Vierfleck

Eine Nahaufnahme dieser Libelle.

HJ Schlichting sagte mal, man solle sich überlegen, ob man solche Vergrösserungen zeige.

Ich zeige sie deswegen, weil auf jedem Quadratmillimeter Struktur und Farben zu finden sind. Das gilt nicht nur für die Libelle.

Das ist das Eine.

Das andere ist, den Hinterraum der Augen zu zeigen.

Bei der Libelle tut auch ein winziger Knoten als Gehirn alles Nötige:
Fliegen, sich ernähren, Insekten ausspähen und Überfall, Balzverhalten, Paarung, Eiproduktion unter Verwendung von Samenpaketen, Feinderkennung, Säuberungsverhalten, Sinnesleistungen überwachen ect ect ect ect ect.

38 thoughts on “Vierfleck

    1. Ich wundere mich auch immer, wenn die Schärfentiefe ausreichend ist. Primär will ich ja die fokussierten Details scharf, das ist meist bei mir der Augenbereich, sodaß ich mit sehr geringer Belichtungszeit arbeite.

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  1. @k&g: Hab’s mit grad noch mal angeschaut: Jetzt fühle ich mich an Nahaufnahmen von modernem Kriegsgerät wie z. B. einem Kampfhubschrauber, einer Kampfdrohne oder einem Kampfpanzer erinnert, die mir jüngst im Rahmen des Russisch-Ukrainischen Krieges unterkamen. Dieses Kriegsgerät besticht ebenfalls durch sozusagen ausgestellte Funktionalität: Jede Schraube, Röhre, Dichtung etc. ist nur das, was es ist und ist genau da, wo es gebraucht wird. Ein Kampfhubschrauber ist eine funktionale Anordnung einzelner Wirk-Elemente. Seine ästhetische Wirkung ergibt sich allein daraus. Natürlich ist ein Säugetier auch komplett funktional im Sinne der Evolution, es ähnelt aber eher einer Flüssigkeit als einem Mechanismus. – “Flüssigkeit” ist schlecht ausgedrückt, aber ich wollte den Begriff “Seee” vermeiden.

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    1. Der Vergleich zu Kriegsgerät ist durchaus stimmig. Aber dieses Gerät hier kann noch ganz andere Dinge, etwa um die Gunst des anderen Geschlechts zu werben.

      Abropos Flüssigkeit: Die Libelle hat zwar Chitinpanzer, aber dahinter ist oft “hohle Luft”, wenig körperliche Substanz. Auch bei den Augen vermute ich das: Die mächtigen Spiegel gehen unmittelbar in ein kleines Gehirn über.
      Oder meintest Du etwas anderes?

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      1. @k&g: Nee, passt schon. HInter der Kampfpanzerhaut ist ja auch nur hohle Luft. – Noch mal ein Versuch zur Gesamt-Anmutung: Ein Insekt wirkt wie etwas aus diskreten Teilen mutwillig Zusammengesetztes, ein Säugetier wie ein Hautsack mit Flüssigkeit drin.

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  2. Meinst du dieses Foto als biologische Dokumentation? Als Studie sanfter Grüntöne finde ich es wunderschön, als Tierfoto lässt es mich etwas ratlos, ohne dass ich genau sagen könnte, worin meine Irritation liegt.
    Es klingt vielleicht paradox: mich verwirren die vielen überdeutlichen Details, die in meinem Kopf keinen Zusammenhang finden.

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    1. Keinen Zusammenhang, da wir nicht wissen, wie alle Teile zusammenpassen?!
      Für mich ist das Foto sowohl Farbstudie, aber auch ein Beleg für meine These, daß, je tief Du auch immer gehst, Komplexität nicht aufhört, also nur noch blosse Masse ist.
      Selbst bei Makromolekülen hat die physische Gestalt eine Funktion.

      Neben all dem, Ule, ist es für mich wichtig, wie ein Tier wirklich aussieht. Mein Makro erlaubt mir, eine besserer Vorstellung zu bekommen, auch wenn das Tierchen nur 2 mm lang ist.

      Entschuldige die Langatmigkeit 🙂

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  3. Snygg bild på delar av trollsländan. Visst kan det verka skrämmande, men det är roligt att upptäcka detaljer. De stora ögonen är häftiga, man får prata vänligt med sländan för att få bra bilder.

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  4. Hier ist er ja nun, der Kopf einer Libelle, lieber Gerhard und ich bin nicht erschrocken wie ich es bei deiner Ankündigung befürchtete, sondern hellauf begeistert!!!!
    Diese so schönen filigranen Libellen liebe ich ja sowieso schon immer und dieses tolle Foto des auch so faszinierenden Kopfes lässt keinen Zweifel mehr an meiner Begeisterung für diese elfenhaften Wesen! 😉
    Liebe Grüße und hab ein schönes Wochenende 🍀☀️

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  5. Das ist natürlich eine persönliche Entscheidung. Es dient der “Wissenschaft” und Forschung und ist in dem Zusammenhang sinnvoll.
    Wenn es aber mit menschlichen Emotionen gekoppelt wird, zumindest in Gedanken, kommt das nicht bei jedem gut an.

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