Author: kopfundgestalt

Vergehen

Am 03.04. baute sich tagsüber so langsam Eis und Schnee ab:

Ein gefrorener Tropfen…
Ein Weichkäfer schon wieder unterwegs, die Sonne trieb ihn wohl raus
Auch eine Humel lies sich nicht zweimal bitten
Eine Wildbiene ebenso nicht..
Eis noch vorhanden…
… fliesst aber nach und nach in Rinnen ab.

Die nächste Nacht wurde es nochmal kalt, aber damit dürften die Minustemperaturen vorbei sein.

Leben im Kehricht

Der Wollkrautblütenkäfer (Anthrenus verbasci), auch Museumskäfer genannt,

fand sich plötzlich auf meiner Kehrichtschaufel. Ich trug die Schaufel nach draussen, um bessere fotografische Ergebnisse zu bekommen.

Der winzige Käfer fühlte sich wohl in diesem Reich…
Legte sich auf den Rücken und spielte mit den Schnüren
Dann wieder zurück in Normallage
Auf der Suche…
Etwas in Sicht?
An diesem pflanzlichen Rest machte er sich zu schaffen…

Für mich war diese Begegnung am Morgen so eine Art Startschuß, in die Natur zu gehen – denn heute schien die Sonne wieder.

Luft nach oben

Einer meiner Spielereien mit Papier

*

Wenn man den Werdegang des Homo sapiens betrachtet, stellt sich die Frage, wieso er so krachend daran scheitert, ein Paradies auf Erden zu errichten.

Viele Antworten gibt es darauf.

Auseinandersetzungen gab es schon sehr früh in der Evolution, gleich schon im allersten Stadium auf zellulärer Ebene, immer musste sich etwas behaupten und entsprechend reagieren.
Emanzipiert hat sich der Mensch von solchem Verhalten nicht, obwohl er als Endpunkt der Lebensentwicklung Milliarden Jahre Zeit dafür hatte.

Dieser Tage wurde in einer ländlichen Gemeinde meiner Heimat eines Greuels an Kriegsgefangenen 1945 gedacht.
Ich wusste davon bis dato nichts, doch immer mehr zeigt sich, daß die Greuel offenbar alltäglich waren.

Die wenigen, die an solche Dinge erinnern wollen, verfolgen das meist gegen grösseren Widerstand. Ohne diese Leute wüssten wir nur wenig.