Worthülsen, Textbausteine, Wortungetüme, Endlos wiederholtes, Nichtssagendes…
Wer kennt das nicht? Gerade in unserer heutigen Zeit?!
Statt die Ausdrücke und Redewendungen hier einzeln niederzuschreiben, so wie sie mir begegnet sind, habe ich sie jeweils gezeichnet,
auf einem DINA4-Blatt.
Oft genau dann, wenn sie kurz zuvor meine Gehörgänge passiert hatten.
Manchmal sind auch “ordentliche” Worte dabei gewesen, aber Worte, die Unsägliches portraitieren.
Auch das gibt es.
Hier ein paar Beispiele:




Es ist wohl so, dass es das Wort “himmeltraurig” nur im Schweizerischen gibt.
Es meint so etwas wie “ganz schlecht, lausig oder unzumutbar”. So sagt man z. B. “Es herrschen dort himmeltraurige Zustände.”
Ah, gut zu wissen! 😀
Wörter auf diese Art aufzubewahren, finde ich spannend.
Mir fällt gerade ein: HIMMELFRÖHLICH als Pendant zu HIMMELTRAURIG.
Lieben Gruss,
Brigitte
Ich kenne beides nicht, Brigitte.
Was da der Himmel drin zu tun hat?!
Liebe Grüße Gerhard
Mit gutem Grund ist Juno rund. Kannst dir aussuchen ob die Zigarrette oder Orpheus Frau gemeint ist.
Klingt beides gut! 😀
Verheutigung finde ich krass, hab ich auch noch nicht gehört.
Ja, finde ich auch, Hedwig! 🙂
War mir auch ganz neu. Aber auf seine Art ein witziges Wort.
Allerdings, Christian, staubtrocken und uraltmodisch. 😀
Übrigens ist mir ja nachträglich erst aufgefallen, wie toll auch die Überschrift dieses Artikels ist, kleine grammatische Zeitreise 🙂
Ja, das macht Spaß, so mit Sprache umzugehen 🙂
Ich habe heute mal im Netzt nachgelesen, das soll ein altes Wort für Modernisierung sein…
So wird es sein.
Manche Institutionen versuchen, mit der Zeit zu gehen, ohne das alte aufgeben zu wollen.
Das zentrale Wort zu diesem Thema ist “englisch” bzw “amerikanisch”. Was magst du nicht an “abwägen” ?
Abwägen kann man bis zum Sanktnimmerleinstag.
Und was der Inhalt des Abwägens ist, weiss man von aussen nicht. Ob wirklich gewogen wird oder überhaupt nicht, das weiß man auch nicht. 😉
Ich dachte du magst das Wort an sich nicht. Aber es geht offenbar um anderes 🤔😎
Ja, es geht bei den 3 Worten um Gebrauch in Politik und Kirche.
In letzter Zeit fällt mir auch ein Wandel in der Sprache auf, für den ich wiederum noch kein passendes Wort habe… “Verfall” wäre vielleicht annähernd passend, trifft es aber nicht genug…
Abnutzung?! Zerschleissung?! Vermüdung?!
Wohl von allem und vielem etwas…
Da benötige ich erstmal `n Kaffee – und bringe dir noch `n i-Pünktchen mit, frisch gezapft aus dem Worthülsenzappeldarstellungsapparat…
I-Pünktchen setze ich fast nie, aus grafischen Gründen 🙂 Dass zappelt dann immer so weit oben, ohne Zusammenhang. 😉
Gut. Nun weiß ich über Deine I-Pünktschensetzung Bescheid. Es ist verständlich so!