Ja, so nennt sich eine bestimmte Libelle, die ich an einem schmalen Teich in der Nähe von Lohr a. Main fotografieren konnte.
Ganz schön bunt ist sie, das kann sie kaum verstecken.
Turnübungen inclusive
Auch mal ausgestreckt 🙂
Dieses Schwingen ihres Hinterleibs, wie eine Begleitmusik.
Ich hatte sie urspr. als Quelljungfer bezeichnet, weil ein Schild darauf hinwies. Nun scheint es eine Mosaikjungfer gewesen zu sein und die fliegt auch noch im Oktober.
Selbst im 6. Jahr meines Abenteuers mit der Makrofotografie stosse ich auf mir unbekannte Insekten.
Dazu brauche ich nicht in fremde Lande zu reisen. Diese Entdeckungen passieren hier vor Ort, oft in immer gleichen Arealen.
Ich finde das sehr erstaunlich.
Zum einen haben Büsche, Hecken und Nahrungspflanzen bestimmt ihre Nutzer vor Ort. Man könnte manche Insekten sicher per Namen rufen, kommt man anderntags zu den Orten zurück. In geringem Ausmaß gibt es aber offenbar Neuentdecker von Nahrungsquellen, vielleicht ausgelöst durch Hunger.
Wie dem auch sei: All das sind Beobachtungen und Gedanken von mir ohne wissenschaftlichen Background.
Am 22.10.2022 gelangen mir gleich zwei Neuentdeckungen, von denen ich jetzt nur eine zeige:
Callicera aenea
Dies ist eine rare Schwebfliege, die einmal schon durch ihre merkwürdigen Antennen auffällt. Desweiteren auch durch die besondere und sehr behaarte Streifung ihres Hinterleibs.
Dazu ein weiteres Foto:
Aus den Augen, fast aus dem Sinn. Viele Fotos gewährte mir diese rare Schönheit nicht!
Was sie wollte?! Mir einfach zeigen, daß es sich lohnt, zu warten, zu warten, zu warten…