Es gibt meist eine zweite Chance…

Oft suche ich vergebens nach der Bezeichnung eines Tierchens, das ich überraschend und neu auf irgendeinem Blatt vorfinde.

Käferartig, aber kein Käfer

So auch mit diesem feinen Tierchen, Planuncus tingitanus

Die Nymphe einer Waldschabe ist nicht groß, etwas grösser allerdings als ein Rapsglanzkäfer, so dass wir vielleicht bei 3 – 4 mm landen.

3 Wochen zuvor hatte ich es schon mal im Fokus, aber sehr unscharf und zudem flüchtete es vor mir sehr rasch.
Noch nie hatte ich es vorher gesehen. Vermutlich auch deswegen, weil es richtig klein ist.

Es inspizierte ein noch kleineres Tierchen, das tot war: Eine Larve von Ectopsocus briggsi, einer Laus.


12 thoughts on “Es gibt meist eine zweite Chance…

  1. Aktuell gärtnern wir auch im Garten, der bald zu unserem neuen Heim gehört. Ich freue mich schon darauf wenn wir angekommen sind, mich ab und an mal auf die Lauer zu legen und zu entdecken, wer hier noch so lebt. Deine spannenden Bilder steigern die Vorfreude. Lieben Dank!

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  2. Man kann erahnen, wie klein es sein muss. Mir ist das hübsche Tierchen bewusst noch nicht begegnet. Erstaunlich, dass es später ganz anders aussehen wird.

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      1. Das ist leider bei vielen Tieren und Pflanzen so, dass anerzogene Vourteile mit dem blossen Wort ausgelöst werden und die entdeckerische Sicht mit Ablehnung verstellen.

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  3. Was ich sagen wollte: Gut das Sie sie -d.h. die kleinen Tiere- nur fotografisch und mit einem Auge für die kleinen Tiere erfassen. Dann droht diesen kein Unheil!
    Für das große Ganze reicht nicht mehr ein Auge, wenn man es überhaupt noch übersehen kann. Es sei denn jemand der wie die Göttin Durga auf einem Tiger reitend die mit den ihr von den Göttern verliehenen Waffen den Büffeldämon Mahisasur bekämpft. d.h. man müsste auf dem großen Ganzen (Tiger) “reiten” u n d es bekämpfen.
    Der Büffel steht wohl dabei für die “niederen” Triebe. Wenn man mit diesem “Ritt” mal bei sich selber beginnt, dann bekommt man eine Ahnung von dem (fast) aussichtslosen Kampf.

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    1. Ich würde niemals Insekten betäuben, um sie fotografieren zu können. Ich fotografiere aus der Hand und wenn die Chance nicht ausreicht, dann ist es eben so.

      Niedere Triebe wie Selbstbezogenheit, Eitelkeit…mancghmnal höre ich mir selbst zu, dann merke ich, wieviel Quatsch ich rede, wie arrogant ich bin und wie selbstverliebt.

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  4. Alle feinen, zarten, kleinen Dingen werden spät “entdeckt”, meist wenn sie fehlen oder aus selbstverständlichkeit. Gut das Sie sie nur fotografisch und mit einem Auge für die kleinen Dinge erfassen. Dann droht ihnen kein Unheil!

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