Author: kopfundgestalt

Der verlorene Ring

Für eine Woche Christianes besonderer Extraetüdenaufruf an.

In max 500 Wörtern soll man eine kleine Geschichte erzählen, die fünf aus sechs vorgegebene Worte enthält. Die sechs Worte sind:

Hoffnungsschimmer, unverzeihlich, nähen,Wackelpudding, unverdrossen, knistern.

Fünfundzwanzig war Renate geworden und feierte diesen besonderen Geburtstag mit ihrer Oma und ihrer Mutter. Oma wohnte ja im gleichen Ort, nahebei.

Renate wollte einen ganz besonderen Ring an ihrem Geburtstag tragen. Unverzeihlich allerdings, diesen Ring vom letzten Kappadokien-Urlaub verlegt zu haben.
Einen solchen findest Du nicht so leicht, dachte sie. Es tat damals so schön knistern, als sie den Ring von dem jungen Mann kaufte. Der war so galant, so aufmerksam, das hat ihr sehr gut getan.

„Ich werde Dir ein Täschen nähen, da tust Du all deine Ringe rein”, sagte Omi.

Jäh fuhr Renate herum: „Aber Omi, da durchmischt sich doch alles. Ich möchte meine Erinnerungen an diese Ringe nicht durcheinanderbringen“.
Unverdrossen blieb Oma bei ihrem Vorschlag: “ Ich habe hier noch ein Etui, da tust Du dein aktuell wertvollstes Stück rein. Du kannst ja immer abwechseln zwischen dem Etui und dem Beutelchen“.

Einen Hoffnungsschimmer hatte Renate aber noch, den Ring zu finden. Sie wollte nur während der Suche stark an den jungen Mann denken. Wenn sie ihn fand, dann käme der Ring, wie Omi es sagte, ins besagte Etui.

Handverlesen

Ich nehme ganz neu an Myriades Impulswerkstatt teil. Und zwar an der 13. Ausgabe.
Eines der vier Themen diesmal sind Hände.

Zunächst widme ich mich wieder den Insekten, bevor Keramik und Co auf dem Bildschirm landen. Eine Reihung muss sein… Immer zuerst die Kleinen.

Steinlaus beim Lesen eines meiner Taschenbücher
Ein querbindiger Fallkäfer , doppelt so groß wie die Steinlaus
auf meinem Baumwoll-Handschuh,
den ich zudem an hatte!
Also ein wenig Zirkusakt. Aber das können wir ja.

Ich hoffe mein Einstieg ist gelungen… Hände in keramischen Erzeuignissen folgen 🙂

Schichten

Das Foto zeigt Räume, die schichtweise aufeinanderfolgen.
Zonen, die im dichten Rhythmus, wie Atemzug auf Atemzug, folgen.
Diese Schichten sind nicht säuberlich voneinander getrennt, aber haben doch eigenen Charakter.

Schicht auf Schicht schiebt sich hin zu Fenster, zum Hof, zur Hecke, zur Strasse davor, zu dem danach folgenden Trottoir, Häusern, Gärten, weiteren Häusern und Gärten, Bushaltestellen auf Strassen, Industrie, Geschäften und Einrichtungen.

So rollen sich die Schichten weiter.