Category: Etüden

Omi ihre Decke

Für zwei weitere Wochen stehen Christianes neue Etüden an.
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Picknickdecke
verwegen
recherchieren.

“Du Omi, kann ich Deine Picknickdecke mit in den Wald nehmen?”, fragte Klein Fred.

“Du bist ja ganz schön verwegen, Fred”, meinte Omi Gertrud.
“Gibt es im Wald denn eigentlich Tiger?”, fragte Fred.
“Da brauche ich nicht zu recherchieren, Fred, die gibt es bei uns nicht!”
“Und was ist mit Wölfen?”

“Fred, wenn Du glaubst, es gibt Wölfe, dann gibt es sie. Wenn Du das nicht glaubst, sind einfach keine da! Punkt!
Die Presse erzählt ja immer so ein Zeug. Wenn Du geerdet bist, gibt es keine Wölfe.”

Opi Hans kam bei den letzten Worten herein und schalt seine Frau: ” Klar gibt es Wölfe, Gertrud! Die Medien haben davon berichtet! Du kannst doch Fred nicht solche Dinge erzählen!!”.

Jetzt war Fred ganz verdutzt. Omi und Opi stritten wieder miteinander.
Über Wölfe. Ob es sie gibt oder das nur Fake ist.


Fred und die Schwebfliegen

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Picknickdecke
verwegen
recherchieren.

„Dieses Insekt da habe ich recherchiert, Fred! Das ist eine Frühe Gelbrandschwebfliege!!”
Fred auf seiner Picknickdecke meinte verdutzt:
„Kann man mit der spielen?”.

„Das wäre verwegen, das zu hoffen, Fred. “

„Es gibt recht unterschiedliche Schwebfliegen etwa gleicher Grösse. Die unterscheiden sich in wenigen Details, aber fliehen sehr rasch vor Dir, weil sie ja nicht wissen, was Du von ihnen willst, Fred!
Die Schwebfliegen stechen nicht, sehen nur aus wie die wehrhaften Hummeln, Wespen oder Bienen und sind so besser vor Feinden geschützt.

Diese hier, Fred, sah ich unweit eines pinken Klatschmohnfelds, in einer Hecke, so als wolle sie mir sagen: „ Da drüben gibt es unzählige Blüten vollkommen gleicher Art, so etwas Schönes und Seltenes wie mich findest Du aber nicht aller Tage!”.

„ Da bin ich aber stolz, dass Du sie gefunden hast, Papi! ” , strahlte Fred.


Ein Vater in Unruhe

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Picknickdecke
verwegen
recherchieren.

„Mami, mit Papi mag ich nicht mehr zelten!”, sagte weinerlich Fred.
„Zwar hatten wir eine schöne Picknickdecke ausgebreitet, aber die wurde kaum benützt, denn Papi war nur am Fotografieren.”
„Dieses Insekt da muss ich daheim noch recherchieren!”, meinte er oft.

„Es war fast verwegen, ihn zu bitten, mit mir Ball zu spielen. “

„Gerne, gleich! Ich komme sofort zurück!”, meinte er und stand schon am nächsten Busch mit seiner klobigen Kamera, wie ich die hasse!

„Da muss ich das nächste Mal mit, dann hört das auf. … Glaub mir!”, meinte seine Mami drauf.
Der Papi bekam es nicht mit, aber da wird’s was geben! Glaub mir!


Manets Frühstück

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Picknickdecke
verwegen
recherchieren.

Die Picknickdecke war früher eine Brotzeitdecke oder sogar so ein frivoles Stück wie in “Das Frühstück im Grünen ” von Manet. Doch muss man sich bei diesem Gemälde tatsächlich die Decke hinzudenken, denn die Protagonisten lagern direkt auf dem Waldboden.
Verwegen wirkte dieses Bild von Manet 1863 im Salon des Refusés . Dort hing es mit zig zig anderen der im Pariser Salon abgelehnten Gemälden.
Kein Vergleich natürlich mit heutigen Darbietungen in Museen.
Da kann ich mich an Ausstellungen erinnern, bei denen z.B. am Eingang stand: “Not suitable for children”. Ob die Eintretetenden jeweils das Schild sahen?! Ich habe eine solche Schau noch mal recherchiert, die sah ich 1996.

Etwa um die Jahrtausendwende dann sah ich zwei interessante Ausstellungen in einer portugiesischen Stadt. Die eine in einem Nebenraum beinhaltete weiche, schemenhafte und großformatige Fotos von Liebenden.
Nichts Ungewöhnliches sicher, aber die Dargestellten waren … ausschliesslich Männer.

Mir gefielen diese Fotos.

Ich machte mir damals frecherweise fünf Minuten das Vergnügen, die Hereinkommenden zu beobachten.
Wie von der Tarantel gestochen, ergriffen einige Frauen die Flucht, als sie erkannten, was dargestellt war.

Und ich hatte meinen Spaß dabei.