Arthur & Claire
(I’ll walk out in Tomorrow)
Zwei, die mit dem Leben abschliessen wollen, ein Mann etwa 60 und eine junge Frau!
Er krebskrank und sie beladen mit der Schuld am Tod ihrer 5-jährigen Tochter.
Sie treffen rein zufällig aufeinander, in einem Amsterdamer Hotel.
Unterschiedlicher können beide nicht sein. Er ein ruhiger Pedant, sie eine schön zu bezeichnende, aber kalt und agressiv wirkende Frau.
Die letzte Nacht verbringen sie gemeinsam gewollt/ungewollt in Bars und auf der Strasse.
Nach sehr kurzer ( unamoröser ) Nacht bricht Arthur in Hetze auf, um sich wie verabredet die Giftspritze geben zu lassen. Sorge macht ihm dabei sein ungewaschener Zustand!
Was sie dagegen macht, weiß man nicht. Es zeigt sich: Ihr Vorhaben Tabletten streicht sie kurzerhand aus dem Repertoire und übergibt dem Meer die Erinnerung an ihre Tochter und ihre Schuld. Sie ist willens, mit dem Bus nachhause zurückzukehren.
Was genau hat den Wandel bewirkt? Vielleicht solche Sätze wie in der Nacht, als sie ihm vorwirft: “Als Mann erschiesst man sich, lässt sich nicht töten.” Das Umherkreisen zwischen beiden war ein sich ständig Spiegeln im anderen. Sie hat die Spiegelung erkannt.
Arthur erkennt ebenso kurz vor knapp, daß er noch weiter leben möchte, vielleicht ein halbes Jahr.
Der Zufall will es, daß sie beide in den gleichen Bus finden – und ein Stück miteinander weiter reisen.







