Formaler Blattwechsel

Eine winzige Weichwanze sah sich durch meine Aktivitäten gestört und zog es vor, zu fliehen. Von diesem Blatt hinein zum Blattansatz und dann über einen anderen Stengel wieder hinaus zu einem vom vorherigen benachbarten Blatt.

Am Schluss der umfangreichen Aktion aber musste sie wieder fliehen…

Einfach überrannt durch eine Vespa vulgaris. Diese interessierte sich keineswegs für sie. Aber ein Schreck für das Wänzchen war es allemal – und erneut weg war sie.

Ausser sich

Rudy ausser sich

Einen vierten Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Biedermeier
niederträchtig
flöten.

enthalten.
Wortspender ist in diesen 2 Wochen Heide.

*

„Der Kasch drüben ist ganz niederträchtig, der verkauft kleine Teddybären für zu wenig. Das ist absolutes Dumping. Dass man den nicht aus dem Markt wirft?!“

„Was regst Du dich so auf, Rudy. Deine Teddybären erinnern mich an Biedermeier und sind doch viel schöner! Das kann doch jedermann erkennen“.

„Klar, Heinz, das schon. Aber zuerst laufen die Kunden dort vorbei, kommen direkt aus der Hohen Gasse vom Bahnhof her. Das ist ein idealer Platz. Dann sehen sie anschliessend meine Bären, etwas teurer, und machen kehrt, hin wieder zum Kasch!! Damit sind sie mir flöten gegangen.

„Aber hey, Deine Teddys sind doch viel toller. Mensch! Das sagte ich Dir doch gerade!“

„Das ist egal, Heinz, das zählt wenig. Ich kaufe meine ja für siebzehn ein, was soll ich machen?!“.

Heinz merkte, mit Rudy konnte er nicht weiter reden, das machte keinen Sinn.


Am nächsten Tag kam er dennoch nochmal auf den Graf-Eberhard-Platz.

Was sein Erstaunen, als Rudy kaum mehr was auf seinem Tisch hatte. Alles fast verkauft.
Dann sah er ein Schild auf dem Tisch: „Teddys, 3 für 50 Euro!“.

„Hey, Rudy, ich bin baff. Das macht doch keinen Sinn!“ entrüstete ich mich.

„Wieso, Heinz… die Masse machts!! Hah! Siehst ja, fast alles verkauft! “



Einige neue Objekte aus Ton

Hier fertigte ich kürzlich ein Element für den Garten.

Es wird auf einen Eisenstab aufgefädelt werden. Zusammen mit zwei weiteren.
Zunächst muss es trocknen (über mehrere Tage), dann geschrüt werden und dann auch noch glasiert.
Selbiges wird mit diesem Brückenelement passieren.

Die folgenden 2 Stücke sind schon geschrüt. Man merkt das auch beim Ton, den der Ton macht, wenn man auf das Gut mit dem Finger schnippt.

Diese zwei Objekte gingen aus einem Desaster hervor, das ich vor einigen Wochen erlebt hatte:

Das Arbeiten mit Ton ist ein – für mich – sehr langsamer Prozess.
Das bedeutet nicht etwa, daß man sehr sorgfältig vorgeht, sondern nur, daß alle Phasen lange brauchen.
Gut Ding will Weile haben.

Hinzu kommt noch, daß manche Glasur nach dem Brennen nicht gefällt und man das Objekt neu glasieren möchte. Was in 2 Fällen auch meine nächste Aufgabe ist.