Author: kopfundgestalt

Heiway

Christianes Etüdenaufruf verlockt eins ums andere Mal.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Rolle
halbherzig
belohnen.

enthalten.

Die letzte Wortspende für die Textwochen 46/47 des Jahres 2022 stammt von Ulrike mit ihrem Blog Blaupause7.

Hans, jetzt kommt der schon wieder mit seinem Schlitten an! Vorhin ist er schon zum zweiten Mal durch unsere Gasse gefahren.

Ernst, den kenne ich, der scheint echt von der Rolle zu sein. Fährt mit 15 km/h die ganze Ortschaft rauf und runter. Den müsste man mal belohnen für seine Emsigkeit.

Aber was will denn der damit, Hans? Hat denn jemand versucht, ihn zu fragen?

Höchstens halbherzig, Ernst. Der ist so merkwürdig, da geht keiner hin.

Ist der gefährlich?

Nein, ganz und gar nicht. Einfach ein altes kleines Männchen.

Hans, ich erinnere mich gerade an einen Film über LA . Da gibt es die sogenannten Highway-Surfer, die sich abends in ihr Auto setzen und stundenlang rumfahren, fast als wäre das ganze Treiben auf den Highways eine Art Community. Das sind einsame Leute, meist Männer!

Ernst, ich glaube, Du hast recht. Wir kümmern uns um den Alten hier. Zuerst fragen wir, ob wir ein Stück mitfahren können. Mal schauen, was er erzählt und um was es ihm geht. Ich denke, das ist das Richtige.

Gleich morgen, wenn er wieder vorbeifährt, packen wir es an. Gute Idee! Könnte von mir sein!



Was ist wesentlich?

Vor wenigen Tagen jährte sich meine Registration bei WP vom Jahre 2016.

Sechs Jahre blogge ich also schon, darauf muß mich erst das System hinweisen! 😉

Vor dem eigenen Bloggen hatte ich jahrelang bei 2, 3 Blogs regelmässig kommentiert. Ein treuer Gefolgsmann war ich!

Diese Blogs veröffentlichten fast täglich Artikel zur Lebensführung und gesellschaftlichen Themen. Man stritt sich, aber immer in gemässigter Form.
Meine Überschrift hier (Was ist wesentlich) mag anzeigen, was mich einst zu diesen Blogs geführt hatte.

2016 also begann ich selbst etwas zu veröffentlichen, angestossen dabei durch meine bessere Hälfte.
Ich wollte das zwar schon machen, warnte sie aber zugleich vor dem Aufwand des Blogführens. 🙂

Nun bin ich also im 7. Jahr – und hoffe, daß sich mein Blog weiterhin wandelt. Was ich wohl nicht aufgeben werde, ist mein Faible für die Allerkleinsten, siehe oben 😉

Mut tut gut

Die letzten Tage habe ich 15 Stücke von mir glasiert.
Da war einiges zusammengekommen. Vor allem durch so etwas wie Schaffenswut zwischendurch.

Wut wieso? Weil ich manchmal den Mut verliere. Und dann kommt ein Tag daher, an dem ich sehr viel mache.

Der Tisch ist voll.

Hier drei Doppelwandgefässe unterschiedlicher Größe – und auch unterschiedlichen Blaus! Daß die Blaus unterschiedlich werden, merkt man hier noch nicht.

Besonders auf das spezielle Blau des kleinsten Gefässes bin ich gespannt.
Die Glasur wurde geschüttet, nicht gepinselt – das ergibt eine klarere Glasurfläche am Ende.

*

Daß ich hier zuletzt wenig Insektenbeiträge brachte, ist nicht einem Mangel an Insekten jetzt im November geschuldet. Denn noch immer treffe ich sie an, sogar bei 7 Grad und ohne Sonne!

Aber ich hatte noch keine Zeit, eine Zusammenschau davon vorzubereiten.

Bunt muß es sein

Christianes Etüdenaufruf verlockt eins ums andere Mal.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Rolle
halbherzig
belohnen.

enthalten.

Die letzte Wortspende für die Textwochen 46/47 des Jahres 2022 stammt von Ulrike mit ihrem Blog Blaupause7.

Die junge Frau diskutiert ihre letzte Rolle. Welche Recherchen sie in Milieus angestellt hatte, um ihr gerecht zu werden. Sie belohnte sich für ihre Mühen mit einer ganz klaren Vorstellung, wie die Figur im Einzelnen fühlt und wie sie reagiert.

Der nächste Gast in der Talkrunde erzählt, wie halbherzig sein politisches Engagement einst war und welches Erlebnis dies schlagartig verändert hatte. Und welche wichtigen Aufgaben er jetzt aktuell sieht.

Ein weiterer Gast erzählt von einer superwitzigen Party in illustrem Kreis. Wie spaßig das alles war. Einfach toll!
Man kann gar nicht genug davon hören.

Und wieder ein anderer erzählt von … lebenslanger Depression und Panikattacken und dem einen Moment, das hinter sich lassen zu wollen.
So nett wie er da sitzt, kann das keine/keiner nachvollziehen. Es klingt wie eine Geschichte bloß, zu der man nicken kann, aber die “man” sich kaum vorstellen kann – und offenbar auch nicht wirklich will !!

Luftballone, Panik, Jubel, Trubel, Ernst, Tragik, gehobener Zeigefinger, Scherz und Verzweiflung – alles durcheinander, nach- und miteinander, in kurzweiliger Fernsehzeit.
Die Mischung machts.

Die hier erzählten Figuren sind im Grunde fiktiv, aber passen in jede solche Talkrunde.