Category: Persönliches

Das Du

Changes

In einem Hotel in Fuerteventura standen der Geschäftsführer und sein Vize E. oft an der Eingangstür zum Restaurant, wenn dieses abends eröffnete.
So wie ich beschaffen bin, sprach ich den freundlichen Vize ab und an an.
Einmal, als E. allein an einem kleinen Tisch im Restaurant saß, ging ich hin und sprach ihn mit “Du” an. Das erregte das Missfallen meiner Frau.

“Du kannst ihn doch nicht mit “Du” ansprechen!!”

Hatte ich tatsächlich was falsch gemacht? Ich war doch sehr verunsichert. Ging nochmals zu E. hin und fragte ihn, ob ihn mein “Du” geärgert hätte.

“Sagen Sie immer Du zu mir, alle Zeit!” sagte er mir auf gutem Deutsch.

Nein, es war so, daß er meine Zugewandheit schätzte, daß ihn meine ungezwungene Art gefiel. All meine Gespräche mit ihm verliefen eh auf einem sehr achtsamen und respektvollem Niveau.

Grummel

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Zeichnung im Notizbüchlein

Ein Weihnachtsmarkt in historischem Ambiente, zu dem meine Frau als Keramikerin eingeladen wurde, erwies sich für uns als ein Trip, den wir so schnell nicht vergessen werden.
Ich weiß noch, wie uns eine Frau des dortigen Förderkreises händeringend im Sommer bat, daran teilzunehmen. Es fehle noch an Keramik.
Inständig bat sie uns!

Entgegen meinem Rat nahm meine Frau nun daran teil.
Nun: Ausser Spesen nichts gewesen.

Kulinarisch gab es im übrigen Bratwürste. Gegessen hat sie davon nichts. Sie ist Vegetarierin.

 

 

 

 

Times are changing

Z6web

Seit ein paar Tagen bin ich in Rente.
Was ich nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben vor 2 Jahren nach und nach erfuhr, ist, daß  dadurch viele Kontakte wegbrechen. Fast alle!

Die Kontakte, die man jetzt hat, muß man sich aktiv suchen, sie sind nicht einfach da!

So bin ich erpicht, an unserem Zeichnen alle 3 Wochen teilzunehmen. Das tut mir gut. Ich kenne dort viele Gesichter und auch neue Menschen tauchen dort immer wieder auf.

Dies oben ist eine 8-10 Minuten-Zeichnung.
Ganze neun Zeichnungen haben wir an diesem Abend gemacht.
Alle sind gut geworden.

Heute geht es zu einer Nachbetrachtung unseres Jazzfestivals in Würzburg vor 2 Wochen. Ausreden gibt es nicht, dort werde ich viele Freunde treffen.

Schmelzpunkt

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Selbstsicher schien sie!
Sie strahlte schelmenhaft süß.
schöner Schein, sagenhaft serviert,
sagte sich Sven.

Samtene Sonne schien.

Selbst schön, sagte sie!

Sicherlich schmeichelnd,
siegte sie so schnell.

*

Sätze sollten Sinn schaffen
Solcherlei sagt sich schnell
Sie sind sozusagen schlüpfrig
sind schemenhafte Schatten

 

 

 

Dialekt / Dialect

English below

Letzthin war ich auf Geburtstag. Man bot als einen schönen Programmpunkt ein Worteraten an.
Es ging um (sehr) alte Dialektbegriffe aus dem Raum oberhalb Würzburgs.

Dialekt ist ja sehr ortsgebunden und wo ich herstamme, zwar nur 40 km weg und immer noch in Unterfranken, spricht man sicher einen anderen Dialekt.

Bei diesem Spiel kannte ich dennoch überraschend einige Dialektworte.

Schdoraxer (oder bei uns Schdorax): Verkrüppelter Baum
Gnäng: Nasaler Ton beim Sprechen
Kulchen: Husten
Banged: Ungezogener Junge

Es hat richtig Spaß gemacht, diesen z. Teil alten Begriffen, die kaum mehr im Gebrauch sind, zu lauschen.

Recently I was invited to a birthday party. It was offered a word rate as a nice program point.
It was about (very) old dialect terms from the area above Würzburg.

Dialect is very local and where I come from, although only 40 km away and still in Lower Franconia, one certainly speaks another dialect.

In this game I still knew some dialect words.

Schdoraxer (or us Schdorax): Crippled tree
Gnäng: Nasal sound when speaking
Kulchen: Cough
Banged: Naughty boy

It was really fun to listen to these sometimes quite old terms, which are hardly in use anymore.
Maybe my English-speaking friends can also contribute something?

Musik als Alltag

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Ein Beitrag von mir zu Ulli’s Alltagsprojekt.

*

Vor 9 Jahren oder so arbeitete ich noch ( vor 2 Jahren auch noch ).
Damals war es mir möglich, ganze Abende nach elektronischer Musik zu forschen.
Nichts lag ferner, als dies nicht zu tun. Das war etwas, was mich erfüllte. Jeden Abend lernte ich neue Künstler kennen. Einer interessanter als der andere.

Einer von ihnen war Shackleton – eine Scheibe von 2010 entdeckte ich erst jetzt wieder. Hatte ihn ganz vergessen, völlig zu unrecht.
Der Mann ist kreativ eine Wucht.

2012 brachte er einen Longplayer mit Material jenseits von 110 Minuten heraus. Hier gleich der 1. Track der insgesamt 15 auf der Scheibe.