Category: Keramik

Vier Ts

In meine Lorbeerhecke hängte meine Frau jüngst ein Objekt von mir auf, das ich einst “Die 4 T” getauft hatte.

Ich hatte hier viermal den Buchstaben T keramisch “verzahnt”. Das war eine meiner Ideen, nachdem ich in Wiesbaden vor 3 Jahren wundersame konkrete Plastiken gesehen hatte.

Das Objekt passt in den Lorbeer wie ein turnender Affe.

Ich hatte damals tatsächlich nur die Idee, identische Formen , z.b. das T, zu einem Gefüge aus diesen zu machen.

Aber jetzt könnte man fragen, was diese T’s bedeuten. Wofür könnten die vier T stehen?

Ein innerer Ausdruck

Eine tolle Arbeit meiner Frau. Eine ihrer bestimmt besten, wie ich finde.

Die Arbeit hätte es eigentlich gar nicht mehr geben sollen!

Durch irgendeinen Umstand, den ich nicht mehr erinnere, ist sie ihr umgefallen und der Kopf abgebrochen.
Sie wollte das Ganze in die Mülltonne tun, ich klebte dagegen das gute Stück – man sieht jetzt nur noch einen Haarriss.
Für sie war das Stück nichts mehr wert, denn zu verkaufen war es ja so nicht. Und es war zu groß, um es, mit Paperclay repariert, nochmal zu brennen. Das verändert ja auch ein wenig die Farben.

Ist das Stück nun entwertet?

Ich habe mal einen Schwarzkeramiker in Diessen erlebt, dessen riesengrosse flache und ausladende Schüssel (superb!) eine leichte Unwucht hatte. Sie fiel ihm selbst auf, als er sie gerade verkaufte. Der Käufer nahm sie trotzdem ohne jede Umschweife und wollte auch keinen Nachlass.

Das ist das Eine.

Aber: Was sagt Euch dieser Engel? Was drückt er aus?

Säule im Garten

Eine keramische Arbeit, etwa 1,20 m hoch.

Die hatte ich bisher im Hof stehen. Nun plazierte ich sie im Garten.

Keramiker würden wohl fragen: Wie hast Du das geschafft, ein Objekt dieser Höhe zu brennen?

Nun, ich brannte das Objekt in 2 Teilen und klebte die Teile zusammen.

Die Glasur ist Anthrazit-Messing.

Pate für diese Skulptur, wenn man so will, ist Bambus gewesen. Oder, um die Geschichte zu erweitern, eine öffentliche Skulptur in einer fremden Stadt. An den Ort und der Zeit kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich glaube, die Skulptur war ebenfalls schalenartig aufgebaut, aber sicher in völlig anderer Weise.
Und um das Spiel auf die Spitze zu treiben: Ich weiss auch nicht mehr, wie ich dieses Objekt rein technisch anging. Dazu müsste ich das Objekt zerbrechen, was ich natürlich nicht tue.

Neben der Skulptur habe ich einige Pflanzen gesetzt wie den “Gemeinen Dost”, der zur Zeit wieder Furore schreibt. Eine traumhafte Pflanze mit einem Sog für Schmetterlinge.

Präsentation gehört dazu

Zu kreativem Schaffen gehört auch die Präsentation.
Das war bisher nicht meine Stärke.
Meistens schuf ich etwas Keramisches…und stellte es irgendwo ab. Und dann weiter zum Nächsten.

Zur Zeit ordne ich meine Keramik neu, stelle mehr aus dem Haus in den Hof und Garten hinein, aber dann auch meist so, daß die Objekte nach Möglichkeit für sich wirken können.
Dazu passt, dass man ständig an der Zusammenstellung feilt. Das sollte fliessen und in Bewegung sein.

In der Folge eine kleine Auswahl dessen, was draussen steht.

Fünf Objekte unterschiedlichster Couleur, gestern neu zusammengestellt.
Auch hier vier Objekte, wobei das “Rippengefäss” (so nenne ich es mal) am aufwändigsten war.

Oder doch die “Sprossenhalle” auf dem Sockel?
Oder die “Treppengärten” am Boden?!

Wer weiß das schon?! Buch darüber geführt habe ich nicht.
Alles hat ordentlich Zeit gebraucht.