Month: December 2022

Kladenlust

Vor etwa 4 Monaten fing ich wieder an, in einer Klade Gedanken festzuhalten, aber auch mal schnöd Erlebtes darin zu vermerken.

Dazu wählte ich ausgerechnet eine Klade, die ich am 1.1. 1993 begonnen und alsbald auch wieder aufgegeben hatte. Der letzte lose Eintrag war aus dem Jahr 1996.

Anfang August war mir danach, mir wieder zu schreiben. Und seitdem mache ich das regelmässig, in dieser alten Klade mit etwa 450 Seiten, deren (wiederaufbereitetes) Papier so geduldig ist und sowohl Filzer als auch Kuli duldet.

Ich fühle mich wohl damit.

Ein bisschen Sonne

Um die Mittagszeit war kurz Sonne, bei etwa 1 Grad.

Ein Versuch war es wert, zum Efeu des Nachbarn zu gehen.
Es war gut, daß ich es gleich tat, denn um 12:30 war der Spaß auch schon wieder vorbei.

Dunkle Wolken und dann ab 14:00 Schneefall.

Ich zeige Euch mal, was ich in der knappen halben Stunde an Leben auf dem Efeu fand:

Die männliche Büschelmücke, deren Antennen wie Büschel oder Kämme aussehen. Man kann sich denken, was sie mit den Kämmen zu wittern versucht.

Calliphora vicina, die blaue Fliege. Sie hat absolut die Herrschaft im Moment auf dem Efeu.

Die Schwingfliege, winzig auch und immer adrett. Den Namen hat sie davon, daß sie ihre Flügel ständig zu zwirbeln scheint.

Hier eine kaum sichtbare Wintermücke, mit stark gegliederten Antennen.

Unten zeige ich, daß diese Antennen mit ihren Gliedern auch noch behaart sind.

Dieses Geflunker bewegt sich in einem Zehntel-Millimeter-Bereich.

Ich frage mich, wie klein bestimmte Strukturen eigentlich in der Natur sein können?!

Ich weiß z.b, daß es keine kleineren Wespen als 0,3 mm gibt, denn kleiner sind typische Organe einer Wespe nicht abbildbar. Eine solche Wespe fliegt auch nicht im herkömmlichen Sinn, eher ist es ein Treiben oder Schwimmen.

Die Natur hätte sicher auch kleinere Fluginsekten entwickelt, aber physikalische und biologische Grenzen setzen diesem Schrumpfungstrieb ein Ende.

Eine Kugeltransformation

Anstatt eine Kugel zu bauen, schuf ich zwei Kugelhälften und spielte mit ihnen. Die eine Kugelhälfte schnitt ich durch zwei und setzte sie versetzt wieder auf.

Neben dieser konkreten Arbeit schuf ich auch ein Männchen, also eine Figur mit allem was dazu gehört.-)

Diese Figur zeige ich vielleicht das nächste Mal.

Auf dem Randstein

Auf der Suche im Garten nach Kriechtierchen stosse ich auch mal auf Köpfchen, die mal auf Stangen arrangiert waren. So wie diese hier:

Heute war ich wieder mal in der Werkstatt, die Sonne wollte sich partout nicht zeigen. Und am Efeu regte sich null.

Zwei Ton-Objekte sind jetzt in der Mache. Ich hoffe, sie werden interessant. Nichts Topkreatives, aber darauf kommt es ja nicht unbedingt an.