Repariertes Vasenobjekt

Bei einem heftigen Sturm vor einem Monat fiel mir ein grösseres Objekt um:

Vier Stützen waren stark beschädigt. Anderes in vglweise kleinem Rahmen.

Mit schrittweise verwendetem Spezialkleber klebte ich das Gros der Scherben wieder an das Objekt an.

Ich trug dann zum Schluss zu noch Kaltglasur “Silber” auf die Flächen mit den Rissen auf.

Das Objekt hatte ich seinerzeit über einige Tage hinweg aufgebaut. Es war sicher eines der aufwändigsten meiner Beschäftigung mit Ton.
Deshalb wollte ich es irgendwie erhalten.

Es hätte auch eine weitere Möglichkeit gegeben: Mit viel Paperclay den Schaden auszugleichen und es dann erneut zu glasieren. Und es dann erneut zu brennen.
Das wäre noch aufwändiger gewesen und hätte auch nur Sinn, wenn ich das Paperclay sehr umfassend verwendet hätte. Also im Grunde eine zweite Haut angelegt hätte.

Mit dem Ergebnis jetzt bin ich zufrieden.

Das Objekt wanderte danach gleich in die Garage, denn die Winterszeit naht.

Im Januar 2021

Jetzt, wo das Insektenvorkommen doch schon merklich reduziert ist, möchte ich einen monatsweisen Rückblick aus diesem Jahr versuchen.

Am 31.01.2021 beehrte uns dieser Eichenwidderbock ,auch Wespenbock genannt, in unserer Wohnung:

Ein schöner Käfer
Mit dem Fliegen muß er sich noch etwas gedulden
Auf anderem Grund

*

Dieser Wespenbock kündete ein neues Insekten-Jahr an,
eines das mir dann diesbezüglich viel Freuden bot,
auf allgemeinerer Ebene sich aber schlecht entwickelte.

Das Aquarium

Einen Text in Christianes neuen Etüdenaufruf bringe ich hier ein.
Mein max. 300 Worte umfassender Text soll die Worte
Museum
biografisch
erinnern.

enthalten.
Wortspender ist in diesen 2 Wochen ist Erinnerungswerkstatt

*


Als sich Paule erhob, es war spät geworden, fiel sein Blick auf das Aquarium im Lokal.
“Nano-Fische sind das!” sagte sein Freund, als er ihm in den Mantel half.

“Ah, sehr schön!”

Das Aquarium war nicht sehr groß, die bunten Zierfische hatten wenig Auslauf, bewegten sich stetig hin und her. Es dünkte es ihm, als sehe er in ein Museum. Kaum je war das Bild gleich, es änderte sich ständig. Nie war ein Moment wie der andere. Nie!

Sein Freund brachte ihn nachhause.
Mühsam stieg er die Treppen hoch und setzte sich in seiner Wohnung erst mal aufs Bett.
Müde und alt saß er da, in seinem Mantel … und den Hut noch auf.
In einem Buch, so erinnerte er sich, hatte er gelesen, daß jeder Mensch großen inneren Reichtum von Hause aus besässe, alles Glück und alle Schönheit lägen in ihm bereit. Er müsse nur diese seine Schätze heben.
Hatte er sich in seinem Leben daran gehalten? Wenn er über seine biographischen Eckpunkte nachdachte, musste er das verneinen.

Und nun?

Ihm kam der Gedanke, sein Leben Revue passieren zu lassen und genau zu schauen, was er so alles erlebt hatte. Unter dem Laub musste all das Bunte liegen, an dem er sich jetzt erfreuen konnte.
Gleich am frühen Morgen wollte er sich dransetzen und die Schätze heben.
Das gab ihm Schwung und Zuversicht -den Fischen sei Dank.

*