Kunst im Geheimen

Kritzelei mit ausgetrocknetem Filzer

Einen zweiten Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Geheimkünstler sperrig suggerieren
enthalten.

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Georg Stefan Troller, ein Filmessyaist, der in diesem Jahr 100 Jahre alt wird, verfasste immer wieder interessante TV-Portraits. Die waren nie langweilig, denn seine Akteure befanden sich meist am Rand der Gesellschaft, waren Individuen im Wortsinne und hatten eine ganz eigene Welt um sich herum.

An ein Essay erinnere ich mich besonders: Da ging es um Salvador Dalí und um das, was von ihm blieb.
Dieser Künstler, obwohl alles andere als kontaktscheu, war offenbar dennoch auch ein Geheimkünstler.
Denn Troller war einem Vermächtnis Dalís auf der Spur. Dalí sollte eine Spur gelegt haben, die erst posthum entdeckt werden konnte und sollte und sozusagen zu einem Werk von ihm jenseits des Todes führen sollte.

Sehr verrätselt war das. War diese Reportage Fiktion oder Realität? Oder sprach der Film eher über Verwalter seines Erbes, die nicht akzeptieren konnten, daß der Meister tot war?!
Für mich war das nicht zu klären. Aber diese wohl fiktive Reportage lies mich nicht los.

Ich war eigentlich nie ein besonderer Fan von Dalí, manches war mir zu sperrig, aber sein Handwerk verstand er wie kein Zweiter. Das merkte man auch an seinen Zeichnungen.

Der Surrealismus suggerierte FÜR MICH eigentlich wenig Tieferliegendes, obwohl er das anstrebte. Vieles war mir zu gewollt.
Mehr sagte mir nach einer gewissen Begeisterung für diese Maler um Breton dann die phantastische Malerei zu, deren Ursprünge ja schon lange zurückliegen.
Die phantastische Malerei zeigte Fabelwesen, aber auch Hintergründiges, Verqueres und Geheimnisvolles in der Realität. Was seine Fortsetzung dann auch in unserer Gegenwart in einer Sparte der Konzeptfotografie fand. Ich denke da z.B. an Gregory Crewdson. Auf WordPress-Bloggerseite an Rabirius.

Aber meine Betrachtung fing mit Troller an, an ihn wollte ich erinnern.

Kleine Betrachtung zur Kunst

Foto am Abend des 2.10.2021

Einen ersten Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Geheimkünstler sperrig suggerieren
enthalten.

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Einen gerühmten Bildhauer, der sein Atelier nicht weit von unserer Ferienwohnung hatte, suchten wir unlängst auf. Ich berichtete davon in einem der letzten Etüden.
Zu Gesicht bekamen wir diesen Geheimkünstler nicht. Zum 2. Mal nicht. Dafür aber sein Werk, das phänomenal war. Ich sollte etwas davon zeigen, von der Kraft, die darin steckt.

Ganz anders verhält es ich mit dem Heimlichen bei Performancekünstlern. Eine sehr bekannte ist ja Marina Abramović.

Als sperrig wird oft das Oeuve von Beuys angesehen. Ich kaufte mir vor vielen vielen Jahren einen Katalog über ihn, obwohl ich damals wenig von seinem Anliegen verstand.
Denn einen Katalog zu einer Ausstellung nicht kaufen, das ging gar nicht, hatte ich doch 1990 in meinen “musealen” Anfängen einen nicht gekauft und lief dem später lange hinterher.

Manche zeitgenössische Kunst suggeriert ihre dahinter liegende Intention, zumindest bietet sie eine an. Ob diese richtig gesehen wird oder in all ihren Facetten, das ist wiederum ein anderes Ding.
Kaum ein Künstler mag über seine Werke reden.
Zu oft macht man den Gehalt kaputt, wenn man “einen Stempel” drauf setzt. Eine Aussage will sich frei entfalten. Und allzu oft bekommt Kunst ja erst im Nachhinein eine erweiterte und stimmigere Auslegung als zur Zeit nach der Entstehung. Eine Bedeutungs(aus)wirkung über die Zeit hinweg geschärft also.



Briefe an mich

Immer wieder schrieb ich in meinem Leben Tagebuch.

Etwa zur Bundeswehrzeit, um diese Phase für mich zu bewältigen.

In den 80ern ab und an in irgendwelche Kladen.

Kontinuierlich wurde das so erst ab 1999 und zwar für knapp 18 Jahre. In einer Worddatei. Deshalb überhaupt kaufte ich mir einen PC!
Internet nutzte ich mit ihm gut ein Jahr überhaupt nicht.

Um 2017 hörte ich mit dem täglichen Schreiben ganz auf.
Immer wieder versuchte ich es erneut, ohne irgendeine Dauerhaftigkeit zu erreichen.

Anfang März dieses Jahres fing ich wieder damit an und hoffte mir wie einst möglichst täglich etwas zu erzählen.
Es ging darum, mich zu verstehen, die Welt, mein Hiersein und vielleicht auch Töne eines etwaigen Aufbruchs (oder Abfalls) besser vernehmen zu können.
Und auch weil ich mich als einzigen verstehe.

Doch seit Mitte März schrieb ich kaum mal eine Zeile.

Zwei weitere Mehrfachpodeste

Mein erstes keramisches Podest hatte ich schon mal gezeigt:

Nun habe ich auch die anderen zwei glasiert:

Diese drei Podeste sollen eng zusammenstehen und eine Art Park ergeben.

Ein weiteres Podest habe ich schon in Arbeit, bestehend sogar aus 4 Kuben.
Das wird recht schwer sein.

Unabhängig von der Idee, einen Kubenwald zu bauen, kann so ein einzelnes Mehrfachpodest auch als Ablage für kleine Skulpturen oder Pflanzenschalen dienen. Dann hätten diese Podeste auch einen mehr “irdischen” Nutzen.