Kurzschwänziger Bläuling – Cupido argiades

Dieser Winzling wäre Ende der 70er fast ausgestorben.
Im April 2026 im Raum Gemünden von mir aufgenommen.

***

Langversion:

Gestern war ich nach langer Zeit wieder mal in der Schmetterlingsgruppe des Naturschutzbundes Würzburg.

Ein wissenschaftlich tätiger Mitarbeiter stellte eine mir neue Seite vor, die Schmetterlinge Bayerns.

Auf dieser Seite kann man die Beobachtungen der Schmetterlinge nach Zeitraum und Platz verfolgen.

Der obige Schmetterling, den ich in April im Raum Gemünden aufnahm, hat eine bewegte Zeit hinter sich.
1978 ist er fast ausgestorben.

Den vermutlichen Grund dafür stellte der Mitarbeiter vor:
1978 im Frühjahr gab es ein besonderes Wetterereignis: Innerhalb von Stunden sank die Temperatur im Frühling auf erhebliche Minusgrade.

Da gerade der Kurzschwänzige Bläuling auf eine Weise überwintert, dass seine letzte Larvenphase schon voll ausgebildet ist, er nichts mehr fressen muß und er beim Aufwachen nur noch Wasser saugt
( um sich dann zu verpuppen) ,
sog er also Wasser, das dann gefror.
Die Larve ist ja während des Überwinterns quasi dehydriert und wenn sie anfängt, Wasser zu saugen, ist der Frühling gewöhnlich sicher.


Das führte dazu, daß jahrzehntelang keine Beobachtungen mehr zu machen waren.

Diese “Geschichte” zeigt auf treffende Weise, was absonderliche Wetterereignisse anrichten können.

Ein Gedächtnisprotokoll der gestrigen Sitzung.

Voller Fülle

April 2026 war eines der lukrativsten Aprilmonate der letzten Jahre für Insektenfotografie.

2024 hielt ich gerade mal 20 verschiedene Insektenarten fest, im April 2025 prächtige 116 Arten, in diesem April stolze 150 Arten.

Von 2026 zeige ich mal einige wenige Tiere:

Gemeine Schlammfliege – Sialis lutaria

Haselblattroller – Apoderus coryli

Klee-Gitterspanner – Chiasmia clathrata

Selbstoptimierung

Auf Utube werden mir Erfolgsstories en bloc vorgestellt, in der Frauen dank Chirurgie glatte 20 oder 30 Jahre jünger aussehen.

Das ist jetzt im Trend.

Die Begründung der Damen:

“So, wie ich aussehe, das bin ich nicht!”
“Ich fühle mich sehr jung und möchte das auch nach aussen sichtbar machen”.

Ect, ect.

Daran musste ich denken, als ich vor Wochen eines meiner keramischen Köpfchen begutachtete:

Da hatte doch tatsächlich eine Wildbiene die Nische zwischen Nasenrücken, Auge und Nasenflügel genutzt, um eine Kammer anzulegen. Geschlüpft ist die Nachkommenschaft dann auch, also hat es genutzt.

Natürlich musste ich das Foto auch noch frech im Bild kommentieren.

Das wird ja immer mehr …

Was wollte die Nachbarin mir damit wohl sagen?! Was meint ihr?

Hier einer meiner drei keramischen “Durchblicke”, neu im Garten auf Stangen mit Plattform aufgestellt, die ich in einem aufgelassenen Gartengeschäft vor Wochen gekauft hatte.

Hier seht ihr nochmal die drei “Durchblicke” als Ganzes, bevor ich sie einzeln auf Stäben montieren konnte.