Zwei leere Gläser

Zwei leere Gläser

Zwei leere Gläser, als Weingläser im Urlaub genutzt. Sie zeigen noch etwas von ihrem schillernden Inhalt.
Das Licht der Sonne fügte sich zu Trauben und dann weiter zum Wein.
Das Licht im Zimmer wirft hier einen letzten Blick auf die zwei Glaskörper, die das edle Nass beherbergt hat.

Eine besondere Schlupfwespenart

Von den Insekten des kanarischen Winters möchte ich noch eine wirklich ganz besondere Wespenart vorstellen:

Ctenochares bicolorus

Wunderbare helle Segmente bei den FühlernW_S1

Das zweite Foto zeigt sehr schön die Gestaltung der Flügel, die eine dunkle Ecke aufweisen.W_S2

Daß ich dieses Tier überhaupt fotografieren konnte, lag daran, daß es im Blätterdickicht seine Extremitäten reinigte. Und natürlich, daß ich vorsichtig vorging.

Bei arthropodafotos.de

finde ich:

Ctenochares bicolorus gehört zur Unterfamilie Ichneumoninae, Tribus Ichneumonini.

Verbreitung:

Kanarische Inseln, Mittelmeerraum, Subsahara-Afrika, Australien, Neuseeland.

Beschreibung:

Körperlänge ca. 13 mm; Vorderflügellänge ca. 9 mm; Grundfärbung orange-braun; Thorax seitlich, Abdomenende ab 4. Tergit und Hinterschenkel schwarz; Flügelspitzen dunkel.

Lebensweise:

Bekannte Wirte von Ctenochares bicolorus sind Chrysodeixis chalcides (Kupfer-Goldeule) und Chrysodeixis eriosoma. Die beiden Eulenfalter gehören zur Unterfamilie Plusiinae.

Die ewig Positive

2020_0607_1_300

Quelle: Pixabay, bearbeitet von Christiane

Im Jahr 2020 geht es dank Christiane mit den Etüden weiter.
Die Wortspende stammt diesmal von Alice.
Ich beteilige mich gerne an diesem Projekt, nun schon in der dritten Etüden-Ausgabe des Jahres:

*

Ach, knuddeln könnt’ ich die Trude!
Auf alles weiß sie Rat:

“Auf jede Grippe folgt ein Hoch,
so glaub’ mir doch!
Und ist ein Hemd mal gebleicht,
es noch zur Gartenarbeit reicht!”

Naja?!?

Letztlich war ich wieder mal ganz unversöhnlich mit meinem Schicksal.
Ach! Mein Vater ein Choleriker, meine Mutter eine Depressive, ich im Mathestudium gescheitert, mit Frauen kein Glück … ein Tunichtgut rundherum, sapprament nochmal !!!

Das hörte sie und meinte schlagartig:

“So kommst Du nicht rum!
Sei doch nicht so dumm!
Was sollen diese alten Geschichten?
Die helfen Dir mitnichten.
Diese Gedanken sind Ausreden, alle!
So hilfst Du dir auf keinem Falle!
Gib diese Sagen auf
beginne einen neuen Lauf
gib dem Leben eine echte Chance
auf daß entsteht eine neue Balance
Werte Dich nicht dabei
alles andere ist einerlei.”

Nanu?? So eine Tiriade?! Das war ich nicht von ihr gewohnt.
Aber langsam sickerte etwas in mich hinein.
Ein tiefer Glaube plötzlich, das es so gehen kann.

 

*

 157 Wörter.

1500ter Post.

 

 

 

Luftblasen

Sich-Aufmachen-web

Letzte Woche war ich zum 46. Internationalen Filmwochenende in Würzburg.
Von den sieben Aufführungen, die ich sah, gefiel mir besonders eine Kurzfilmschau und davon ein 14-minütiger Film, dessen Handlung ich gerne etwas  schildere.

Little grey bubbles” von Charles Wahl.

Worum ging es?

Eine junge Frau unterhielt mit einem Mann über zwei Jahre eine Messenger-Beziehung. Nie miteinander telefoniert und auch nicht getroffen. Nur einander Kurznachrichten geschrieben.
Das Texting findet ein jähes Ende: Der Mann schrieb ihr, er hätte eine ganz wichtige Botschaft für sie. Und dann drei Punkte.

Sie findet heraus, daß er gestorben ist und fährt zu seiner Beerdigung.
Dort trifft sie auf die reale Familie und die realen Freunde, die sie wie eine unwirkliche Welt erlebt. Und diese realen Personen erleben sie auch wie eine Art Gespenst, etwas Ungreifbares und reichlich Obskures.

Sie bringt in diese reale Welt Zweifel ein, bringt Sand ins Getriebe: Der Bruder des Toten fragt sich etwa, wieso er mit dem Toten höchstens zweimal im Jahr kurz Kontakt hatte und diese unbekannte Frau dagegen täglich. Die Ehefrau fragt sich, was diese junge Frau von ihr weiß. Manche scheinen auch die ganze Geschichte nicht glauben zu können. Zu verrückt klingt das Ganze, so kennen sie den Toten ja auch nicht. Das alles ist auch völlig fern ihrer realen Welt. Und wie sollen sie sich einer Frau gegenüber verhalten, die der Tote nie getroffen hat?! Einer Fremden gegenüber?