
Ich arme Eisgestalt!
Ausgerechnet auf der Sedum schmilz ich dahin. Naja, die fasst ja eh immer viel Wasser und Schnee.
Und den Spatz trag ich auch noch auf meinem Rücken.
Category: Makrofotografie

Ich arme Eisgestalt!
Ausgerechnet auf der Sedum schmilz ich dahin. Naja, die fasst ja eh immer viel Wasser und Schnee.
Und den Spatz trag ich auch noch auf meinem Rücken.
Um die Mittagszeit war kurz Sonne, bei etwa 1 Grad.
Ein Versuch war es wert, zum Efeu des Nachbarn zu gehen.
Es war gut, daß ich es gleich tat, denn um 12:30 war der Spaß auch schon wieder vorbei.
Dunkle Wolken und dann ab 14:00 Schneefall.
Ich zeige Euch mal, was ich in der knappen halben Stunde an Leben auf dem Efeu fand:

Die männliche Büschelmücke, deren Antennen wie Büschel oder Kämme aussehen. Man kann sich denken, was sie mit den Kämmen zu wittern versucht.

Calliphora vicina, die blaue Fliege. Sie hat absolut die Herrschaft im Moment auf dem Efeu.

Die Schwingfliege, winzig auch und immer adrett. Den Namen hat sie davon, daß sie ihre Flügel ständig zu zwirbeln scheint.

Hier eine kaum sichtbare Wintermücke, mit stark gegliederten Antennen.
Unten zeige ich, daß diese Antennen mit ihren Gliedern auch noch behaart sind.
Dieses Geflunker bewegt sich in einem Zehntel-Millimeter-Bereich.

Ich frage mich, wie klein bestimmte Strukturen eigentlich in der Natur sein können?!
Ich weiß z.b, daß es keine kleineren Wespen als 0,3 mm gibt, denn kleiner sind typische Organe einer Wespe nicht abbildbar. Eine solche Wespe fliegt auch nicht im herkömmlichen Sinn, eher ist es ein Treiben oder Schwimmen.
Die Natur hätte sicher auch kleinere Fluginsekten entwickelt, aber physikalische und biologische Grenzen setzen diesem Schrumpfungstrieb ein Ende.
Zur Zeit sieht man, auch an kälteren Tagen ohne Sonne, gelegentlich Trichocera annulata, eine Wintermücke.

Die Beine sind mit blossem Auge kaum zu sehen.
Nun mag der Betrachter solch ein Tier als hässlich einstufen! Ich sah es früher so.
Aber um etwas von der möglichen Schönheit eines solchen Tiers zu transportieren, zeige ich Fotos von Schnaken im Frühjahr der letzten Jahre. Schnaken sehen ja ähnlich aus.:

Am 24.4.2020 bekam ich auf einer Waldwiese überraschend eine weitere Gelegenheit für Fotos einer Kohlschnakenhochzeit.

Wer hätte gedacht, daß diese Tiere durchaus etwas Gewinnendes haben?!

Diese Biene oben machte es sich zwischen zwei Efeublättern gemütlich.
Wenn mich nicht alles täuscht, ist sie eine Sphecodes monilicornis, also eine Dickkopf-Buckelbiene.
Der Efeu ist zur Zeit für mich ein wahres Eldorado. Jeden Tag eigentlich stehe ich dort für 20 – 30 Minuten.
Wenn ich dort nicht stehe, bin ich woanders! 😉