Author: kopfundgestalt

Kleiner Spaziergang

Am 5.12. war ich wieder mal kurz am Efeu des Nachbarn.
Es war unwirtlich kalt, vielleicht 2 Grad. Aber die Sonne war etwas mit im Boot:

Man ist ja ganz bescheiden geworden…

Die Tierwelt war marginal , aber dennoch sichtbar vertreten:

Diese winzigen Wintermücken, kaum sichtbar, erinnern mich doch sehr an Wiesenschnaken.

Hier eines meiner Lieblingsfotos von ihnen, 2019 aufgenommen:

L1
Sie sind vielfach grösser wie die Wintermücken, aber durchaus ähnlich gebaut.

Ich war zufrieden heute…20 Minuten reichten aus, um doch einige gute Fotos einzuheimsen.

Mich erdet dieses Leben auf den Blättern. Es findet praktisch immer statt . Ein bisschen Sonne genügt.

Insofern passt diese Erfahrung sehr gut zu Petra Pawlofskys Projekt ” Zündstoff Hoffnung”: Leben entfaltet sich immer, wie von selbst.

Der Bewegungsneurotiker

Diese hier haben unter Garantie wenig Bewegung

*

Auf einem kleinen Spaziergang traf ich meinen alten Nachbarn.
“Immer unterwegs?!”, meinte ich.
“Ja, ich bin gerne draussen. Meine Frau nennt mich einen Bewegungsneurotiker. Sie geht kaum nach draussen!”.

Ich selbst bin nur mässig unterwegs diese Tage. Gerade mal zum Efeu des Nachbarn – und dann wieder zurück.
Aber es gab Zeiten, da war ich mindestens 5 x die Woche spätnachmittags unterwegs, direkt nach der Arbeit. Meine Nachbarn sahen mich praktisch täglich hoch zum Wald gehen, es war immer die gleiche Strecke.

Das Gehen beruhigte mich, erdete mich auch ein wenig. Das war nötig, denn ich war oft nervös.
Ein, zwei Jahre vor diesem “neurotischen Spaziergehen” war ich ja eifriger Läufer gewesen, das tat mir ungemein gut damals. Federleicht und mit wenig Mühsal glitt ich die Anhöhen hoch.
Bis ich dann plötzlich Probleme bekam. Ich hatte keine Schmerzen, sondern nur ein merkwürdiges Gefühl ums linke Knie herum. Was es war, wusste ich nicht, aber ich gab das Laufen auf.
Ab und an lief ich noch, so einmal pro Monat, hatte dann aber immer leichtes Entzündungsgeschehen im Hüftgelenk.

Schweren Herzens gab ich das Laufen ganz auf, das war sehr sehr bitter, denn es war ein mächtiger Stein, auf den ich bauen konnte – ich war damals oft richtig glücklich gewesen.
Recht bald ging ich aber aufs Spazierengehen über, das war immer ohne Probleme und entschädigte mich etwas für den Verzicht. Bewegung an sich ist ja etwas Schönes.
Der notorische Spaziergänger, der ich war, ist nun ein Gelegenheitsspaziergänger geworden.

Eristalinus taeniops

Im Moment streife ich durch Bilder, die ich im Januar 2020 in Fuerteventura machte.

Diese wunderbare Fliege war an Kaktusblüten zu finden.
Ich erinnere mich, daß ich sie sogar Passanten zeigte. Denn ohne weiteres sieht man ihre Schönheit nicht.

Diese Fotos hatte ich mit einer kleinen Panasonic-Kamera gemacht, nicht mit meiner Spiegelreflexkamera.

Seltsamerweise finde ich diese Panasonic nicht mehr, sie hat nach der Fotografie von blauen Keramikköpfen offenbar blau gemacht und ist unauffindbar, schon lange Zeit.
Das muss ich so hinnehmen.

Bei 2 Grad am Efeu

Es war 2 Grad kalt, gestern, und ein wenig Sonne schien, also schaute ich beim Efeu nach, ob sich was regen würde

Ein paar Wintermücken waren trotz der Kälte aktiv, auch eine Spinne, die sich Beute erhoffte.
Der Spaß mit der Sonneneinstrahlung hielt aber nur eine gute halbe Stunde.

Mein letztes Foto von dieser Stipvisite gegen den hellen Himmel.