Der rechte Deckflügel ramponiert, ruhte das Tierchen auf einer Stuhllehne. Von dem Zustand des Deckflügels sah ich mit blossem Auge nichts.
An dem gestrigen Tag, an dem ich u.a. wegen Gartenarbeiten wenig fotografierte, gelangen mir dennoch einige interessante Fotos. Das scheint ja nie aufzuhören. Wie ein nie versiegender Quell. Seltsdam ist das.
Am 16.6. 2021 entdeckte ich eine ausgewachsene Schabe im Wald, die Gemeine Waldschabe (Ectobius lapponicus), 9 – 12 mm. Sie entstand nicht aus der vorgenannten Nymphe.
Die Nymphen dieses Tiers sehen eher gelblich aus, es gibt eine ganze Reihe Waldschaben.
Obwohl der Name “Schabe” negativ konnotiert ist, fand ich das Tierchen wohlgestaltet. Zudem zeigte es wenig Fluchtreflexe. Die Fotos sind trotz des schattigen Walds ganz brauchbar 🙂
Oft suche ich vergebens nach der Bezeichnung eines Tierchens, das ich überraschend und neu auf irgendeinem Blatt vorfinde.
Käferartig, aber kein Käfer
So auch mit diesem feinen Tierchen, Planuncus tingitanus
Die Nymphe einer Waldschabe ist nicht groß, etwas grösser allerdings als ein Rapsglanzkäfer, so dass wir vielleicht bei 3 – 4 mm landen.
3 Wochen zuvor hatte ich es schon mal im Fokus, aber sehr unscharf und zudem flüchtete es vor mir sehr rasch. Noch nie hatte ich es vorher gesehen. Vermutlich auch deswegen, weil es richtig klein ist.
Es inspizierte ein noch kleineres Tierchen, das tot war: Eine Larve von Ectopsocus briggsi, einer Laus.