Die Weibchen erreichen eine Größe von 1,6–5,2 mm, die Männchen von 1,2–3,5 mm.
Diese Tierchen schwirren wie feinste Mückchen oder Zwergzikaden durch die Luft. Man folgt ihrem Flug, der sehr unstet ist, denn sie setzen sich oft nur ganz kurz, um erneut zu schwirren. Setzen sie sich dann endgültig, dann erst kann man versuchen, zu erkennen, um was es sich handelt.
MännchenMännchenWeibchen mit LegestachelEs manövriert ohne ProblemeDas für mich klarste Foto der Serie. Vermutlich dank des Hintergrunds. Da dankt die Kamera!
Dieses Werk von Heinz Mack ist eines der vielen Exponate konkreter Kunst im Kulturspeicher Würzburg.
Ich habe mir erlaubt, einige Fragmente zu fotografieren.
Aus jedweder Position ein anderer Eindruck.
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Ich kaufte mir anschliessend einen Katalog des lebenslangen Zeichners Mack. Es ist übervoll mit kraftvollen, meist schwarzweissen Zeichnungen. Er zitiert in seinem Buch Matisse:
“Eine gute Zeichnung muss wie ein Weidenkorb sein, aus dem man keinen einzigen Zweig herausziehen darf, ohne dass ein Loch entsteht”.
Meine Kamera zeigte heute an: Shutter-Count 279779. Also so oft hatte ich ausgelöst. Der Hersteller meiner Kamera sichert 100.000 Verschlüsse zu.
Was bedeutet aber die Zahl 279779? Nun, wenn ich jede Sekunde ein Foto machte, dann braucht es wohl so 3 Tage, 5 Stunden und vielleicht 40 Minuten, um diese Zahl zu erreichen. Das klingt eigentlich auch wenig anschaulich.
Der polnische Künstler Roman Opalka schrieb fortlaufend Zahlen, beginnend mit 1, mit einem echten Pinsel nieder, also fast in Zeitlupe, und kam während seines Lebens auf etwas mehr als 5,5 Millionen!!
Wieso ich das alles erzähle? Weil gerade bei Abfällen, z.b. Plastik, die pro Minute angefallene Menge in die Hundertausende, Millionen oder sogar Milliarden geht. Niemand kann sich vorstellen, was etwa eine Milliarde Plastikbecher sind. Wieviel ist das? Wie sehr wird die Gesundheit unseres Planeten damit verprasst? Wie behäbig gehen wir mit dem Problem um?
Ein amerikanischer Künstler, Chris Jordan, half hier um 2006 – für die USA allein (!) – mit einer Visualisierung nach. Z.B.:
Manche Produzenten elektronischer Musik haben sich m.E. ganz auf DJ-Sets verlegt und verlegen selbst keine Musik mehr. Wozu auch. Cds werden kaum mehr gekauft, seit es Spotify und anderes gibt.
Einen Longplayer produziert man meist nur noch, wenn man einen eigenen Live-Act damit bewerben will.
Ich finde es sehr schade, daß offenbar nicht mehr an ausgewogenenen Scheiben gerade im Elektronik-Bereich getüftelt wird. Eine solch besondere Scheibe hatte doch mal tatsächlich dazu geführt, daß ich das Aalener Jazzfestival besuchte, einzig um Henrik Schwarz zu erleben. Das war eine für mich musikalisch sehr aktive Zeit.
Noch vor 5 Jahren hörte ich schnelles Zeug und phasenweise experimentelle Musik, jetzt mag ich es behäbiger: Ich bin jetzt meist bei Ambient oder Cool Jazz fündig. Es muss nicht Musik in Zeitlupe sein, das nicht. Sie soll Raffinesse enthalten, ein gutes Stück “intelligenter” Musik sein, einfach etwas, was zum Zuhören auffordert. Man muss die Freude spüren, daß da jemand etwas schaffen wollte, was “extraordinaire” ist. Gefrickel auf hohem Niveau 🙂