Category: Makrofotografie

Draussen im Regen

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Goldwespe trotz leichtem Regen am Tun (03.08.2021)

Am Rainfarn.
Wozu habe ich das Unkraut im Garten? Genau, um die Vielfalt an Insekten, die ihn besuchen, würdigen zu können.
Deshalb holte ich es einfach rein.

Nun könnte man sagen: Wespe: Na und? Goldwespe: Na und?

Für mich ist aber dieses quecksilbrige Tierchen mit dem Öl-Schillern auf narbiger Oberfläche ganz besonders.

Ich lade es ein, wiederzukommen.

Panorpa vulgaris, für mich immer ein Augenschmaus

Fliegen gibt es eine ganze Reihe.
Dies hier ist eine besondere Art. Eine Skorpionsfliege.

Feine Flügelzeichnung

Aber ihr Rüssel sieht eigenartig aus:

Die weibliche Variante des Tiers hat kein “Skorpionsende”, nur ein leicht gebogenes Hinterteil.
Hier nochmal das Saugorgan in groß. Eigenartig nicht?

Hier das Männchen, erst vor wenigen Tagen fotografiert:


Spanische Flagge

Der Wasserdost, seit kurzem aufgeblüht, bietet wieder Schmetterlingen ein El Dorado

Auf dem steilen Weg gestern zu einer Ruine, die ich zuletzt als Schüler vor schwuppe 50+ Jahren sah, begegnete mir auch “Animalisches”. Eines der Spezies oben abgebildet.

Über die Ruine werde ich vielleicht später sprechen.

Beim Verlassen des Geländes kamen 3 junge Leute in Mitteraltergewand gerade herein:

“Mittelalter?”
“Ja”
“Aber die Handys da, die sind merkwürdig”
“Die packen wir beim Spielen weg”.

Ich wollte eigentlich darauf abzielen, dass es mir vorkam, als wäre ich durch das plötzliche Auftauchen magischerweise schwuppdiwupp einfach ein paar Jahrhunderte zurückgefallen. Das wurde nicht verstanden, ist auch egal.

Meine Frau sagt, daß ich zu JEDEM sofort Kontakt bekomme. Ich finde immer etwas zum Reden, bzw. es kommt einfach aus mir heraus.
Ist das jetzt gut oder schlecht?

Zwei auf einer Blüte

Dieses für mich edle Tier labt sich an einer Margerite.

Cylindromyia bicolor nennt es sich lateinisch. Eine Raupenfliege.

Ihrer Nachbarin widmet sie keinerlei Aufmerksamkeit. Die vorgebeugte Haltung täuscht, sie braucht sie, ums ans Futter zu kommen.

Auch das winzige Fliegeleinchen nebenan weiss das alles. Sonst wäre es nicht hier.
Durch blosse Beoabachtung werde ich der Intelligenz dieser Tiere gewahr.

Eine Taufliege Drosophila melanogaster etwa, etwas grösser als dieses Mini-Fliegeleinchen, hat ungefähr 100 000 Neuronen im Gehirnchen. Dann hat dieser Winzling vielleicht nur 10 000.

Damit kann es allerhand, etwa vermutlich einen elektrischen Sinn, den wir Menschen nicht haben. Und “Gerätschaften” zur Stabilisierung des Flugs (haben wir auch nicht). Und vieles mehr wie etwa Matingtechniken.