Briefe an mich

Immer wieder schrieb ich in meinem Leben Tagebuch.

Etwa zur Bundeswehrzeit, um diese Phase für mich zu bewältigen.

In den 80ern ab und an in irgendwelche Kladen.

Kontinuierlich wurde das so erst ab 1999 und zwar für knapp 18 Jahre. In einer Worddatei. Deshalb überhaupt kaufte ich mir einen PC!
Internet nutzte ich mit ihm gut ein Jahr überhaupt nicht.

Um 2017 hörte ich mit dem täglichen Schreiben ganz auf.
Immer wieder versuchte ich es erneut, ohne irgendeine Dauerhaftigkeit zu erreichen.

Anfang März dieses Jahres fing ich wieder damit an und hoffte mir wie einst möglichst täglich etwas zu erzählen.
Es ging darum, mich zu verstehen, die Welt, mein Hiersein und vielleicht auch Töne eines etwaigen Aufbruchs (oder Abfalls) besser vernehmen zu können.
Und auch weil ich mich als einzigen verstehe.

Doch seit Mitte März schrieb ich kaum mal eine Zeile.

19 thoughts on “Briefe an mich

  1. Quote by Socrates: “To know thyself is the beginning of wisdom.” Perhaps this quote explains why you repeatedly return to the practice of writing a diary, Gerhard. Today I learned that we share another aspect of life with one another. Greetings from a former Bundeswehr soldier (1963 – 1965)!

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  2. Diesen Beitrag hier finde ich ueberaus interessant.
    Ich selber habe nie Tagebuch geschrieben. Mary fuehrt immer eines auf unserern Reisen. Ich schaetze das sehr und freue mich immer wieder, dort alte Eintrage nachlesen zu koennen. Ich nutze sie auch vielfach fuer meine eigenen Reiseberichte in meinem Blog. Leider kommt Mary aber nicht immer dazu, die Berichte fertigzustellen, weil auf den Reisen vielfach die Zeit fehlt. Man kann ja nicht nur den ganzen Tag mit Schreiben des Tagebuchs verbringen. 😉
    Ich selber habe schon einmal daran gedacht, auf’s Smartphone zu diktieren, sowohl auf Reisen als auch fuer meine Blogs, aber ich kann mich einfach nicht daran gewoehnen, zu reden wenn nur eine Maschine zuhoert.
    Liebe Gruesse,
    Pit

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    1. Ich hatte mir vor 30 Jahren auch ein Diktiergerät gekauft, aber kaum genutzt…was eigentlich schade war, denn so hätte man bestimmte Ideen schnell festhalten können.
      Naja, immerhin sind Teile meines Lebens gut abgedeckt. Das ist ja schon was.

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  3. Interessant, dass dein tägliches Schreiben der Grund für die Anschaffung deines privaten PCs war. Wie du schien mir das so ganz andere Medium noch intensiver wirksam als Handschrift und Papier. Vielleicht gibt es einen Unterschied, eine stärkere Betonung beim “Senden” durch die Handschrift, aber über den PC ein eindrucksvolleres Erlebnis beim “Empfangen”, wenn man sein Geschriebenes liest.

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    1. Beim Schreiben auf dem PC kann man idealerweise seinen Text vielfach überarbeiten: ihn präzisieren und verständlich machen, für sich selbst vor allem. Ich lernte, dass man es nicht leicht hat, klar zu sein. Inhalt und Substanz zu liefern.
      Gut war ein Text, wenn er authentisch und deutlich denken und empfinden abbildet.

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  4. Früher habe ich viel Tagebuch geschrieben. Hier liegen etliche volle Kladden rum. Jetzt ist mein Blog so eine Art Tagebuch, jedenfalls für die eher oberflächlichen Dinge des Lebens, meine Photos. Zu privat möchte ich in der Öffentlichkeit dann doch nicht werden. Wenn, dann mache ich das PW geschützt

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  5. Sich zu verstehen, heißt nicht unbedingt, ein Tagebuch zu schreiben. Ein Tagebuch schreiben, kann helfen, sich zu verstehen. Jedoch schreibst Du durch Deinen Blog ja auch eine Art Tagebuch. In Geschichten verarbeitest Du Geschehnisse oder refelktierst über Erlebnisse und Entscheidungen wie in diesem Beitrag. Das ist ja auch eine Art Tagebuch. Vielleicht hilft Dir diese Sichtweise ja, daran mit einer besseren Leichtigkeit zu gehen.
    Mir würde es auch schwer fallen, mich auf ein bestimmtes Format zu zwängen. Daher ist für mich ein Tagebuch auch nicht das Optimale. Vielleicht ist ja auch eine Mischform für Dich gut.
    Trotzdem verändern wir unsere Gewohnheiten und das ist auch gut so. Das eigene Verständnis wird dadurch auch gestärkt.
    Ich hoffe, diese Gedanken helfen Dir in dem Punkt weiter.
    Einen schönen Sonntag Dir noch.
    Liebe Grüße
    Monika

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    1. Danke Monika!
      Für sie selbstreflexion braucht man Zeit und Ruhe. Dazu fehlen mir also die Grundvoraussetzungen. Jetzt.
      Es gibt Leute, die ab und an etwas niederschreiben, so im Abstand von einigen Wochen. Das wäre vermutlich jetzt ein gutes Format.
      Wandlungen im Denken werden aber so nicht klar.

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