Month: December 2021

Unterschiedliche Sichtweisen

Jeder Kopf ein anderes Sehen.
Schnelle Kritzelei an einem Abend des Jahrs 2021.

Das bringt mich zu einer Geschichte, die ich heute las:

Der Sprung in der Schüssel

Eine alte chinesische Frau trug täglich mit zwei grossen Schüsseln, die von den Enden ihrer Schulterstange hingen, Wasser nachhause.
Eine der Keramikschüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war. Die alte Frau brachte immer nur eine und eine halbe Schüssel Wasser mit nach Hause. Die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.
Einmal sprach die Schüssel zu der alten Frau: „Ich schäme mich so, wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg bis zu deinem Haus immer Wasser läuft.“
Die alte Frau sprach beruhigend: „Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der anderen Seite kaum?“
„Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun giesst du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Mit diesen wunderschönen Blumen kann ich den Tisch schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren.“  

Nach einem unbekannten Autor, von mir etwas gekürzt.

Die letzten Ritter des Efeus

Calliphora vicina
Helina impucta – Der Grössenvergleich zur Calliphora vicina passt hier ganz gut. Obwohl diese sich manchmal in der Grösse sehr unterscheiden.
Helina impucta

Bei 1 Grad gaben sich nur noch diese 2 Arten ein Stelldichein.
Bei minus 1 Grad gab es dann überhaupt nichts mehr.

Ich beobachte fast täglich das Geschehen auf dem Efeu.

Petra Pawlofsky führt ja seit einiger Zeit ein Projekt über das Thema Hoffnung auf ihrer Webseite. Und deshalb widme ich diesen kleinen Post diesem schönen Projektthema.
Denn so wie ich mich beharrlich um die Kleinen auf dem Efeu bekümmere und oft von ihren Lebenssignalen überrascht werde, so kann man das auch im Alltag erleben.
Fast täglich wachsen “Türme der Hoffnung”, alte Bekanntschaften melden sich, es entsteht ein feiner Kreis der Kümmernden und Besorgten und derjenigen, die einfach wollen, daß es Dir gut geht.
Das ist immer zu spüren. Und tut so gut!

Let the music play once more

Zeit, sich verstärkt der Plattensammlung zu widmen 🙂

Z.B.: Shackleton – Music for the quiet hour

VORSICHT, keine Klassik 🙂

Dieses Stück mag vielen nicht zusagen, aber ich persönlich schätze so manche schräge und unschräge Soundtüftler dieser Tage, von denen es sehr, sehr viele gibt – und von denen Shackleton einer derjenigen ist, dessen Output ich gerne verfolge und das schooooon seit gut einem Jahr, also satten 12 Monaten, haha. Ist ja schon etwas.

Musik ist neben Fotografie, Schach und Keramik mein wichtigstes Hobby.