Eine junge Buchhalterin, der ich zusah, dachte sich wohl, daß der ältere Herr, der mit Verzweiflung zu ihr kam, weil er mit seinen Unterlagen nicht klar gekommen ist, schon bessere Tage gesehen hat.
Aber selbst ich in meinem eher jungen Rentnerdasein fühle mich beileibe nicht immer mehr auf der Höhe. Halb schmunzelnd als auch wissend verfolgte ich die Szene.
Auch ich werde irgendwann mit meinem Zettelsalat antanzen und nicht mehr ein noch aus wissen.
In der geborgten Zwischenzeit bis dahin fotografiere ich munter weiter Motten und Zünsler, eben das, was sich jetzt vornehmlich neben Wiesen und am Wegrand herumtreibt.
Ich holte mir übrigens bei einem Altersgenossen , den ich im Wald traf, die Erlaubnis dazu. “Wenn das dein Hobby ist, braucht es keine weitere Begründung für dein Tun!!”. Er selbst betreibt aus Fitnessgründen … Boxen.
Ich erinnerte mich nachträglich daran. Das machte er schon, als wir beide noch arbeiteten.






Diese Kleinfalter längs eines Flurwegs überhaupt zu entdecken, ohne sie zu vertreiben, macht Freude. Es fühlt sich fast wie Sport an 🙂

Diese Zünsler sind immer zu witzig. Ich kann mir nicht helfen, ich finde, sie haben was clownesques 🙂 Die Falter sind auch toll. Schön eingefangen.
Da ist wa dran mit dem clownesken 🙂
Dann siehst du es also auch 🙂
Ja, ganz gewiss.
Heute sah ich am Rainfarn einen olivbraunen Zünsler (?!) , der sah aus wie ein Fleck auf dem verwelkenden Rainfarn.
Die machen nicht viel (optischen) Aufsehens von sich, eigentlich zu unrecht, ja geradezu clownesque ist das 🙂
Haha! Der war gut. Ich hatte kürzlich einen im Wohnzimmer. Der hatte ne richtig schöne Farbe, so beige-orange. Fast auffällig.
Beige-orange?! Da gibt es einige Kandiaten 🙂
Ich wage mich nur nicht in die Wiesen, um weitere aufzusuchen 😉
Wegen Zecken oder weshalb?
Ja, genau. Brauche nicht so etwas.
Meine Frau musste in Kreta deswegen behandelt werden. Sie hatte sich im Garten zuvor etwas eingefangen.
Oje, war hoffentlich nicht so schlimm?! Kann ja üble Folgen haben. Ich traue mich dieses Jahr auch nicht. Letztes Jahr habe ich ja von der Wiese hier berichtet. Ende des Sommers habe ich mir dort zwei Zecken gefangen. Da gehe ich erst wieder mit Winterstiefeln durch 😉
Sie hatte eine harte tellerförmige Stelle, nahm dann Antibiotika das half.
Das ist gut!
Ja, es wurde immer schlimmer.
Gottseidank gab es da eine Anlaufstelle…
Eine Ärztin HIER meinte, daß sich in letzter Zeit Fälle häufen, in denen normale Insrektenstiche so etwas auslösen können. Insekten kommen heutzutage mit allen möglichen Viren in Kontakt. Z.B. über Kot von Vögeln, die von weiter her kommen.
Ja, manche Jahre scheinen die Mücken Bakterien aus irgendwelchen fiesen Tümpeln zu übertragen. Dieses Jahr weiß man nicht, wo die noch Wasser finden. Kürzlich wurde ich im Wald von einer Mücke oder Fliege angeflogen, die partout in mein Auge wollte. Da, wo Feuchtigkeit ist. Bäh, das war was! (oder hatte ich das schon erzählt??)
Nein, nicht dass ich wüsste. 😉
Vorhin wollte eine Wespe an meine Socken, sie lies sich kaum abhalten.
Insistierend !!
Oh ja, das trifft es 🙂
Über das Altern habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht. Mit 80 ist man wirklich mehr der Jüngste. Heute morgen suchte ich nach meiner Brille und entdeckte dann, dass sie auf meiner Nase saß. Eine wahre Wilhelm Busch Szene! Haha!
Ja, so etwas gibt es 🙂
Der Hauhechelbläuling ist für mich der schönste hier, Gerhard.
Ich verstehe Deinen Titel überhaupt nicht, was bedeutet er denn?
Motten als Marode?!
Du hast recht, es muß Marotte heissen 🙂
🙂
Ich hatte etwas an dem Titel herumgefeilt und ihn verschlimmert 🙂
Ich dachte schon an marode Motten
Naja, etwas marode in seinen geschäftlichen Dingen kann man als alter Mensch durchaus werden?! Wenn ich da an meinen Vater denke…
Der Zünsler ist mir spontan unsympathisch. Naja, so ganz spontan auch nicht ….
Denk nicht an den olivbraunen Zünsler, denn habe ich ja nicht dabei 🙂
🙂 ich kann sie nicht auseinanderhalten
Einfach schön und spannend, diese Bandbreite an Motiven.
Ich weiss, wieviel Spass das Ablichten machen kann.
Einen lieben Heutegruss,
Brigitte
Auch heute geht es wieder hinaus, diesmla zur Goldrute 🙂
Was man mit Vergnügen macht, kann auch Arbeit sein. Aber man empfindet es nicht so. Denn so schöne Bilder machen sich nicht von selbst… 🙂
Es ist eine Art Arbeit. Ganz gewiss. 🙂
Ich finde diese Sportart als die einzig annehmbare 🙂 Und manchmal ist sogar etwas Kontemplation dabei, wenn ich irgendwo sitze und auf mein Motiv warten muss.
Richtig, so ist es 🙂
Wobei der Kumpel eher das zum Boxen gehörige Traning mitmacht. 😉
Und Deine tollen Aufnahmen anzusehen macht auch Freude!
Das Freut mich, Werner. Also mache ich weiter meinen Altherrensport 🙂
Ich denke, Du musst oft genug dazu in/auf die Knie oder Hocke gehen, die Luft anhalten, damit das Bild nicht verwackelt und den Rücken krumm machen. Und so bleibst Du fit bis ins biblische Alter hinein.
Biblisches Alter?! Später erzählen sie, daß der alte schlohweise Herr schon vor 40 Jahren mit seiner Kamera am Gewürzgarten stand und es immer nocht tut, haha.
Ja, so erhascht Du einen kleinen Teil der Ewigkeit.
Wenn ich wiedergeboren werde, dann doch mehr.
Für diese Art Sport kann ich mich auch begeistern, Gerhard.
Siehst Du, da sind wir schon mal zwei 😉
Was hat denn der Zünselkerle auf dem zweiten Foto für einen formidablen Schrubberrüssel…um die Zettelwirtschaft sollte sich das Fachpersonal kümmern, genau!
Das tut sie auch gewiss 🙂