
Wieder steht für zwei Wochen Christianes Aufruf für eine Etüde an.
Ich nehme daran teil.
In max 300 Wörtern kann man eine kleine Geschichte, ein Essay, ein Gedicht, ein Was-auch-immer schreiben, die drei vorgegebene Worte enthalten müssen.
Anja mit ihrem Blog Annuschkas Northern Star gab diese drei vor:
Yachtclub
besenrein
abspecken.
*
“Wir müssen weniger werden, Heinz!”
“Was meinst Du denn damit, Horst?!”
“Elfriede jammert immerfort, dass ich zuviel Zeit im Yachtclub verbringe. Nun denn, ich bin dort für die Überwachung der Taue zuständig. Und dafür, dass jemand da ist, wenn jemand kommt. Ronald, der Vorsitzende ist ja so gut wie nie da. Ein verwaister Club wäre kein gutes Aushängeschild. Ich bin sozusagen das Gesicht des Clubs.”
“Und bei mir ist es das Bloggen. Stundenlang am PC, du wirst noch richtig krank davon, sagt Christa. Sie verlangt von mir als Ausgleich, dass ich die Wohnung besenrein halte. Abspecken soll ich auch noch. Mit ständigem Bloggen kann das kaum gehen.”
“Wir müssen damit aufhören, Heinz. Aber was dann? Der Club bin ich und ich bin der Club”.
“Horst, ähnlich siehts bei mir aus. Aber wohin mit meinen ganzen Fotos, diesem Overload? In die Tonne? Ich und meine Kamera sind quasi verheiratet. Ich kann nicht ohne.”
“Heinz, mach einfach das: Fotografiere so wie vor 20 Jahren, aber ohne Film drin! Oder benutze eine Atrappe, haha. “
“Gebongt…Horst und du schreibst an der Clubtür: Bin gleich zurück! Die meisten haben ja eh keine zehn Minuten Zeit, um zu warten.”
“Prost, so machen wir das, Heinz !”

