Das Aquarium

Einen Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Museum
biografisch
erinnern.

enthalten.
Wortspender ist in diesen 2 Wochen ist Erinnerungswerkstatt

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Als sich Paule erhob, es war spät geworden, fiel sein Blick auf das Aquarium im Lokal.
“Nano-Fische sind das!” sagte sein Freund, als er ihm in den Mantel half.

“Ah, sehr schön!”

Das Aquarium war nicht sehr groß, die bunten Zierfische hatten wenig Auslauf, bewegten sich stetig hin und her. Es dünkte es ihm, als sehe er in ein Museum. Kaum je war das Bild gleich, es änderte sich ständig. Nie war ein Moment wie der andere. Nie!

Sein Freund brachte ihn nachhause.
Mühsam stieg er die Treppen hoch und setzte sich in seiner Wohnung erst mal aufs Bett.
Müde und alt saß er da, in seinem Mantel … und den Hut noch auf.
In einem Buch, so erinnerte er sich, hatte er gelesen, daß jeder Mensch großen inneren Reichtum von Hause aus besässe, alles Glück und alle Schönheit lägen in ihm bereit. Er müsse nur diese seine Schätze heben.
Hatte er sich in seinem Leben daran gehalten? Wenn er über seine biographischen Eckpunkte nachdachte, musste er das verneinen.

Und nun?

Ihm kam der Gedanke, sein Leben Revue passieren zu lassen und genau zu schauen, was er so alles erlebt hatte. Unter dem Laub musste all das Bunte liegen, an dem er sich jetzt erfreuen konnte.
Gleich am frühen Morgen wollte er sich dransetzen und die Schätze heben.
Das gab ihm Schwung und Zuversicht -den Fischen sei Dank.

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Sammelleidenschaft

Einen Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Museum
biografisch
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Wortspender ist in diesen 2 Wochen ist Erinnerungswerkstatt.

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Während eines Urlaubs in Südtirol vor etwa 4 Jahren besuchte ich dort ein kleines Museum.
Es handelte sich um eine Mineralien- und Insektensammlung. Sie gehörte Josef Frei alias “Bachler Sepp” .
Seit frühester Kindheit an Mineralien und später auch an Insekten interessiert, vermachte er in späten Jahren seine Funde dem Ort Schenna.

Was der lebenslange Sammler zu erzählen hatte, war ausserordentlich! Er erinnerte sich an manchen Fund, verknüpfte diesen mit biographischen Anekdoten.

Wie ich jetzt hatte er früher auch Insektenfotografie betrieben, aber diese Leidenschaft dann auf andere Dinge verlagert.

Die Zeit im Museum war knapp bemessen. Es hatte nur für 2 Stunden die Woche auf.

Der “Bachler Sepp” stammte aus einfachen Verhältnissen. Neben seiner Berufstätigkeit als Schuster und Maurer entwickelte er sich zu einem gefragten Sachverständigen, was Insekten und Mineralien betraf. Seine Frau hatte offenbar bei allem Verständnis, gerade wenn er nachts auf der Suche nach besonderen Faltern war.

Dieses Fasziniert- und Fokussiertsein in seinem Leben kann ich gut nachvollziehen.