Category: Persönliches

Das Gewicht halten

Anfang Dezember 2015 wurde ich mit einer Zucker-Diagnose überrascht.
Alsgleich begann ich mit einem Bewegungsprogramm, das täglich mindestens abends 20 Minuten strammen Spaziergangs beinhaltete.
So schaffte ich in etwa 10 Monaten 28 kg Gewichtsabnahme. Sogar im Peak mal 30 kg.

Wann immer ich in den letzten Monaten bemerkte, daß das Gewicht – vermutlich – um 1 oder 2 kg nach oben ging, das war so dreimal der Fall, reagierte ich sofort mit vermehrter Bewegung – und der Erfolg gab mir immer recht. Innerhalb weniger Tage zeigt die Waage dann wieder den ursprünglichen Wert. Also reichen bei mir max. 5 Tage konsequenter Bewegung aus.

Es ist einfach so:
Zwar war mein Abenhmen niemals entbehrungsreich gewesen, doch möchte ich einmal errungene Vorteile nicht einfach so preisgeben. Mein Tun in den besagten 10 Monaten wäre auch sonst einfach sinnlos gewesen. Und Sinnlosigkeit an sich muß man ja nicht kultivieren. Es spricht nichts dafür.

 

Der liebe Zwang

In einem früheren Artikel “Die Milchflasche“deutete ich schon etwas das Thema Zwangskrankheit (neudeutsch: Obsessive-compulsive disorder) an, mit dem ich seit früher Kindheit, spätestens ab dem Alter von acht,  zu tun habe.
Gängigstes Beispiel einer Zwangskrankheit dürfte unendlich vieles Händewaschen oder das wiederholte Kontrollieren eines Herds sein.

Bei mir sind es sowohl Zwangsgedanken als auch Zwangshandlungen.
Lästige Zwangsgedanken und damit verbundene Ängste treten bei mir bei starken Wünschen (oder konträr dazu: Abneigungen) auf, Zwangshandlungen durch (irrationale) Kontrollimpulse: Ist das Auto wirklich zu? Kann es wegrollen? Ist das Haus wirklich abgeschlossen ect.

Hilfreich auf Dauer bei Zwangshandlungen ist, sich zu konfrontieren und der manchmal sehr starken Angst zu trotzen, also dem Kontrollzwang nicht nachzugeben, was naturgemäss oft alles andere als leicht ist.

Zur Zeit habe ich wenig Probleme, aus dem vorgenannten Grund.
Das war nicht immer so. Stellenweise war das sehr unangenehm und einschränkend!
Im Grunde ist mir klar, daß der Zwang immer zu mir gehören wird, wenn auch wie zur Zeit in sehr gemässigter Ausführung.

Mit das Beste, was über dieses gar nicht seltene Phänomen geschrieben wurde, stammt von Hansruedi Ambühl. Auf seine Texte bin ich schon vor 15 Jahren gestossen.

 

Ein Tagebuch führen

Schon immer habe ich “Tagebuch” geführt- zwar meist nur stossweise, aber mein Leben ist letztlich durchsetzt mit biographischen Notizen, seit ich erwachsen bin.

Ich weiß noch, als ich wohl Mitte der 80er “an meinem Leben” litt und meinte, es sei in meinem Leben nichts los. Um das zu überprüfen, begann ich wieder mal das Schreiben und stellte alsbald fest, daß sich mehr in meinem Leben abspielte, als ich gedacht hatte.

Als ich mir dann 1999 einen PC kaufte, tat ich das nur, um besser Tagebuch führen zu können.
Durch das Schreiben am PC war es möglich, die Sätze immer wieder umzuschreiben. An ihnen zu feilen. Passagen wieder zu löschen ect.
Diese Art zu schreiben war aufwendig, aber es schulte mich gleichzeitig darin.

Einen weiteren Effekt bemerkte ich alsbald: Es wurde auch zu einem therapeutischen Werkzeug. Manches in meiner Vita und im Tagesgeschehen wurde mir durchs Schreiben verständlicher. Das Schreiben wurde mir zum Dialog und diente meiner Aufklärung.

Nachwievor schreibe ich, zwar nicht mehr täglich, aber die Tage dennoch in Gedanken und Notiz abschreitend und ableuchtend, sodaß wenig verloren geht.

Daß ich manchmal nachschauen kann und könnte, wann was stattfand, ist nur Nebensache. Ich hatte zu Anfang primär Wert daraufgelegt, meine Emotionen zu beschreiben – darum ging es mir. Jetzt ist das Schreiben aus Zeitmangel fast zu einer Faktenhuberei “verkommen”.
Ich brauche etwa 20 – 30 Minuten, um einen Tag zu beschreiben.
Dennoch passiert es ab und an, daß ich kontempliere – und es näher wissen will. Das sind dann die wertvollen Momente!

Das Tagebuch wird wohl für niemanden sonst als mich nützlich sein. Nur ich kann wissen, was mich gewöhnlich umtreibt.

Dennoch ist es so, daß, wenn man am Ende des Jahres die vielleicht 160 – 250 Seiten des Jahres durchgeht (ich habe das einige wenige Male getan), sogenannte rote Fäden im Denken sichtbar werden, denen man sich nicht bewusst war.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und er mahlt gerne die immer gleichen Körner in seinem Denken auf und ab. Aber: Das Denken verändert sich dennoch im Laufe der Zeit! Man wird ein anderer mit der Zeit – das zweifelsfrei. Und das feststellen zu können, ist schön!

(Dritte Version)

 

 

Netz versus Buch

Ich lese gerne Sachbücher. Diese bieten in kompakter Weise einen umfassenden Überblick über bestimmte Themen. Man kann Stellen anstreichen, die einem einen Erkenntnisgewinn bringen oder auf die man später zurückgreifen möchte.

Zunehmend nutze ich aber auch das Netz, um ganz aktuelle wissenschaftliche Informationen zu bekommen. Das hat sich deutlich verbessert zu vielleicht einer Zeit vor 5 Jahren. Jetzt ist es sehr leicht, ein ganzes Bündel an aktuellen (und auch kontroversen) Informationen zu einer bestimmten Fragestellung, die einen gerade interessiert, zu gewinnen. Sei es transgenerationale Weitergabe von Traumen (ich hatte darüber geschrieben), sei es direkte Stimulation von Hirnzentren, sei es Auswertungen zum spezifischen Gang des Menschen – oder sei es das Verhalten von Tropfen beim Aufprall auf einer Oberfläche:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21271-2017-03-20.html