Category: Keramik

Eine katholische Kindheit

Betender

Skulptur (40 cm hoch)

Einer meiner frühesten und zugleich expressivsten Plastiken, um 2010.

Damit versuchte ich, den Einfluss unseres Dorfpfarrers auf mich darzustellen. Nichts an diesem Einfluss war förderlich gewesen.

Schichtentürme

Fünf Varianten eines Themas

Ein Turm aus Tafeln schwebte mir einst vor. Vielleicht Schokotafeln 🙂
Baugleiche Tafeln miteinander zu verbinden, ohne daß sie beim Brand aufgrund der zunehmenden Dicke platzen, lies mich Platten mit Innenraum wählen.

Das 2. Konstrukt von links war dabei meine jüngste Kreation.
Bei ihr war vor allem der Transport in den Offen schwierig, denn immer muss man das Anfassen und das Abstellen des Objekts mit berücksichtigen, sonst gibt es Risse oder es bricht etwas.
Hier ging aber alles gut aus.

Scepticism

Dies ist ein sehr kleiner Teil meiner Köpfchen, die ich 2019 und 2020 geschaffen hatte.

Sie waren meist Endpunkt einer Session, in der ich grössere formale Stücke formte, wie etwa meine Doppelwandgefässe.

Ich hatte da am Schluss immer noch Reste, die ich nutzte, um eher – zufällige und expressive- Köpfe zu bauen. Schnell und entschlossen, unter Zuhilfenahme des Zufalls.

Die Formung dieser Köpfchen ist eine endlose Geschichte – auch der 1000te Kopf wird individuell sein.

Mitteilungen der Erde

Ein Vogel bewacht mein Röhrenobjekt.

Die Farben scheinen ihm zu gefallen auch.

Er ist wie eine Fliegenklatsche, dieser kleine Vogel, lässt keines der Biester in meine Keramikröhren.

Denn, wenn ich an den Röhren lauschen möchte, was sie mir melden, vom Untergrund her, dann will ich nicht durch ein Konzert der Quälgeister gestört werden. Dieses Gesumme stört den Kontakt.

Im Regen höre ich nicht an den Röhren. Ich denke, daß sie dann auch nicht richtig funktionieren.

Letztes Jahr habe ich ein Eigentor geschossen, als ich meine Röhren ganz woanders aufbaute, nämlich direkt am Zaun. Der Nachbar schnippelt und tut ja beständig im Garten. Täglich fast, manchmal frühs, manchmal mittags, manchmal abends und manchmal praktisch ständig!!
Das vermengt einfach Erdgeräusche mit menschlichem Tun, reinste Willkür. Also stehen meine Röhren jetzt im Hof, ziemlich davon abgeschirmt.

Letzthin war starkes Wetterleuchten. Da konnte ich sehr viel in den Röhren wahrnehmen. Das war ein Zauberspiel!

Die Gletscherschmelze, jetzt viel in den Medien, meine ich auch manchmal wahrzunehmen. Ob das jetzt der Similaungletscher war, der ob der verlorenen Wassermassen aufstöhnte oder ein anderer, viel weiter entfernter, kann ich nicht sagen. Hans, wenn er vom Biertrinken kommt, stöhnt auch ähnlich, aber das würde ich merken. So sehr kann ich mich nicht täuschen. Schliesslich höre ich schon viele Jahre an den Röhren.

Nur soviel, um mich auch mal etwas zu beweihräuchern, eine Christiane aus Hamburg, wo es ja viel Wasser gibt, liest meine Berichte immer kleinteiligst und fügt sie in ihre Etüdensammlung ein. Werner und Eckad auch, denke ich.

Nun, jeder wie er kann und mag! 🙂