Category: Kreatives sonst

Rettung einer kleinen Hübschen

Eine kleine Schwebfliege, kaum einen cm lang, trank wohl zuviel in einem roten Keramikgefäss im Garten.

Ich befreite sie aus dem Wasser, wobei ich merkte, daß sie noch am Leben war.

Ich legte sie auf einer kleinen Keramikkugel ab. Vollgesogen mit Wasser, wie zähes Harz.

Dort erholte sie sich nach und nach. Obiges Foto nach zwei Stunden.

Dann flog sie wohl davon. Ich fand sie nicht mehr an dieser Stelle.

Wie die Vergrösserung zeigte, ein apartes Tierchen.

Brutparasitmus

Die 3 mm lange Taufliege Cacoxenus indagator wartet auf ihren Einsatz. Sie möchte geschwind ihre Eier in das Nest einer Mauerbiene legen.

*

Das was ich dazu fand, ist interessant. Offenbar ist das Vorhaben für den Nachwuchs der Fliege eine im Grunde wenig gelingende Angelegenheit.
Es muß viel dazukommen, daß ausgewachsene Fliegen am Schluß in die Freiheit gelangen, d.h. die Verschlußwand eines Nests überwinden. Entweder ist da ein Spalt im Lehmverschluß vorhanden oder die mit ausschlüpfenden Bienen haben für Löcher gesorgt.

Also ist es so, daß die Fliegen zweimal von ihren Wirten profitieren:


1) Ihre Larven nutzen den Vorrat, den die Mauerbienen in den einzelnen Brutzellen für ihren Nachwuchs angelegt haben.

2) Sie bedürfen mit ausschlüpfender Mauerbienen in ihrer Brutzelle. Wo keine mit dabei sind (von Grund auf oder weil zu wenig Nahrung übrig blieb), können die Fliegen auch kaum die Zwischenwände und dann die Verschlusswand überwinden. Sie haben nicht die Mundwerkzeuge dazu.

Das Lasso ist in Mode

Heute erneut eine Motte wie Tage zuvor:

Luxus, so lange Antennen zu haben. Sie gehören wohl einem Männchen.

Ein Glitzerkleid trägt die Motte auch:

Dass Tierchen lies doch einige Aufnahmen zu, obwohl es den Anschein machte, gleich zu verschwinden.

Schillernd. Adela reaumurella (Grüner Langfühler).

Mit seinen Antennen bestreicht es den Luftraum, lässt mal das eine “Lasso” durch die Luft wabbern, mal das andere.

Vielleicht sucht es schlicht nach Weibchen.

Tage zuvor eine ganz andere Langhornmotte:

Nematopogon adansoniella vermutlich.

Alles zu Schmetterlingen gehörend.

Diese Langhornmotten im Frühling sah ich wohl seit 2018 nicht mehr. Nun gleich zwei Arten innerhalb weniger Tage.

Kreisrund

Da gibt es VIEL zu laben, gell, liebe kleine Wildbiene!

Sie dürfte ohne Fühler 8 mm lang sein.
Um welche Art es sich hier handelt, kann ich nicht sagen.

Auf der Gämswurz fühlt sie sich jedenfalls wohl.

Laut einer Quelle könnten das 14 verschiedene Bienchen sein. Andrena XYZ ?!

Wie so oft ein Rätselraten. 🙂