Ich spiele immer noch online Blitzpartien im Schach. Jeden Tag.
Mit meinen jetzt 68 Jahren merke ich, daß ich zu langsam werde und auch manches am Brett nicht sofort bemerke.
Es ist ein “Young man’s game”.
Gerade dieses Element der schwachen Konzentration, der schwächelnden Stamina, der fehlenden Erinnerung zeigt mir, daß das tatsächlich ein Spiel der Jugend ist.
Das folgende “Ding” fotografierte ich wohl heute zum ersten Mal.
Aber ganz gewiss bin ich mir dabei (1. Mal) nicht, man täuscht sich da oft recht leicht. ( Immerhin fotografiere ich jetzt wohl 5- 6 Jahre diese kleinen Biester )
Hier kann man die Größe des Winzlings auf der Goldrute ermessen.Gekrümmt, wieso eigentlich?! Diese Raupenfliege hat es drauf!Bei diesem Gestell muß man sich schon bücken!Genug gibt es ja hier zu schlürfen!Immer hinein ins gelbe Nass.Die Zangen am Schluß des winzigen Körpers dienen der Kopulation.
Diese Tierchen wird auch als “Wanzenfliege” benannt.
Nun, es legt sein Ei neben Wanzenfrischlingen, die diese dann anknabbern, ja auffressen.
Ist die Natur moralisch? Sicher nicht, das ist eine menschliche Kategorie.
Auf der Goldrute ist einiges an Besuchern zu finden. Als Beispiel führe ich Phasia barbifrons, eine winzige Raupenfliege, an :
Sie steht für alle kleinen und kleinsten Flieglein, die sich auf der Goldrute rumtreiben. Ihr Kleinsein hat wohl auch den Vorteil, für Hornissen uninteressant zu sein. Denn Hornissen suchen die Goldrute ja fast beständig ab.
Die letzten Tage konzentrierte ich mich auf diese Pflanze, der Goldrute. Da sie in einem nahen Gemüsegarten üppig wächst, fahre ich immer die 2, 3 km mit dem Fahrrad dorthin.
Und das Fahrrad tut es immer noch, obwohl sicher schon 40 Jahre alt.