2014er Arbeit überarbeitet

Meine erste Doppelwandgefäss-Arbeit mit schräg eingelegter Schale von 2014

P1050679(2)

Durchmesser 22 cm

Die Glasur war mir damals nicht völlig gelungen, deshalb glasierte ich es dieser Tage neu:

Der Aufwand hat sich gelohnt, Glasur passt!

Ausgehend von dieser Arbeit habe ich in den Jahren nach 2014 vielleicht noch weitere 9 Variationen angefertigt.
Teils um einiges grösser (bis zu 43 cm Durchmesser) und dann auch mit zwei oder drei (!) Innenschalen statt einer – und sogar invers, also die zweite Schale um 180 Grad gedreht.

Das Thema war für mich ,wie meist, nach 1, 2 Arbeiten ausgereizt, meine Frau wollte aber mehr.
Das Argument, daß das, was man technisch gut bewältigt, in Variationen weiter treiben sollte, zog bei mir zunächst kaum.
Serien mochte ich nicht.

Aber im Prinzip hatte sie recht, man sollte alle Möglichkeiten ausloten.
Vielleicht fällt mir zum Ende von 2021 oder im Frühjahr 2022 eine neue Variation ein.

Zikade im Fang

Dieses schmucke Tierchen ist wohl eine Beifuß-Blattzikade – Chlorita paolii.

Ganze 3 mm lang.

Wenn man jetzt in der Natur unterwegs ist, dann sieht man des öfteren weisse Pünktchen durch die Luft zwirbeln –
diese Pünktchen erinnern in ihrem Erscheinen irgendwie an Glühwürmchen.

Gestern schnappte ich mir eines dieser Tierchen (unbekannterweise) flugs per Hand und öffnete die Faust danach wieder.
Genau dieses Tierchen hockte für etwa eine Sekunde in der geöffneten Hand und flog dann rasend schnell davon.

Das Jahr der Zikade!
Denn dieses Jahr konnte ich erstmals viele Zwergzikaden fotografieren, darüber in einem der nächsten Posts.

Das, was im Regal steht

Einen Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Museum
biografisch
erinnern.

enthalten.
Wortspender ist in diesen 2 Wochen ist Erinnerungswerkstatt.

*


Manche Leser “arbeiten” sich offenbar fast ausschliesslich an alten Autoren ab.
Ich selbst lese eher Neues.

Ich sage deshalb nicht, daß Klassiker ins Museum gehören, keinesfalls.
Doch oft kenne oder kannte ich die biographischen Begleitumstände ihres Schaffens nicht.
Die sind aber immer wichtig, um zu verstehen, was den Autor veranlasst hatte, genau dieses Buch zu schreiben.

Vorgestern sah ich mir im TV einiges zu Dostojewski an. Auch zu Musil, Büchner und Frisch.

Dostojewskijs “Dämonen” hatte ich als junger Mann, ich erinnere mich, 2, 3 mal angepackt, aber nie zu Ende lesen können. Sein Werk “Schuld und Sühne” schon.
Dostojewskij ist aktueller denn je. Auch sicher manch andere klassischen Autoren.
Grund genug also, wieder mal ins Regal zu greifen, um sich mit ihnen erneut zu beschäftigen.