Category: Makrofotografie

Begutachtung

Immer wieder mal fotografiere ich das Taubenschwänzchen:

Hier scheint es seinen Rüssel zu begutachten…soviel Pollen schon mitgenommen!

Doch bei dieser Selbstreflektion bleibt es nicht lange, der Rüssel muss gleich wieder in die nächste Blüte, zusammengerollt lässt sich wohl besser zielen.

Merkwürdige Zwischenwesen

Conops vesicularis, Große Wespendickkopffliege

Die Antennen merkwürdig wie Lanzen, der grosse Kopf überproportional und dazu das diskret verzierte schmale Hinterteil.

Es scheint, dass die Natur über einen Setzkasten verfügt, aus dem sie auswählt.

Manche Arten scheinen aus Versatzstücken zusammengesetzt.

Als Kind hat mich mal in einem Gebirgsdorf ein dackelartiger Hund mit einem riesigen Kopf erschreckt – das ist mir jetzt angesichts dieses Insekts wieder eingefallen.



Bitten by the bug

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Das kann vielleicht ein längerer Artikel werden.

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Ich saß wieder mal über Fotos eines Insekts, diesmal einer merkwürdig dicklichen Wespe. Ich hatte sie noch nie gesehen, erkundigte mich im Netz, wie sie denn heisst und dann auch, wie ihr Lebensablauf ist:
Nun: Ei, Larve, fortpflanzungsfähiges Insekt. Dennoch sehr spannend und mit unerwarteten Details gespickt.

Ich klagte ein wenig meiner Frau gegenüber, die das Foto der Wespe zufällig auch sah, daß ich zuviel Arbeit reinstecke…und letztlich wozu? Für wen?

“Für Dich” meinte sie, “Dich erfreut das”. Was es alles Interessantes zu entdecken gibt und wie alles zusammenspielt.

Nun, das ist ein starkes Argument! Mich interessiert das, für mich ist das wie Wandeln auf Gold.

Meine Funde allerdings sieht kaum jemand.

Jeden Tag wandern 5 – 30 sehr gute Fotos in sogenannte Extrakt-Ordner. Leicht bearbeitet und sauber bestimmt.
Wie gesagt, die allermeisten der Fotos sieht niemand – ausser mir.
Manchmal stelle ich ein paar in den Whatsapp-Status. Oder nehme mir ein, zwei Fotos daraus und schreibe einen Artikel.
Die Fundstücke gelingen meist durch eine gewisse Hartnäckigkeit. Manchmal bin ich 3, 4 mal am Tag für kurze Zeit draussen, etwa an einer Hecke mit 10 m Länge. Dadurch entgeht mir nicht allzuviel. Ohne diese Emsigkeit hätte ich auch diese Wespe oben nicht entdeckt, “in 10 Jahren nicht”.

Aber das alles kostet Zeit. Nimmt gehörigen Raum ein.
Ist so etwas auf Dauer gerechtfertigt?

Macrolophus pygmaeus

Diese Raubwanze ist vielleicht nur 3 mm lang, wirkt mit bloßem Auge wie Pflanzenstreu.

Ich vermutete eine Zwergzikade, die oft genauso lang ist und auch etwa 1 mm breit.

An den schwarzen Fühleranfängen dieses Winzlings erkennt man die Art dieser Weichwanze.

Mein Interesse geht immer mehr zu den echten Winzlingen, die trotz ihres Mikrogehirns alles können, was sie für ihre Existenz benötigen.

Es ist noch ein Geheimnis, wieso sie dazu in der Lage sind.