Category: Keramik

Höhr-Grenzhausen: Harm van der Zeeuw

Drei Keramiker von insgesamt etwa 160 Ständen auf dem Höhr-Grenzhausener Keramikmarkt 2018 möchte ich Euch vorstellen.

Auf Harm van der Zeeuw wurde ich erstmals auf dem sehr schönen Keramikmarkt Milsbeek 2016  aufmerksam.

Harm3

Bei ihm kaufte ich das folgende prachtvolle Stück (Länge 73 cm):

Schiff2

 

Harm2

Seine Werke wirken skuril, haben bei näherer Betrachtung aber Tiefe.
Als eine seiner Quellen nannte er Hieronymus Bosch.

Was lässt sich zu Harm selbst sagen? Harm ist witzig, schlagfertig, neudeutsch “cool”.
Eine feine keramische Linie hat er für sich entwickelt.
Die durchdachten Stücke (als Keramiker muß man ja immer auch eine zuverlässige Transportmöglichkeit miteinbeziehen) kann er von den Elementen her wiederholen. Jedes Jahr lässt er sich aber mindestens vier neue Stücke mit interessanter Aussage einfallen.

Der häufige Gang auf Märkte gehört unabdingbar zu seinem Job.

 

Höhr-Grenzhausen im Kannenbäckerland

Samstag und Sonntag war ich zum ersten Mal auf Besuch auf dem vorzüglichen Keramikmarkt Höhr-Grenzhausen.

Etwa 160 Aussteller zeigten ihre weitestgehend hochklassige Ware.

Hier mein erster Einkauf, kaum daß ich einen Fuß auf den Markt gesetzt hatte.

Er ist vom Keramiker Berthold Neumann aus Jestetten.

Schale

Sie hat Aberrationen, sodaß sie sofort interessant wird.

In nächster Zeit möchte ich auch wie im letzten Jahr, als ich am Diessener Töpfermarkt am Ammersee war, drei Künstler vorstellen.

 

 

Organische Form in Keramik

 

R2

Länge: 35 cm.

 

R1

Hier noch eine ältere Aufnahme  des Objekts, stehend:

Turm

*

Dieses Objekt entsprang eine konkreten Idee: Eine Ton-Grundform (Scheibe mit Innenaussparung) durch Wiederholung changierend aufeinander aufzubringen. Jede Scheibe musste leicht versetzt sorgfältig auf die vorhergehende aufgebracht werden, durch Ton-Schlick sauber an die Vorgängerin verbunden werden, da sonst das Objekt nicht “überlebt” hätte.
Diese Art Objekte,  5 oder 6 an der Zahl, fertigte ich so um 2011.

Angeregt durch eine Diskussion mit meiner Frau, beschäftigte ich mich nun erneut mit dem Thema der “rotierenden Scheiben”. Sie hatte gemeint, daß ich meine Ideen immer nur kurz verfolge und schnell, zu schnell zur nächsten Vorstellung/Idee wechseln würde.

Also nahm ich diese Idee vor einigen Tagen neu auf.

Hier einige Fotos der neuen Skulptur, die allerdings noch gebrannt werden muß.
Sie ist aus Paper-Clay, einem mit Zellulose versetzten Ton, den ich selbst zuvor herstellte.

S3S2S1

Paper-Clay ist stabiler als herkömmlicher Ton – und man kann dünner bauen und einigermassen unabhängig vom Trocknungsgrad.
Problem ist jetzt der Transport zum Ofen und zurück. Dasselbe Objekt in Ton könnte ich sicher nicht zum Ofen bringen, ohne daß es kaputt ginge. Aber auch dieses Objekt ist recht fragil. Ich hatte beim versuchsweise Anheben gleich mal einen Lappen abgeknickt.

Ich bin gespannt, ob alles hinhaut. Wenn nicht, dann muß ich ein solches Objekt zukünftig noch mehr absichern, was ihm dann natürlich die Leichtigkeit nehmen würde.