Author: kopfundgestalt

Mühen eines Zeichenabends

Manchmal geht man zum vereinbarten Zeichnen mit Freunden und dann sind die Ergebnisse … mau!

Diese Woche war solch ein Termin.

Bei den 8 Zeichnungen schien ich meistens nicht zu wissen, wie das überhaupt geht!

Es gelang mir nur diese eine:

Akt

Und damit war ich rundrum zufrieden.
Selbst wenn ich schlecht drauf bin, kann ich immer noch auf ein irgendwie geartetes Ergebnis hoffen.

 

Studie in Paper-Porzellan: Curves

P1

Ausgeführt mit sogenanntem Paper-Porzellan, die Kurvenwände nur 1,5 mm dick !

Dies ist eine Studie zuhause gewesen, um zu prüfen, wie dünn man damit arbeiten kann. Mit normalem Ton ist dies völlig undenkbar. Man kann  dieses Objekt sogar an einer der Kurven anheben und in die Luft ziehen, ohne daß es bricht! Das ist schon phänomenal!
Allerdings lassen sich die Kurven zwar in die Masse drücken und halten zunächst, aber eine saubere Verbindungsarbeit mit weichem Material hin zur Platte ist unabdingbar. Sonst hat man anschl. Scherben.

Leider konnte ich mich nicht durchringen, weiter mit Paper-Porzellan zu arbeiten. Ich nutze weiter  “einfachen” Ton und füge mich den Beschränkungen dieses Materials.

Paper-Porzellan ist eine Mischung aus Zellulose und Porzellan, die man am besten selbst anfertigt. Diese besondere Mischung erzeugt Mikrostrukturen im Innern der Plastik und verhindert zudem die natürliche Verschränkung der Ton- bzw. Porzellanblättchen beim Trocknen der Masse, was beides zur Bruchfestigkeit beiträgt.

Silent running

Wie kaum ein Sciencefictionfilm hat mich der aus den früheren 70ern stammende Film “Silent running” (deutscher Titel: Lautlos im Weltraum) berührt.

Der Hauptdarsteller soll die letzten verbliebenen Gewächshäuser einer ruinierten Erde, die an seinem Raumschiff angekoppelt sind, vernichten und mit der Crew zur Erde zurückkehren. Er widersetzt sich als einziger der Crew dem Befehl, weil er Natur als heilig empfindet.

Die famose Joan Baez hat in besagtem Film einen besonderen einfühlsamen Song präsentiert:

 

Silberne Schäfte

Schäfte

Als unerschöpfliche fotografische Fundgrube haben sich verkohlte Hölzer erwiesen, die ich, im Sonnenlicht metallisch glänzend, im  letzten Frühling im Wald fand.

Unbearbeitet, lediglich ausgeschnitten.

Milestone

Um die Jahrtausendwende nahm ich an einer sogenannten Gruppentherapie teil, die zwei bis drei Jahre dauern sollte.
Es waren 24 Teilnehmer, 12 Frauen und 12 Männer.

Im Januar oder Februar des ersten Jahres fand ein Arbeitswochenende in einem tief verschneiten Tagungszentrum im Wald statt.

An dem besagten Freitagabend wurden nach einer Einführung aus den 24 Leuten Kleingruppen a 2 bzw. evtl. 3 Leuten gebildet.
Man ging diesbezüglich frei aufeinander zu.
Ich ging zu zögernd vor. Es waren auch sehr schnell die Paare verhandelt und mich wählte tatsächlich niemand aus.!
Meine Versuche, danach in eine schon gebildete Zweiergruppe zu kommen, schlugen fehl. Man wollte mich nicht.
Nach 4 oder 5 Versuchen gab ich auf.

Ich ging sehr verbittert aus dem Tagungsraum, entschlossen, nachhause zu fahren.

Draussen dachte ich länger nach und entschied mich doch aus mindestens zwei Gründen dagegen:
Erstens der monetäre Aspekt !
Zweitens: Wenn ich jetzt aufgeben würde, dann würde ich so handeln wie immer: Aufgeben eben. Aufgeben, aufgeben, aufgeben!
Und die Schmach als Ballast weiter mit herum schleppen. Noch ein weiteres Bündel mehr!

Also ging ich klamm zurück und bekam durch Hilfe eines Assistenten dann doch den Zugang zu einer Zweiergruppe. Der Mann in dieser Zweiergruppe meinte:
” Wir zwei versuchen es, aber ich habe kein Zutrauen zu ihm!”.
Ich war aber schon so weit, auch dies zu ertragen!

Immer wieder habe ich diesen Abend vor Augen und meistens beglückwünsche ich mich zu der gezeigten und damals recht unerwarteten Resilienz. Denn die Arbeit in dieser Gruppe sollte mich in der folgenden Zeit definitiv bereichern!

Die Entscheidung an diesem Abend war ein Meilenstein in meinem Leben.

 

 

Gruppenszenarios

Ein (keramischer) Felsen, auf dem verschiedene Interaktionen zwischen 5 Menschen stattfinden (können).

G4

Die Stellplätze sind bei dieser Skulptur  fix, weil ich Löcher für Metallstifte, die in den Keramikfiguren stecken, vorgesehen hatte.

G2

Man kann mit verschiedenen Aussagen oder Inhalten experimentieren.

G3

Diese den Sockel betreffend etwa 30 cm hohe Skulptur ist eine meiner ersten Arbeiten in Keramik. Sie ist etwa 2008 oder 2009 entstanden.