Der liebe Zwang

In einem früheren Artikel “Die Milchflasche“deutete ich schon etwas das Thema Zwangskrankheit (neudeutsch: Obsessive-compulsive disorder) an, mit dem ich seit früher Kindheit, spätestens ab dem Alter von acht,  zu tun habe.
Gängigstes Beispiel einer Zwangskrankheit dürfte unendlich vieles Händewaschen oder das wiederholte Kontrollieren eines Herds sein.

Bei mir sind es sowohl Zwangsgedanken als auch Zwangshandlungen.
Lästige Zwangsgedanken und damit verbundene Ängste treten bei mir bei starken Wünschen (oder konträr dazu: Abneigungen) auf, Zwangshandlungen durch (irrationale) Kontrollimpulse: Ist das Auto wirklich zu? Kann es wegrollen? Ist das Haus wirklich abgeschlossen ect.

Hilfreich auf Dauer bei Zwangshandlungen ist, sich zu konfrontieren und der manchmal sehr starken Angst zu trotzen, also dem Kontrollzwang nicht nachzugeben, was naturgemäss oft alles andere als leicht ist.

Zur Zeit habe ich wenig Probleme, aus dem vorgenannten Grund.
Das war nicht immer so. Stellenweise war das sehr unangenehm und einschränkend!
Im Grunde ist mir klar, daß der Zwang immer zu mir gehören wird, wenn auch wie zur Zeit in sehr gemässigter Ausführung.

Mit das Beste, was über dieses gar nicht seltene Phänomen geschrieben wurde, stammt von Hansruedi Ambühl. Auf seine Texte bin ich schon vor 15 Jahren gestossen.

 

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s