
Category: Kreatives sonst
Was uns nicht umbringt…
Stephen Joseph, ein Koordinator an der University of Nottingham, der seit über 20 Jahren Traumabetroffene betreut, hat jüngst das Buch “Was uns nicht umbringt” geschrieben, das einen Aspekt zum Thema Trauma-Bewältigung ins Spiel bringt, der zunächst sehr verblüfft:
Er meint, in einem Trauma läge auch die Chance zum Wachstum!
Zunächst rollt er die Geschichte der Trauma-Bewertungen auf. Noch vor wenigen Jahren zählte man bestimmte Erfahrungen nicht zu traumatischen Erfahrungen, die heute selbstverständlich dazugezählt werden. Auch hat man gelernt, daß Traumata sehr individuell entstehen können, z.b. bei bestimmten Menschen sogar allein durch Gewaltdarstellung im TV.
Entscheidend für ein individuelles Trauma ist, ob die Stressreaktion des Organismus nach spätestens einem Monat abklingt oder nicht.
Ist der Mensch durch ein Trauma geschädigt und der Patient im Kampf mit den psychischen Traumafolgen, dann kann es trotzdem sein, daß so etwas wie ein Licht am Firmament entstehen kann, nämlich eine Neubewertung der Welt, die eine realistischere ist als zuvor. Es können zudem positivere Einstellungen zum Leben heranreifen.
Ein Therapeut sollte also sowohl seinen Fokus auf die richtige Bewältigung des Traumastresses richten als auch auf das, was das Trauma letztlich an positiven Neuerungen im Leben des Opfers anschieben “möchte”.
Ein hoffnungsgebendes Buch.
Astronomisch Angehauchtes …
Auf dieses Objekt bin ich recht stolz. Und zwar hat dies mit seiner Vorgeschichte zu tun:
Ich hatte vor etwa 6 Jahren ein ähnliches Objekt in opulenter und sehr ehrgeiziger Ausführung angefertigt, mit einem 40-cm-Ring aussen und einem 10-cm-Ring ganz innen.
Leider verlangt eine solche Aufgabe sehr präzises und geduldiges Handwerk, aber weil ich das Objekt unbedingt in einer einzigen Nacht (!) zuendebringen wollte, war es nicht durchgängig gut gerabeitet.
Es zerfledderte mir beim Brand, weil die einzelnen Bänder und Streben nicht ausreichend gut verbunden waren. Das war reichlich bitter!
4 Jahre nach dieser schmerzlichen Erfahrung versuchte ich mich erneut an dieser Idee und diesmal gelang der Versuch, allerdings natürlich in moderaterer Ausführung:
Nämlich mit 4 Ringen statt 7.

Rotten
Einige Bilder von Verrottetem, von Abfall, von Wirrwarr.
Das hat eine eigene Ästhetik.





