Zusammensetzung von sechs Rechteckfragmenten aus Ton

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Diese Skulptur aus meinem noch jungen keramischen Schaffen hatte ich ganz vergessen. Ich weiß nur noch, daß ich eine ganz bestimmte Idee/Vorstellung hatte, aber sich diese während der Ausführung transformierte – zu diesem Objekt hin.
Manchmal ist eine Idee nur ein Anstoß, etwas zu schaffen und dann ergibt sich, aus einer Melange von technischen Schwierigkeiten, neuen Vorstellungen, vorgefundenem Material oder des Eigenlebens von Ton (auch der hat “mind”!) etwas Anderes.
Ich habe das jeweilige Resultat fast immer begrüsst, auch wenn es mal “niederklassiger” ausgefallen sein sollte als angedacht.
Doch was heißt schon “niederklassig”? Oft entdecke ich in manchem Stück, das ich so einschätzte, später doch etwas Besonderes.
Eine kleine Anekdote: Ein guter Keramiker warf kleine Skulpturen seiner Anfangsjahre samt und sonders weg. Viele Jahre später kam er zu seinem früheren Anwesen zurück.
Der neue Besitzer hatte auf der Grundstücksmauer einige Skulpturen stehen.
“Merkwürdig, die kenne ich doch. Das sind ja meine, die ich verbuddelt hatte!”.
Und er stellte fest, daß die eine oder andere aus seiner Sicht jetzt sogar gut war!