Author: kopfundgestalt

Netz versus Buch

Ich lese gerne Sachbücher. Diese bieten in kompakter Weise einen umfassenden Überblick über bestimmte Themen. Man kann Stellen anstreichen, die einem einen Erkenntnisgewinn bringen oder auf die man später zurückgreifen möchte.

Zunehmend nutze ich aber auch das Netz, um ganz aktuelle wissenschaftliche Informationen zu bekommen. Das hat sich deutlich verbessert zu vielleicht einer Zeit vor 5 Jahren. Jetzt ist es sehr leicht, ein ganzes Bündel an aktuellen (und auch kontroversen) Informationen zu einer bestimmten Fragestellung, die einen gerade interessiert, zu gewinnen. Sei es transgenerationale Weitergabe von Traumen (ich hatte darüber geschrieben), sei es direkte Stimulation von Hirnzentren, sei es Auswertungen zum spezifischen Gang des Menschen – oder sei es das Verhalten von Tropfen beim Aufprall auf einer Oberfläche:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21271-2017-03-20.html

 

 

 

Nichts an sich ranlassen

Vor 3 Wochen habe ich 3 Freunden bei einem Besuch bei mir eine CD eines geschätzten lokalen Musikers geschenkt.
Die CD gefiel mir, weil die Stücke ausgefeilt und feinjazzig ausgearbeitet waren. Deshalb hatte ich sie gleich mehrmals gekauft.

Von den 3 Freunden kam noch keine Response.
Was könnte der Grund sein? Keine Zeit? Oder Indifferenz gegenüber der speziellen Musik hier?

Einen Hinweis bekam ich durch wiederholtes, direktes Nachfragen bei einem von ihnen: Die Leute haben offenbar andere Präferenzen! Sie hören Musik kaum oder garnicht!
Der eine, bei dem ich nachgefragt hatte, bezeichnet sich als Cineast – er ist primär an Kino interessiert und steckt sein Interesse zum großen Teil in dieses Feld.

Ein weiterer könnte etwa sagen, daß die Bücherwelt so übermächtig einladend ist, daß er sich mit nichts anderem beschäftigt/beschäftigen mag. Bücher, Artikel, Vorträge, Seminare. Wieder ein weiterer könnte sagen: Ich mache selbst Musik, höre mir also den Output von jemand Fremden nicht an. Oder: Mein Alltag ist einfach übervoll. Oder: Ich habe grad keinen Nerv dazu. Oder sonst etwas anderes.

Insofern war also die gedachte  Anregung  gar keine Anregung, sondern nur ein Staubfänger.

Rauten

Rauten haben es mir – sehr – angetan.
Es zieht mich an, Objekte in Ton zu machen, bei denen keine Seite, keine Ansicht ein normales Rechteck bildet.
Alles soll Spannung haben, alles soll sich verzehren, sich spreizen und nach seinem Gusto dehnen und strecken.
Solche Objekte mache ich gerne in Ton. Aber ich zeichne sie auch gerne.

Streben ohne Norm. Lebendiges Streben? Frei sein? Verquer sein (dürfen).
Hässliches schön finden dürfen. WAS ist die Motivation?

Hier ein Modell für solch eine Keramik-Konstruktion (ohne das geht es – bei Ton (!) – nicht):

P1100403

Stolze Grazie

Normalerweise poste ich so etwas nicht. Aber wieso denn andererseits nicht? Die Pflanze kann nichts für ihre Form und ist einfach…schön. Fast zu schön, um gepostet zu werden: Zu sehr “Mainstream”-Foto.
Naja. Ob das ein Kriterium ist? Bloß weil es landläufig schön ist, nicht posten?

DSC_0391