
Dieser Winzling wäre Ende der 70er fast ausgestorben.
Im April 2026 im Raum Gemünden von mir aufgenommen.
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Langversion:
Gestern war ich nach langer Zeit wieder mal in der Schmetterlingsgruppe des Naturschutzbundes Würzburg.
Ein wissenschaftlich tätiger Mitarbeiter stellte eine mir neue Seite vor, die Schmetterlinge Bayerns.
Auf dieser Seite kann man die Beobachtungen der Schmetterlinge nach Zeitraum und Platz verfolgen.
Der obige Schmetterling, den ich in April im Raum Gemünden aufnahm, hat eine bewegte Zeit hinter sich.
1978 ist er fast ausgestorben.
Den vermutlichen Grund dafür stellte der Mitarbeiter vor:
1978 im Frühjahr gab es ein besonderes Wetterereignis: Innerhalb von Stunden sank die Temperatur im Frühling auf erhebliche Minusgrade.
Da gerade der Kurzschwänzige Bläuling auf eine Weise überwintert, dass seine letzte Larvenphase schon voll ausgebildet ist, er nichts mehr fressen muß und er beim Aufwachen nur noch Wasser saugt
( um sich dann zu verpuppen) ,
sog er also Wasser, das dann gefror.
Die Larve ist ja während des Überwinterns quasi dehydriert und wenn sie anfängt, Wasser zu saugen, ist der Frühling gewöhnlich sicher.
Das führte dazu, daß jahrzehntelang keine Beobachtungen mehr zu machen waren.
Diese “Geschichte” zeigt auf treffende Weise, was absonderliche Wetterereignisse anrichten können.
Ein Gedächtnisprotokoll der gestrigen Sitzung.

Gerade noch mal davongekommen… aber kommt der kurzschwänzige (eigenartiger Name) denn nur hier bei uns vor?
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Wikipedia sagt: Die Tiere kommen vom Norden Spaniens über Mittel-, Süd- und Osteuropa nach Asien bis Japan vor. Sie fehlen in weiten Teilen Italiens und dem Süden von Griechenland und der Türkei. Man findet sie bis in eine Höhe von etwa 1000 Metern. Die wärmeliebenden Tiere leben an gebüschreichen Wiesen und Lichtungen mit Blütenbewuchs.
Das Kurzschwänzige ist ja sichtbar. Manche Schmetterlinge haben dort Pseudoaugen.
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Das ist wirklich eine traurige Geschichte offenbar mit gutem Ausgang. Erstauntlich, dass man das so nachvollziehen kann.
Dass allerdings einiges den Bach runtergeht merke ich zum Beispiel an Mücken und Fliegen. Diese sind in den letzten Jahren bei uns drastisch reduziert. Schon im letzten Jahr hatte ich keinen einzigen Mückenstich. Allerdings nimmt die Zahl der Zecken zu. Da habe ich mir in diesem Jahr schon 2 geholt.
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In dem Zusammenhang erwähnte ich in der Schmetterlingsgruppe, daß ich von den 220 Arten (?!), die ich bei 15 Besuchen auf unserer Oberdürrbacher Schulwiese fand, die Hälfte etwa nur einmal vorfand.
Auch wenn das mit der Hälfte wohl nicht ganz stimmt, war doch auffällig, daß viele Arten eben nur einmal zu finden waren.
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Ein hübsches Kerlchen!
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Vor allem nahm er nicht weitschweifend reisaus, sondern flüchtete auf einen Hartriegel nahebei. So hatte ich überhaupt die Chance, ihn vernünftig zu fotografieren.
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Wie schön, daß du ihn jetzt wieder gesehen hast. Meine Güte, ja, das sind manchmal sehr fragile Bedingungen in der Natur!
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Kein Wunder, daß manches einfach von der Bildfläche verschwindet.
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Das geht wohl manchmal schneller, als man es sich vorstellen kann.
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Very beautiful picture of the little blue that now can be seen again.
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I Like the term “cupido”, Lisa.
Many thanks.
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Diesen so hübschen kleinen himmelblauen Falter, hast du sehr schön im Bild festgehalten Gerhard!
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Glück muss der Mensch haben, Hanne 🙂
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Und genügend Geduld für diese kleinen flatterhaften Schönheiten.😉
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Es wäre jammerschade, wenn der wunderhübsche Tagfalter ausgestorben wäre.
(Das Foto ist grandios.)
Danke für diesen höchst interessanten Bericht.
Lieben Gruss, Brigitte
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Gottseidank floh er nicht weit, Brigitte!
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Oh, wie unglaublich spannend! Und gleichzeitig ein grosser Mahnfinger dafür, wie fragil unsere Natur ist, und dass wir ihr besser Sorge tragen sollen. Elisa
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Die Langversion ist ja sehr spannend! Da müssen also über die Jahre neue Bläulinge aus der frostfreien Umgebung eingewandert sein. Wie gut, dass solche Ereignisse meist regional begrenzt bleiben.
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Entweder das oder die ganz wenigen überlebenden
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… haben sich allmählich wieder verbreitet. Der Schmetterling ist sehr klein und wird nicht leicht gesehen.
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Der trägt sein Himmelblau nach außen. Freu mich immer, wenn ich einen Bläuling hier bei uns auf den Wiesen sehe.
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Danke, dass Du kommentiert hast, trotz Fehlens des Like-Buttons. 🙂
Ich war jedenfalls auch überrascht, ihn auf einer schnöden Wiese anzutreffen.
Und dann noch so einen schönen Namen!
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In der heutigen Wetterapp wird auch vor Frost gewarnt – aber diese Meldung wurde schon aufgehoben, aber er wäre sicherlich nicht so stark, dass er solche schönen Schmetterlinge gekillt hätte.
Deine Hobbys sind ungeheuer vielfältig: Töpfern, Insekten belauschen und fotografieren und Schach spielen.
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Ja, so ist das mit den Hobbys, Clara: Sie sind alle fordernd, jedes auf seine Weise 🙂
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