Für zwei Wochen stehen Christianes neue Etüdenan. Die folgenden 3 Worte sind in einem Text von max. 300 Worten zu verwenden. Die Wortspende ist diesmal von Wortman.
Affe neu blockieren.
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“Habe ich mich jetzt zum Affen gemacht?”, fragte sich H. Manchmal fragt er sich das, wenn er unvermittelt etwas äussert, das nicht zum vorhergehenden zu passen scheint. Er springt eben gerne. Eine Assoziation bedingt die nächste. Jedes neue Stichwort ruft ein weiteres auf. Und dieses erscheint ihm dann unbedingt mitteilenswert. Wenn er angeregt ist, kann er das nur schwer unterdrücken. Er sitzt quasi wie in einem Wettbewerb, der aber keiner ist. Niemand hatte ihn ja ausgerufen.
Muss er sich hier blockieren lernen?
Ja, vielleicht. Sicher doch! Zur Zeit sitzt er ja wenig bis gar nicht mit Leuten zusammen, sodaß selbiges kaum mehr vorkommt. Ausgedünnt. Ausgetrocknet. Auf natürliche Weise verebbt. Aber im Koffer führt er das sicher noch mit.
Für eine Woche stehen Christianes Extraetüden an. 5 von 6 vorgegebenen Worten sind in einem Text von max. 500 Worten zu verwenden. Die Wortspenden sind:
Zetermordio, weichmütig, backen Lautsprecher, orange (NICHT die Frucht, die Farbe), erschüttern
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Die Zeit, in der man lebt, kann man sich nicht backen. Es gab mal eine Zeit, so versicherte mir ein älterer Einheimischer, da verliesen Einwohner einer nahen Siedlung nie ihr Dorf. Ob sie überhaupt von Würzburg wussten, das nur 40 km entfernt war?!
Es gab keine Veranlassung dazu, das Dorf zu verlassen. Zetermordio schrie da nemand über das Gleichgestrickte eines jeden Tags. Vermutlich kannten sie Monotonie überhaupt nicht. Zumindest nicht so wie wir.
Als kleiner Junge besuchte ich mal den Cousin meines Vaters in den Sommerferien auf seinem Hof nahe Würzburg. Da wurde tagsüber gearbeitet, von sehr früh an. Zwar gab es einen TV, der war aber kaum an. Ich schnitze damals viel an den Abfällen seiner Holzmühle herum. Das war spannend. Wie weich das Holz war! Es gab auch kleine Bächlein in der Nähe.
Erschüttert erfuhr ich vor vielen Jahren, daß es diesen Hof gar nicht mehr gibt. Der weichmütige Sohn starb sehr früh. Und das Gut, das danach zu einem Schullandheim wurde, brannte völlig ab. Nichts ist also mehr vorhanden.
Das war auch die Zeit, in der ich mit meinem Vater erstmals in Würzburg war, zu welchem Zweck, das weiß ich nicht mehr. Ich sah ein orangenes Auto, daß er als gelb korrigierte. Oder umgedreht. Da lernte ich, daß ich einen deftigen Mangel besaß. Ich wusste ja damals nichts von Rotgrünschwäche.
Mein altes Dorf war zweigeteilt: Der Teil vor der Kirche und danach. Von dem unteren Teil hatte ich kaum eine Ahnung. Nur in meinen Träumen war dieser Teil lebendig, aber oft dunkel und angstmachend. Einen solchen Traum beschrieb ich mal in einem Aufsatz. Die kafkaeske Schilderung gefiel dem Lehrer vorzüglich. All diese Aufsätze sind verloren. Ich hätte sie mir vermutlich besorgen sollen.