Dieses längliche und recht langbeinige Insekt wuselte wie verrückt am Boden rum, sprang mal schnell zu einer einzelnen Blüte zwischendurch, um Nektar abzugreifen, und war sofort wieder am Boden. Wie die Zünsler nachts an einer Aussenlampe. Eine unbegreifliche Emsigkeit und ein furioses Hin-und-her zwischen Blüten und Streu.
Ich traf es nur einmal während meines Sardinenurlaubs an.
Extrem lange Beine, sodaß es sozusagen wie platt am Boden ausgebreitet schien.
Das Taubenschwänzchen ist rasend schnell und erledigt alles im Flug:
Beim Wandelröschen in Sardinien
Fast so schnell ist folgendes Tier (man beachte sein Auge) :
Auch dieses Insekt mit breitem Hinterleib setzt sich sehr selten, grast im Flug und im furiosen Stakato die Blüten ab.
Ich werde von diesem furiosen Nektarsammler noch weitere Fotos zeigen.
Hier geht es nicht um mögliche Verdauungshilfen,
sondern um eine erstmals von mir beobachtete Verhaltensweise von manchen Insekten:
Diese kleine Fliege macht etwas, was offenbar so manche Fliegen machen: Verdauungssaft in Form eines Tropfens abzusondern, um ihn danach gleich wieder einzusaugen. Und das wiederholt.
Gründe: Man mutmasst u.a. eine Form der Abkühlung oder eine Bereicherung des Tropfens mit verdauungsfördernden Bakterien aus der Luft.
Gesichertes ist aber nicht bekannt.
Auf Lorbeerblättern (in Sardinien) sah ich jede Menge winziger Fliegen agieren.
Ich wollte dann doch sehen, wie diese kleinen “Mosquitos”, diese “grauen Mäuse” wohl aussehen:
Länge etwa 3 – 4 mm.
Bei etwa 2 mm ist bei meinem Makro Schluß.
Ich werde in der Folge noch einige Insekten in dieser Grösse zeigen. Auffallend ist jedenfalls, daß die Allgemeincharakteristika der Zweiflügler im Wesentlichen “bleiben”, aber dennoch Anpassungen an die veränderte Grössenwelt stattgefunden haben. So meine Einschätzung – und mein Glauben.