Author: kopfundgestalt

Kovan

Mistbiene aus dem Sommer, keine echte, sondern eine Schwebfliegenart…

Für eine Woche stehen Christianes Extraetüden an.
5 von 6 vorgegebenen Worten sind in einem Text von max. 500 Worten zu verwenden.
Die Wortspenden sind:

Zetermordio, weichmütig, backen
Lautsprecher, orange (NICHT die Frucht, die Farbe), erschüttern

*


Im türkischen Film Kovan wird die Geschichte der weichmütigen Ayse erzählt. Sie reist aus Deutschland zu ihrer sterbenskranken Mutter in die Ostürkei, in eine wundervolle, traumhafte Bergwelt.


Ihre Mutter hat den Wunsch, daß die Tochter ihre Bienenstöcke übernimmt.
Zaghaft setzt sie sich mit diesem Gedanken auseinander.
Da sie gar nichts über Bienenpflege weiß, lässt sie sich von einem Vertrauten seiner Mutter einweisen.


Manche Maßnahmen scheinen ihr suspekt, etwa nur kaukasische Bienenköniginnen für den Aufbau eines neuen Schwarms zu verwenden. Oder eine orangene Farbe für einen Kasten nicht verwenden zu dürfen.
Sie stösst auch auf manchen Aberglauben, den sie vornehmlich bei Gesprächen belauscht. Aber auch auf einen jungen Naturpfleger, der das Leben hier als viel gewinnbringender ansieht wie das Leben in Istanbul.

Durch bald eigenmächtige Maßnahmen zerstört sie einiges. Das Töten eines Bären verursacht Zetermordio im Dorf, aber da weiß man noch nicht, daß sie es war.
Manche Einsichten dort in dieser Gegend waren, so stellt es sich heraus, eben nicht nur Aberglaube. Sondern waren im Grunde nicht zu hinterfragen, da sie zur Gegend gehörten.
Erschüttert ob ihrer Wirkung will sie nach Deutschland zurück.
Beim Abfahren zum Flughafen wird sie aufgehalten: Ihre fälschlich eingesetzte neue Königin hatte dennoch einen neuen Schwarm erzeugt.
Wie durch Lautsprecher wurde diese unglaubliche Fügung publik.
Jemand, dem sie Schaden zugefügt hatte, verzieh ihr zudem, weil er dadurch auch einiges gelernt hatte.

Im Grunde war das hier ein Ort, an dem sie ihr bisheriges Leben auf ganz neue und wirksame Weise entfalten konnte. Und deshalb blieb sie.

Wie immer zeichnete ich neben dem Film:

Wegegeflecht

Zeichnerisch als auch keramisch interessiert mich Strassengewirr.

Mittlerweile ist solches Bestandteil von Scifi – oder Darkambient-Videos. Daher kenne ich diese Idee aber nicht, sondern von ganz fühen Highwayfotos der USA.

Die folgende Zeichnung ist schon 3, 4 Jahre alt.

Strassen über Strassen

Die folgende Struktur habe ich keramisch irgendwann im letzten Jahr gemacht und erst jetzt kürzlich glasiert und gestern erst aus dem Ofen geholt.

*

Zu all dem ist zu sagen:

Die Neurodermitis in meinen Handflächen scheint sich zurückzuziehen.
Insofern kann ich hoffen, bald wieder mehr Keramik zu machen.


Rebekkas 17. Geburtstag

Ausschnitt aus Keramik

Für eine Woche stehen Christianes Extraetüden an.
5 von 6 vorgegebenen Worten sind in einem Text von max. 500 Worten zu verwenden.
Die Wortspenden sind:

Zetermordio, weichmütig, backen
Lautsprecher, orange (NICHT die Frucht, die Farbe), erschüttern

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Triggerwarnung: Hier geht es um einen Tod eines Jugendlichen.

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Der Film Albträumer handelt von der weichmütigen Rebekka, die mit ihren wohlhabenden Eltern ihren 17. Geburtstag vorbereitet.
In diesen Tagen gedenkt man auch ihres Bruders, der vor 2 Jahren in ihrem Alter tödlich verunglückt ist.
Vincent, der mit dem Bruder zusammen gewesen war, stört die Familienfeier.
Rebekka stellt ihn, spürt daß hinter seiner grell-schrillen Fassade mehr ist.
Sie versucht ihn heimlich zu besuchen, aber aus seinem Fenster klingt es wie Zetermordio, Metal mit den Lautsprechern auf Höchststand.

Bald später treffen sich doch die zwei. In einem dunklen Verlies, wo Vincent und Rebekkas Bruder oft hausten, entdeckte sie auf Fotos, daß ihr Bruder homiphil war. Sie erschüttert das nicht, obwohl sie nichts davon geahnt hatte.
Ihr Vater gibt dann zu, daß er davon gewusst hatte.

Die Zeichnungen ihres Bruders in einem gefundenen Notizbuch waren tiefschwarz, da gab es keine Farben, kein Orange, kein Grün, kein Blau.

Im Verlauf der Geschichte verliebt sich Rebekka in Vincent und kommt so den Hintergründen des Unfalls näher.
Es stellt sich heraus, daß alle ihren Anteil hatten, aber dies vor sich bisher nicht (an)erkennen wollten.
Und das setzt jetzt ein, peu a peu, jeder für sich.

Höchstnote 5, ein eindringlicher Film.
Die Schauspieler waren recht überzeugend:
Vincent wird gespielt von einem jungen Mann, der an Kinski erinnert.
Rebekka, überaus zart und fein, entwickelt sich zu einer sehr unbequemen Tochter.

Wintermücken

Am 31.01.2021 traf ich ja den Wespenbock Monate zu früh in der Wohnung an.

Ein Käfer, der sich als Wespe tarnt.

Nun gibt es ja schon länger und für den Winter als Jahreszeit zurecht die winzigen Wintermücken:

Unentwegt geschäftig
Mit Interesse an Geometrie…
… und keramischen “Knopflöchern”