrmals, untersuchte dann kleinere, kam immer wieder zur großen zurück und fand sie jedes Mal nicht attraktiv. So als hätte sie nichts gelernt.

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Rast wie unten kannte sie kaum. Ihre Flügel waren 98 % der Zeit in Aktion.

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James Rosenquist über sein Künstlerleben

James Rosenquist spricht über sein Leben…

 

Ich finde ihn als Mensch und Künstler gleichermassen interessant.

Eine Episode zu einem seiner Bilder:

MASQUERADE OF THE MILITARY INDUSTRIAL COMPLEX LOOKING DOWN ON THE INSECT WORLD 

http://www.jamesrosenquiststudio.com/artwork/9222-masquerade-of-the-military-industrial-complex-looking-down-on-the-insect-world

Rosenquist arbeitete am Times Square an einer riesigen Reklameschrift und konnte von der Höhe, in der er arbeitete, sehen, wie sich ein Auto am Broadway näherte und eines von der 45ten. Er sah, daß sie wohl zusammenstoßen würden und das taten sie dann auch! Er konnte nichts dagegen tun. So kam er zu der Idee der Namensgebung für obiges Gemälde.

Ich weiß nicht, wieso (oder doch: Ich weiß es) mich dieser Künstler so nachhaltig interessiert:

Er wirkt uneitel. Er ist ein politischer Künstler. Er hat viel erlebt. Er ist tief human.
Seine Kunst ist tief durchdacht. Er ging durch viele “Changes” in seinem Künstlerdasein:
Heutzutage ist auch aufgrund seines Engagements ein Künstler OFT besser gestellt als damals.  KUNST ist ihm wichtig, kein Spaß. Er stand und steht voll im Leben.
Vielleicht ist es genau das: Künstler sein und dennoch VOLL ein Mensch. Kein Nerd. Kein Extraterristischer. Ein Mensch wie Du und ich, mit einer Message. Und dennoch ein Buddy, mit dem man ein Bier trinken kann.

Ich denke, ich werde noch länger dranbleiben.