Makro oder nicht?!

Dieses Foto habe ich am Freitag mit meiner Handykamera geschossen.

Es zeigt die Nymphe eines grünen Heupferds auf Löwenzahn.

Mit dem Sigma-Makrobjektiv hätte ich sicherlich grossere Detailtiefe erreicht, doch kann man das Foto so stehen lassen.
Ich hatte das Sigma-Objektiv ja nicht dabei.

Entscheidend war, daß das Tierchen nicht gleich flüchtete, deswegen konnte ich mich in aller Ruhe sehr nahe annähern.

Das Sigma-Makrobjektiv erlaubt dagegen eine Annäherung von nur 20 und funktioniert auch bei sich bewegenden Insekten gut, da ich immer eine sehr kurze Verschlusszeit wähle.
Ich ziele dabei immer auf die Augen – auch deshalb, weil in ihnen die Seele wohnt. 😉

Diesen Artikel schrieb ich, weil Gerda bei Joachim Schlichting anmerkte, daß sie ohne Makro nicht solche Eindrücke mit dem Palmkätzchen wie er hätte haben können. Das stimmt so nicht.
Allerdings erlaubt das beständige Makrotografieren, daß man mit blossem Auge etwas erkennen kann, was man sonst nicht erkennen dürfte. Das Auge ist durch die Fotografie geschult, es genieriert durch Erfahrungswerte ein schlüssiges Bild von den jeweiligen Winzlingen.
Auch in diesem Falle auf dem Löwenzahn wusste ich, was es war, bevor ich die Kamera draufhielt.

Drabble – Mutter der Porzellankiste

Als Insektenfotograf sollte man wissen, wie man sich an das zu Fotografierende annähert.

Eine Handbewegung kann alles verderben.
Bis zu 300 Bilder pro Sekunde können manche Insekten wahrnehmen. Besser also man nähert sich sehr langsam, das wirkt bei ihnen fast wie Stillstand.
Wenn man eine Fotoposition verlässt, um neu von anderer Position zu fotografieren, sollte man sich sacht zurückziehen.

Anderslautende Regeln werden andere für wichtig halten.
Richtig ist in jedem Fall, daß man kaum Zeit hat, denn ein Insekt durchlebt mindestens das Zehnfache an Zeit in einer Sekunde wie wir. Somit ist es auch recht bald mit dem Blütenbesuch fertig.



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100 Worte

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Zum xten Mal in diesem Jahr nahm ich somit an einem Drabble teil, hier von Puzzle initiiert.
Ich finde das nachwievor eine wunderbare Übung, etwas möglichst bündig und dennoch verständlich rüberzubringen versuchen.


Tenthredo

Auch eine Tenthredo marginella (oder Tenthredo thompsoni) muss sich mal putzen.

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Gut so.

Denn so konnte ich diese für mich neue Art fotografisch festhalten.