Das mit der Praline

Für zwei weitere Wochen stehen Christianes neue Etüden an.
Die folgenden 3 Worte sind in einem Text von max. 300 Worten zu verwenden.

Die Wortspende ist von Monika mit ihrem Blog Allerlei Gedanken. Sie lauten:

Praline
herzhaft
wandern.

“Mensch, was für eine Praline!”, meinte mein Freund Jo über die Frau, die an ihm heftig interessiert war.
Verwunderung wanderte über mein Gesicht, so hatte ich ihn nie reden hören.

Dieses herzhafte Wahrnehmen der Frau half ihm offenbar, sich auf sie einzulassen. Trotz einer schmerzhaften Erfahrung aus der kürzlich geendeten Beziehung.

Mit dem neuen Herzstück war es dann doch bald vorbei, schade daß der Zauber nicht länger wirkte. Das beiderseitige Wollen ging in ein Nichtwollen über, als Folge von Inkompatibilität, sagt man wohl neudeutsch dazu.


Gelbhaarige Hummelschwebfliege

Am 6.6.2021 war ich unterwegs, um ein Naturschutzgebiet nahe Eussenheim zu begutachten. Dort soll es seltene Käferarten geben.
Leider fand ich keinen Zugang. Ich muss wiederkommen.

Als ich das Gebiet etwas umlief, fotografierte ich in den Gebüschen am Rande des Feldwegs.

Hier sties ich u.a. auf eine mir neue Schwebfliegenart:

Es lohnt sich also, “jeden Stein umzudrehen”. Ein ganz feines Exemplar an Fliege: Criorhina berberina


Die Sterndolde und ihre Besucher

Winzige Bienchen rasen kreuz und quer über das Angebot der Sterndolde

Um sie bestimmen zu können, müsste man sie so fotografieren, dass möglichst ihr Körper signifikant zu sehen ist.
Das gelingt selten, denn einerseits sind diese Bienchen so klein, daß sie von Stengeln und Einzelblüten der Dolde verdeckt oder beschattet werden. Und andererseits sind sie sehr schnell – man könnte sagen: Je winziger desto rascher durchfurchen sie das Reich dieser Sterndolde.

Hier die signifikanteste (gestrige) Aufnahme dieser Makenbienenart – man sieht deutlich die schön gegliederten Beine und die Maske im Gesicht. Es könnte eine Hylaeus sinuatus sein.


Ganz schön kariert

Für zwei weitere Wochen stehen Christianes neue Etüden an.
Die folgenden 3 Worte sind in einem Text von max. 300 Worten zu verwenden.
Die Wortspende ist diesmal von nellindreams.

Picknickdecke
verwegen
recherchieren.

Trude hatte eine karierte Picknickdecke ausgewählt, um mit ihrem Mann Helmut und ihren Freunden Siglinde und Paul schön am See zu campieren.

Sie hätte besser recherchiert, was sie sonst noch für Decken hat. Denn es passierte am See etwas, das sie eigentlich hätte voraussehen können müssen und … dürfen.
Sie kannte doch ihren Mann Helmut! Sie kannte seinen Tick.
Nun, es kam wie es kommen musste!

Helmut schaute Paul am See plötzlich an und meinte:

“Die Decke sieht doch tatsächlich aus wie ein Schachbrett. Im Auto habe ich “mein Werkzeug”. Soll ich es holen?”.
Paul, der alte Zocker, war sofort Feuer und Flamme.
Und während die Frauen spazieren gingen, spielten sie verwegen Gartenschach, kleines Holzbrett auf großer karierter Decke und die Schachuhr als lautmalerische Beigabe.
Recht spät kamen die Damen zurück, die beiden Männer waren immer noch am Spielen.

“Eine letzte Partie!”, meinte Helmut bittend.
Trude verneinte: “Ich fahre mit Siglinde nachhause. Spielt ihr nur ruhig weiter!”

Widerrede kam von den Männern nicht. Sie waren ja mittendrin, Helmut hatte sich über die 5. Partie etwas geärgert, die hatte er dumm verloren.
Das war jetzt wichtig!
Wichtiger als alles andere.
Zuhause wird es wohl Mores geben, dachte Helmut, klar, aber das war ihm egal, musste ihm jetzt egal sein.