Wollschweber

Dieses Tier, der Wollschweber, war mir schon vor Tagen aufgefallen.
Es hielt sich vornehmlich am Boden auf, auf dem warmem Kies und war ungemein scheu.

Als ich ihn Ende März fliegen sah, wusste ich noch nicht, ob es vielleicht eine Baumbiene war. Vom Aussehen recht ähnlich. Aber das Flugverhalten, das Schweben über einen Ort, um ihn erst mal zu kontrollieren, wies ihn eigentlich als einen solchen aus.
Seine Nektaraufnahme erfolgt ähnlich dem Taubenschwänzchen.

Die ersten Fotos dieses Jahr waren recht undeutlich. Ich nahm aber am Folgetag , den 30.3. wohl, seinen ihn kennzeichnenden Rüssel auf dem Bildschirm wahr.

Diese Tier liebe ich sehr. Letzes Jahr konnte ich es an Nesselblüten erstmalig gut fotografieren.

Aufgenommen am 01.04.2020

Mountains to climb…

English below

Dieses Objekt schuf ich vor der Coronakrise.

Mir war danach, ein Objekt aus primär geometrischen Fragmenten aufzubauen – eine Idee, die ich vor vielleicht 8 Jahren mal in 2 Exponaten verfolgte.

Nun passt dieses Objekt ganz schön in unsere Zeit. Wie so oft, wenn man etwas Abstraktes schafft, bieten sich allerlei Assoziationen.

Das Objekt ist recht schwer. Und schaffte es offenbar, eine Ofenplatte zum Zerbrechen zu bewegen, nicht ohne andere zu brennende Objekte dabei zu beschädigen, auch u.a. ein grosses Duoppelwandgefäss von mir. Das aber nur nebenbei.

Ich mag diese kompositorische Idee, wenn sich Elemente zusammenfügen und ein grösseres Ganzes dabei schaffen. Ganz im Gegensatz zum abgetragenen Berg ist hier ein Aufbau verzeichnet und gemeint worden. Ein Auftürmen von unterschiedlichen Beiträgen, ein Zusammenfügen, ein Ineinanderfügen, eine bedachte Zusammenarbeit, ein Ganzes. Wie ein Termitenbau fast, aber geschaffen von einem Wesen, dem man gemeinhin das grösste und mächtigste Bewusstsein der Arten auf der Erde zuschreibt.

*

I created this object before the corona crisis.

I felt like building an object out of primarily geometric fragments – an idea that I pursued in two exhibits maybe 8 years ago.

Now this object fits quite nicely into our time. As so often when you create something abstract, there are all sorts of associations.

The object is quite heavy. And apparently managed to make a stove top break, not without damaging other objects to be burned, including a large double wall vessel from me. But only by the way.

I like this compositional idea when elements come together and create a larger whole. In contrast to the worn-out mountain, a structure has been recorded and meant here. A piling up of different contributions, an assembly, a careful collaboration, a whole. Almost like a termite burrow, but created by a being to whom the greatest and most powerful consciousness of the species on earth is generally attributed.

Gespaltene “Zunge”

Schaut euch diese Hummel an:

Offenbar ist der Rüssel dreigespalten.
Ich wusste schon vorher von einer solchen Spaltung, aber dass der Saugrüssel dreigeteilt ist, wusste ich nicht. Wenn eine Hummel fliegt, sieht man den Rüssel dabei immer als ein einförmiges, geschlossenes und grosses Gebilde.

Ich habe mich heute mal im Netz über die Bauweise des Rüssels informiert. Seht hier

Aufgenommen am 26.03.2020

Biene mit Bart

Grauschwarze Düstersandbiene heisst das folgende Tier wohl.
Ich fand es am 26.03. vor.

Das Tier war wenig furchtsam. ich konnte es einige Zeit fotografieren! 🙂

Diese Tier ist recht früh dran. Letztes Jahr sah ich es zum ersten mal im Garten, wo es dicht am Boden nach seinem Erdloch suchte.

Aufgenommen am 26.03.2020

Y

Im Jahr 2020 geht es dank Christiane mit den Etüden weiter.

Ich beteilige mich gerne an dem Projekt, nun schon in der 7. Etüden-Ausgabe des Jahres, diesmal in Form einer einer Extraetüde.
Fünf von sechs der folgenden Worte sind in max. 500 Worten zu verwenden:

Sonnenuntergang, warm, fliegen
Forsythien, lächerlich, erfrieren.

*

Das Y, wie etwa in Forsythie, sieht wie eine Weggabelung aus.

In Anbetracht der jetzigen Krise stellt sich die Frage, ob die Menschheit nach dieser Krise neue Weichen für das Zusammensein und -wirken stellt oder nicht.

Vielleicht hat sie jetzt schon Vorstellungen, wie man die Zukunft anpacken könnte und auch muß. Muss man etwa, wenn man im Winter nicht mehr “erfrieren” möchte, unbedingt in ein warmes Land reisen ? Ich kenne jemanden, der das mehrmals im Jahr macht, für mich im Grunde lächerlich.

Nicht alles, was man vermag, muss und sollte umgesetzt werden. Für den Kitzel schnell mal nach London zum Shoppen zu fliegen, etwa.

In meiner provinziellen Heimat gab es noch vor 120 Jahren Menschen, die nie ihr Dorf verliesen. Das wurde mir mal so kolportiert und ich denke, es trifft zu. Diese Leute waren arm, auch ungebildet, aber lebten ihr Leben in bescheidenem Umfang und vielleicht nicht unglücklich, abgesehen von den Kriegen, Missernten und Krankheiten, die sie natürlich auch trafen.

Konsum, um wieder darauf zu sprechen zu kommen, ist im Grunde mit körperlicher Lust zu vergleichen. Ich habe mal erlebt, wie eine Touristin so viel kaufte, dass selbst ein weiterer frisch gekaufter Koffer ihre Artikel nicht aufnehmen konnte. Das war geradezu irre, aber entsprach einem unstillbaren Bedürfnis in ihr.

Viel mehr möchte ich nicht zum “Y” und der Frage: “Wie werden wir weiterleben?” schreiben.
Es sollte auch wahrlich kein ausgefeilter Artikel werden, sondern einfach etwas “ins Unreine formuliert” sein.


*

Verwrungen

Sechs Elemente – allesamt verwrungene hochhäuserähnliche Strukturen.

Ich mag diese Idee, schlicht und doch wirkungsvoll.

Diese Elemente sollen auf eine Einsenstange im Garten thronen.

Ich habe sie mal zur Probe in der Werkstatt aufgereiht: