Author: kopfundgestalt

Strassengeflecht

Ein Netz von Strassen, dicht auf dicht aufeinander- und übereinanderfolgend.

Wie ein Dom aus Highways.

Für was diese Zeichnung sonst stehen kann?

Mir fällt als Zweites neben den amerikanischen Highways das Geflecht der Neuronen im menschlichen Kopf ein. Die Anzahl der Neuronen soll bei 80 – 96 Milliarden liegen. Damit sind die Anzahl Verbindungen zwischen ihnen nochmal drastisch höher.

Zum dritten kann dieses Geflecht den Aufbau unseres Wissens symbolisieren. Die Basis des Wissens wurde vor langer Zeit in den breiten Strassen verewigt. Von diesen geht es immer mehr hinunter in ein Dickicht an Einzeldisziplinen und Untersuchungsgegenständen.
Ein Ende der Komplexität scheint nicht absehbar. Das Wissen wurde fester verzahnt, ist vielfach geprüft, aber es warten sehr viele Fragen weiter auf Lösungen.

Vielleicht gibt es zu der Zeichnung noch weitere Assoziationen?

Darf ich vorstellen?

Die zwei Köpfchen von gestern gefielen jemand offenbar nicht. Ich berief nun jemanden, der für die beiden ein Zeugnis ablegen soll.

Ich weiß nicht, welche Argumente er zur Verfügung hat, aber er fühlt sich mit ihnen verbunden. Es sind Kerle wie er – und wenn er auch deutlich mehr Manieren zeigt als die beiden, will er sich von den Typen hinter ihm nicht distanzieren.

“Zwar ist ihr Wesen eher als bukolisch zu bezeichnen, aber wer sagt denn, daß das eine schlechtere Wahl ist?!”.

Vorauseilender Gehorsam

Dies ist ein Artikel zu Christianes Einladung.

Bei dem Wort “Fluchtsieger” fällt mir das Fluchtverhalten von Insekten ein.
Als ich im September Insekten auf der Goldrute fotografierte, stellte ich fest, daß sie i.d.R. spätestens ab Abstand 20 cm von mir flohen. Dieses Ad-hoc-Verhalten ist zu verstehen, denn zu der Zeit kreisten Hornissen um den Busch, in der Hoffnung auf Beute. Weniger für sich als für den Nachwuchs.
Nähert man sich sehr sacht, dann kann man seine Kamera beliebig füttern, sie dulden die Gegenwart. Wichtig ist ebenso ein bedachter Rückzug.

Das oft unnötige Auffliegen der Insekten wird ihnen wenig Energie kosten. So wenig, daß vielleicht 500 Kurzflüge pro Nektaraufnahme an einer Blüte möglich sind. Sicher gibt es dazu Untersuchungen, die ich aber jetzt nicht aufzufinden suche.

Große Insekten werden auch oft durch kleinere vertrieben. Wunderbar demokratisch ist das. Das Recht des Stärkeren ist da ausgesetzt. Auch grasen oft sehr unterschiedlich große Insekten auf einer einzigen Blüte, ohne sich etwas wegzunehmen. Da wird eng an eng Nektar gezogen. Man weicht sich da nur aus, um weitere Weidegründe zu erschliessen.

Das Bild oben zeigt so einen Fall im Oktober 2022: Ein Marienkäfer teilt sich mit einer kleinen Fliege den Nektar eines Efeu-Diskus.