Ein Statement abgeben

Für zwei weitere Wochen stehen Christianes neue Etüden an.
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Die Wortspende ist diesmal von Red Skies Over Paradise

Baracke
lau
widerfahren.

Vor vielen Jahren war ich in einer Ausstellung, in der ich in einer Ecke mit 36 Monitoren konfrontiert war.
Auf jedem Monitor war eine jüngere Person zu sehen.
Offenbar war jede in einer Art Barracke interviewt worden. Jedenfalls in einem immer gleichen Raum.
Man konnte sich nun für eine dieser Personen interessieren und den dazugehörigen Kopfhörer nehmen, um zu hören, was der Mensch da sagte. Die Monitore liefen ja unaufhörlich.

Ich war gespannt, was mir widerfahren würde, was ich hören wurde.
Ich wählte eine hochenergetische bildhübsche Studentin und dann einen smart wirkenden jungen Mann.
Es gab fast nur interessante Menschen!

Sehr überrascht war ich, was ich dann im Kopfhörer vernahm:
Zu Fragen zu ihren Vorstellungen und Plänen für ihr Leben vernahm ich erstaunlich laue Statements: Kaum etwas klang wirklich klug oder auch nur spannend, so wie die Bilder ja zuvor angedeutet hatten.
Hätten sich die Personen selbst zugehört, wäre ihnen das sicher auch aufgefallen, denke ich.

Zwar provozierte die Frage nach Visionen und Zielen in Teilen gerade das, was dann hinten raus kam. Das könnte man diskutieren. Auch weiß man nicht, was man ihnen im Vorfeld über den Zweck der Interviews erzählte.

Dennoch nahm ich damals für mich mit: Selbstwahrnehmung ist eine Sache, differiert doch meist sehr von dem, wie man sich tatsächlich gibt, was man tatsächlich so äussert.

Barackenstudium

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Baracke
lau
widerfahren.

G. träumte als Jugendlicher sehnlichst davon, in einer Baracke zu wohnen, tief im Wald – und dort Studien zu betreiben.
Sich dort unbehelligt Wissen anzueignen, aus sich selbst heraus. Nicht um laue Kenntnisse sollte es dabei gehen, sondern um das Verständnis des Schachspiels.
Ihm schwebte vor, daß ihm dergestalt grosse Weisheit widerfahren würde. Das Spiel zu verstehen hiesse auch alles andere tiefer verstehen zu können.

Vasenobjekte

Ich mache ja gewöhnlich keine Gebrauchsobjekte, doch ab und an lässt sich ein blosses Objekt mit etwas Nützlichem verbinden.

Dieses Handyfoto zeigt eine Vase, die ich meiner Schwägerin 8 Monate nach ihrem Geburtstag als Geschenk überreichte.

Das veranlasste mich spontan, neue Vasenformen zu kreieren. 3 Stück habe ich mittlerweile neu geschaffen (und als “Abfallprodukte” 2 kleinere Items, ein Zeitungsständer und ein Köpfchen).

Ich habe zu diesem Miniprojekt ein paar Zeichnungen angefertigt:

Ich zeige euch jetzt nur eine der drei Vasen, die grösste davon:

Als nächstes steht weitere Trocknung an und dann ein Schrühbrand. Danach Glasieren.

Gut Ding will Weile haben.

Braucht es einen Stand?

Das Foto ist etwas unscharf, doch mir geht es um etwas anderes…

Diese winzige Fliege steht nicht auf dem Grashalm, es hat ihn sozusagen eingeklemmt.

Ein weiteres Foto von mir aus dem Sommer 2020 zeigte eine Schwebfliege, die komplett auf Stacheln landete und diese mit ihren Fußläppchen umgriff. Vielleicht finde ich es noch…

P.S. Gefunden:

Die “Mistbiene”, eine Schwebfliege, wollte hier landen, aber aus Sicherheit heraus dann auf den Stacheln der Pflanze.
Umarmen der Stacheln einer Seidenpflanze! August 2020.