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Das, was im Regal steht

Einen Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Museum
biografisch
erinnern.

enthalten.
Wortspender ist in diesen 2 Wochen ist Erinnerungswerkstatt.

*


Manche Leser “arbeiten” sich offenbar fast ausschliesslich an alten Autoren ab.
Ich selbst lese eher Neues.

Ich sage deshalb nicht, daß Klassiker ins Museum gehören, keinesfalls.
Doch oft kenne oder kannte ich die biographischen Begleitumstände ihres Schaffens nicht.
Die sind aber immer wichtig, um zu verstehen, was den Autor veranlasst hatte, genau dieses Buch zu schreiben.

Vorgestern sah ich mir im TV einiges zu Dostojewski an. Auch zu Musil, Büchner und Frisch.

Dostojewskijs “Dämonen” hatte ich als junger Mann, ich erinnere mich, 2, 3 mal angepackt, aber nie zu Ende lesen können. Sein Werk “Schuld und Sühne” schon.
Dostojewskij ist aktueller denn je. Auch sicher manch andere klassischen Autoren.
Grund genug also, wieder mal ins Regal zu greifen, um sich mit ihnen erneut zu beschäftigen.


Eine Erzwespe

Gastracanthus pulcherrimus vermutlich

Dieses schmucke Tierchen hatte ich schon mal fotografiert, aber damals nicht bestimmen können.

Der schlanke, gelängte Rücken ist auffällig, ebenso die Zeichen/Winkel auf den Flügeln.

Es glänzt auch so stark, daß eine präzise Aufnahme ganz schwer ist.

Am Lago

Christianes neuer Etüdenaufruf verlockt mich doch wieder sehr:
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Kürbis
kitzlig
krakeln.

enthalten.
Wortspender ist in diesen 2 Wochen ist Wortverdreher

*

Es war für mich meist ein kitzliges Unterfangen, zum Ferienhaus meines Freundes am Lago zu fahren.

Gerade nach der Autobahn, die dann letzten 100 km durch die Ebene hin zum Haus, zogen sich immer sehr lange hin.
Ich kann mich erinnern, dass wir beim letzten Treffen mit Freunden dort bei der Abfahrt vergaßen, den Schlüssel zu hinterlegen und wir so diese vermaledeite Ebene dreimal durchqueren mussten.

Dennoch war es immer schön dort… am Lago.

In den ruhigen Morgenstunden zeichnete ich dort gelegentlich etwas, man könnte es krakeln nennen. Siehe oben.

Zur “Erfrischung” hatten wir einmal eine grosse Flasche Most in Kürbis-Form, die ich mitbrachte, im Wohnzimmer stehen, da konnte sich jeder bedienen. Oder war es etwas anderes?! Wer weiß? Liegt schon länger zurück.

Irgendwann verkaufte mein Freund dieses Haus. Es lohnte sich nicht mehr. Die anderen Familienmitglieder sahen keinen Sinn mehr darin, es zu unterhalten.

Immer wieder denke ich an dieses Haus zurück, so ganz weit unten und so mühselig zu erreichen. In diese Gegend werde ich auch sicher nicht mehr wiederkommen. Obwohl es da zahlreiche Erinnerungen gibt.
Und jede einzelne davon wertvoll.