Eine Rhododendronzikade konnte ich auf einem Blatt fotografieren.
8 – 9 mm lang ist dieses feine GeschöpfDoch was ist da noch auf dem Blatt? Völlig unscheinbar.Ein Versuch zu vergrössern.Dieses schlanke Tierchen ist sicher weniger als 1 mm breit Ich tippe auf eine Ocydromia glabricula, eine Buckeltanzfliege.
Ich hätte sie nicht erkannt, wäre sie nicht neben der Zikade sachte gelandet.
Winzig und schön. Schönheit setzt sich fort, egal wie klein auch immer etwas wird. Grenzen sind da nur physikalischer Art.
Einen neuen Text bringe ich in Christianes nun zweiten Etüdenaufruf ein. Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Prophezeiung anständig verkrümeln.
enthalten.
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Manchmal, in letzter Zeit, besonders wenn ich mit dem Auto untwerwegs bin, tauche ich überraschend für einen Moment in frühere Befindlichkeiten ein. Wie im Flash.
Es ist mir dann, als wäre ich aus der Jetzt-Zeit gefallen und befände mich recht frisch und unmittelbar in einer ehemaligen Lebenssituation. Eine Situation, die nicht scharf umrissen ist. Ich sehe mich da meist mit wacher Aufmerksamkeit und verjüngt irgendwo stehen, mit den Gedanken und Empfindungen, die mich damals so begleitet haben dürften.
Diese Eindrücke oder Bilder flackern anständig stark für Sekunden, aber wie Dunst kann ich sie nicht “bergen”, ihnen weiter folgen.
Welche Prophezeiung hatte die damalige Zeit für mich? Die des Wachstums vielleicht, die des Ausprobierens, die des Schnupperns? Oder war es damals in Wirklichkeit ganz anders, war ich de facto eher in Niederungen unterwegs?!
Das sagen mir meine Spontanbilder nicht, sie malen mir ein rosa Bild.
In der heutigen Zeit, um einiges mehr älter, möchte ich mich zuweilen in eine Höhle verkrümeln, in der Hoffnung, wieder verstärkt Anschluss an diese Träume, an diese feinen Empfindungen zu kommen. Manche machen wohl genau das, gehen auf lange Wanderungen oder einen Retreat. Um wieder Wurzeln im Alten zu schlagen und echte Luft zu atmen.