Category: Keramik

Das innere Feuer

Impulsfoto

Ich nehme an Myriades Impulswerkstatt teil. Und zwar an der 14. Ausgabe.
Eines ihrer vier Impulse dieser 14. Ausgabe ist oben zu sehen.

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Gestern war eine Freundin zu Besuch.
Sie klagte über die fotografischen Ergebnisse der letzten Zeit. Sie war offensichtlich mit ihrer Kamera nicht mehr zufrieden.

Weiter fragte ich nicht nach. Kann durchaus sein, daß es auch noch andere Gründe gab.

Mir fiel im Zuge dieser Bemerkung das Stichwort “Inneres Feuer” ein. Darüber hatte ich auch in letzter Zeit mal sinniert.

Ein gutes Ergebnis bei jedweder Art von kreativer Arbeit kann es eigentlich nur geben, wenn ein Feuer dahinter steht.

Etwa bei manchen Schachpartien, die ich angesichtig werde, ist das zu spüren. Ohne einen Spirit, einen ordentlichen Schaffenswillen wären sie so nie entstanden.

Ebenso wird es bei der Literatur sein. Kann man ein gutes Buch schreiben ohne die Magie besonderer Eingebung?

In der Kunst auch so. Es gibt den Film “New Yorker Geschichten” , in dem ein Künstler (gespielt von Nick Nolte) ratlos vor einer großen Leinwand steht. Als expressionistischer Maler braucht er einen Schub. Den holt er sich unbewusst, in dem er sich von einer jungen Freundin düpieren lässt.

Vielleicht hat jeder, der hier mitliest, Werke von sich, bei denen er sich fragt, wie sie eigentlich entstanden sind? Gleichsam von jemandem, der viel mehr Kraft, Energie und Eingebung hatte und doch derselbe ist?!
Man findet womöglich in alten Büchern Notizen von sich, die einen gleichsam überfordern. “Habe ich das tatsächlich geschrieben?”.

Das Me(e)hr der Köpfchen

Achtundzwanzig hatte ich ja neu glasiert gehabt.

Drei weitere Wahllose:

Diese hier unten hatte ich ja vor kurzem schon gezeigt:

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Ich arbeite seit gestern auch an einer Riesen-Patchwork-Kugel. Die kann ich nur sukzessive weiterbauen, weil ich jede weitere Trocknungsphase abwarten muß.

Vermutlich wird sie erst morgen fertig. Also 3 Tage Doing.

Keramische Köpfchen neu glasiert

28 Köpfchen habe ich von meinen Gartenstangen abgenommen und neu glasiert, da mir die Glasur nicht gefallen hatte. Rot, grün und blau sind sie jetzt.

Hier wahllos die ersten zwei von den 28, die ich gestern auf einem Autodach fotografierte:

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Ich arbeite seit gestern auch an einer Riesen-Patchwork-Kugel. Die kann ich nur sukzessive weiterbauen, weil ich jede weitere Trocknungsphase abwarten muß.

Vermutlich wird sie erst morgen fertig. Also 3 Tage Doing.

Keine Zeit

Als ich heute im Garten war, radelte ein Freund aus meiner Kindheit vorbei.
Mit ihm baute ich einst eine Baumhütte.
Er rief mir nur meinen Namen zu, dann war er mit seiner Frau verschwunden. Ich rannte ihm noch nach, ohne die beiden aufhalten zu können.

Dasselbe passierte mir im Grunde vor Tagen, als ich nach fast zwei Jahren Pause eine ehemalige Mitfahrerin im Bus von der Arbeit wiedersah. Auch hier keine Zeit.

Unlängst telefonierte ich auch zu dritt mit zwei engen Freunden, die ich 7 Wochen nicht mehr gesprochen hatte. Der eine meinte, er wäre lieber für sich, alles wäre ihm zuviel.

“Aber man muss doch gerade in diesen Zeiten mit jemand Vertrautem sprechen – und nicht nur mit dem Ehepartner?!” Das lies er nicht gelten, er brauche gerade jetzt seine Ruhe.

Zu gutem Schluss: Als ich heute wieder der schwarzen Holzbiene an der Sal-Weide nachstellte, trippelte eine 82-jährige Frau vorbei, die im letzten Sommer ihren Mann verloren hatte. Ihr Leben war bis zu seinem Tod nur auf Zweisamkeit ausgerichtet gewesen.
Ihre Tochter und Cousine wimmeln jetzt auch ab, wenn sie mit ihnen reden will. Also macht sie ihre kleinen Spaziergänge, um nicht ganz zu versauern.

Keine Zeit.