Author: kopfundgestalt

Vernarbte Erde

Diese große Keramikkugel, die von schräg oben beschienen wird,
erinnert mich immer an die menschlichen Aktivitäten auf unserem Heimatplaneten.

Zwar ist durch ein Max-Planck-Institut in Jena bekannt, daß die Menschheit schon seit Vorzeiten in grösserem Ausmaß Einfluss auf die Gestalt und das Leben auf diesem Planeten ausgeübt hat, doch gibt es hier nachwievor kein Halten.

Die Furchen auf dem grossen Keramikkörper sind durch trockene Pflanzen entstanden, auf die man in Gipshalbkugeln Tonplatten aufdrückt. Aus zwei Halbkugeln wird dann eine Kugel – nicht ohne ein feines Loch, durch das die heisse Luft beim Brennen entweichen kann.

Makabre Grössenverhältnisse

Ein Blick in mein Archiv:

Ein winziger Falter auf dem Rainfarn. Sehesteds Helmkraut-Spreizflügelfalter
Seine wahre Grösse kann man hier ermessen. Der Gigant Honigbiene im Vorfeld.
Aber die Gallwespe (?!)) oben ist gleich nochmal eine Kategorie kleiner als das Falterchen.

Mir gefällt dieses Triptychon, seit ich es irgendwann im Juli 2020 schoß.

Wer ist denn nun der Zwerg in dieser Zusammenstellung? Wie fühlt sich bei allem die kleine Wespe? Offenbar völlig unbeindruckt zieht sie quer über den großen Rainfarn-Teller. Wohl wissend, daß Falter und Honigbiene nichts von ihr wollen.

Ein Beitrag zu Christianes Etüdenaufruf .

Zwerg sein

Wieder steht für zwei Wochen Christianes Etüdenaufruf an.

In max 300 Wörtern kann man da eine kleine Geschichte, ein Essay, ein Gedicht, ein Was-auch-immer schreiben, die drei vorgegebene Worte enthalten sollen.
Kain Schreiber gab diese 3 Worte vor:

Zwerg
quer
fühlen.

Sich wie ein Zwerg fühlen?

Wann hat Schorsch das das erste Mal erlebt?

Als er aus der Dusche heraus bloß vor die Erzieherin treten musste und sich Belehrungen anhören musste?!
Ach, was muss das der Frau gut getan haben, den kleinen Jungen zu demütigen, wie er da mit seinem steifen Henkelmann stand, in der Kälte.

Danach schmeckte ihr sicherlich der Weck mit der dicken Schicht Quark zum Frühstück um so besser.
Da konnte am Tag kaum mehr etwas quer kommen.



So viele Hände, so viele …

Ich nehme ganz neu an Myriades Impulswerkstatt teil. Und zwar an der 13. Ausgabe.
Eines der vier Themen diesmal sind Hände.

*

In der Keramik gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit Händen zu spielen.

Man kann sie weglassen oder nur sacht betonen, im Körper aufgehen oder auch frei agieren lassen.

Davon mag ich ein wenig berichten…am besten in zwei Ausgaben.

Der Gorilla hier kann zugreifen. Er bewacht den Eingang.

Diese zwei haben ihre Hände unter einem gemeinsamen Cape.
Talkum gibt ihnen eine besondere Note
Dieses Mondmännchen hat Ärmchen und Beinchen auf zufällige Weise ausgebildet.
Es kommt aber gut klar.
Eine Raku-Frau, ganz in sich…
Dieser hier rebelliert, aber wie mir scheint, spielerisch
Eine Frau aus einem Guß
Die Hände geduldig im Schoß
Die geschlossene Form…die Hände suchen diese Form auf.